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Fremde nahe Heimat. Checke deine Stadt!

Fremde nahe Heimat. Checke deine Stadt!

Historisch-kulinarische Geo-Caching-Stadtsafari zu Stadtkultur, Integration und Vielfalt

Ein neues lkj-Projekt zu Stadtgeschichte, Integration und Vielfalt arbeitet als Kooperation der Grundschule „Am Elbdamm“, der Evangelischen Jugend Magdeburg und dem ICATAT. Jugendliche entdecken auf Geo-Caching-Exkursionen die Interkultur-geschichte Magdeburgs und dokumentieren diese in einem Webportal - für sich, für Neumagdebürger, Touristen und Gäste.
Die reiche interkulturelle Geschichte Magdeburgs ist oft versteckt oder erst auf den zweiten Blick sichtbar, wurde verdrängt oder vergessen. Dabei können viele Geschichten aus der Geschichte Magdeburgs lehrreich sein für unser Heute: islamisch-christliche Begegnungen hier und historische Magdeburger Lebenswege in den Orient können verdeutlichen: Migration, Integration und Kulturaustausch sind nichts Neues. Dies gab es schon immer und Vielfalt, Offenheit und Vernetzung macht die Stärke einer Gesellschaft aus. Deshalb gehen junge MagdeburgerInnen auf Geo-Caching-Exkursionen durch unsere Stadt und entdecken, beschreiben, schmecken und dokumentieren gemeinsam diese Vielfalt - historisch und aktuell.

Was heißt das konkret?

- Wir entdecken auf Geo-Caching-Touren historische Orte/leckere Bistros/ neue Kulturtipps.
- Welchen Religionen, Nationen, Sprachen begegnen wir in unserer Stadtlandschaft?
- Von welchen Magdeburger Legenden, von welchen Vorurteilen, aber auch von welchen Erfolgsgeschichten und Lebenslusterfahrungen hören und lesen wir?
- Was ist noch zu sehen an Interkulturgeschichte in Magdeburg?
- Zusammen lernen wir das Bedienen der Geo-Caching-Technik und können eigene Touren entwerfen
- Zusammen lernen wir ebenfalls etwas über Magdeburgs Geschichte, Architektur, über Heimat, Fremde, Essen und Trinken bei uns und anderswo – damals und heute.

Adresse:Fremde nahe Heimat. Checke deine Stadt!
Liebigstraße 5
39104 Magdeburg
Sachsen-Anhalt
E-Mail:torsten.sowada(at)jugend-lsa.de
Telefon:0391-244 51 74
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Torsten Sowada
Das Projekt wurde am 2015-07-31 beendet.

Unsere Bündnispartner

Evangelische Jugend Magdeburg

Das Kugelkreuz ist das Symbol der Evangelischen Jugend. Die Kugel symbolisiert die Weltkugel. Wir verstehen uns als Menschen, die bewusst und gern in dieser Welt leben. Unser Handeln verantworten wir ...

Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT)

Das ICATAT berät uns mit fachlicher Expertise im Bereich Geschichtslernen, Integration, Islamwissenschaft und christlich-islamischer Erinnerungsorte.

Leseschule "Am Elbdamm"

Bei uns steht das Lesen als Grundlage allen Lernens im Mittelpunkt. Mit .lkj) und ICATAT ist "Checke Deine Stadt" eine dritte Kooperation.

Unsere Missionen

Mission: Fremde nahe Heimat. Checke Deine Stadt!

Die reiche interkulturelle Geschichte Magdeburgs ist oft versteckt oder erst auf den zweiten Blick sichtbar, wurde verdrängt oder vergessen. Dabei können viele Geschichten aus der Geschichte Magdeburgs lehrreich sein für unser Heute: islamisch-christliche Begegnungen hier und historische Magdeburger Lebenswege in den Orient können verdeutlichen: Migration, Integration und Kulturaustausch sind nichts Neues. Dies gab es schon immer und Vielfalt, Offenheit und Vernetzung macht die Stärke einer Gesellschaft aus. Deshalb gehen junge MagdeburgerInnen auf Geo-Caching-Exkursionen durch unsere Stadt und entdecken, beschreiben, schmecken und dokumentieren gemeinsam diese Vielfalt - historisch und aktuell.
Ergebnis / Fazit:
Wir lernten gemeinsam neue Sprachen, Kulturen und Geschichte(n) in Magdeburg kennen, fühlten, schmeckten und erliefen uns auf GeoCachingTouren interessante Einblicke in recht unbekannte Facetten unserer Heimat. So wurde die Stadt mal aus Perspektive von Neumagdebürgern gecheckt, ob kurdisch, türkisch, italienisch aus Indien, Vietnam oder Tatarstan.

Station: Sipan Shop (Kiosk / Spätverkauf)

Ein kleiner Spätshop mit großem Namen, der gleichzeitig als Internetcafé fungiert.
Café, Nachbarschaftsladen, Lange Öffnungszeiten/24-Stunden, WiFi

Aufgabe: Fragt im Laden, woher das Wort Sipan kommt, was der Name und was die Farben im Logo des Eingangsschildes bedeuten. Schreibt zwei Sätze dazu und macht ein Foto.

Ergebnis:

Sipan ist ein heiliger Berg in Kurdistan. Die Kurdische Flagge: rot heißt Blut der Märtyrer, grün für die Landschaft und weiß für Frieden, gelb der Sonne für die alte Religion der Kurden


Station: Dom-Gymnasium

Das Dom-Gymnasium hat ein tausendjährige Tradition und ist historisch mit den diversen Domschulen und dem Pädagogium Unser lieben Frauen verbunden. Hier lernten unter anderem Mehmed Ali Pascha und Ishtiraki. Ihre Geschichten hörtet Ihr schon, nachzulesen unter: http://paschamd.jimdo.com/biographien/friedrich-schrader/ und http://paschamd.jimdo.com/biographien/mehmed-ali-pascha/.

Aufgabe: Wie stellt Ihr Euch die Flucht des kleinen Carl Ludwig, also des späteren Pascha vor? Malt/zeichnet zu nächste Woche ein kleines Bild und bringt es mit.

Ergebnis:


Station: Tatarenturm

Der Magdeburger Tatarenturm ist das älteste Bauwerk Deutschlands, was auf die Tatarenangst zurückgeht, die Furcht vor den muslimischen Reitern aus dem Osten. Baujahr war 1241, dem Jahr der Schlacht von Liegnitz als Christen (Tschechen, Polen, Deutsche) und „Ungläubige“ (Nachfahren von Dschingis Khan) kämpften dort miteinander. Die Schreckensnachrichten von dieser Schlacht führten zum Bau vieler Wehrtürme und Festungsanlagen in Mitteleuropa.

Aufgabe: Wie alt ist der Tatarenturm?

Ergebnis:

- mehr als 700 Jahre alt


Station: Kreuzgang im Dom St. Mauritius und St. Katharina

Auf der Rasenfläche im Kreuzgang stehen zwei Sandsteinfiguren, sogenannte Beutetürken. Hört gut zu: Es geht um Ali, Fatima, General Barfuß, Maruschka und Johann von Magdeburg (Heinrich Zschokke).

Aufgabe: Zu wessen Grab gehörten die zwei Sandstein-Osmanen?

Ergebnis:

Johann von Lossow


Station: ACAR Bistro

Im ACAR-Bistro verkauft man Lahmacun, Döner Kebap, Falafel und Uludağ gazoz. Die Verkäufer kommen aus der Türkei, Syrien und Irak. Wir essen gemeinsam.

Aufgabe: Fragt, was in den Muttersprachen der Döner-Verkäufer „Guten Tag“ und „Willkommen“ heißt, schreibt es auf und fotografiert es ab.

Ergebnis:

rojbas (sprechen muss man roschbasch) Guten Tag
Be xêr haten Willkommen


Station: General von Steuben

Baron Friedrich Wilhelm Ludolf Gerhard Augustin von Steuben wurde 1730 in Magdeburg geboren und starb in den USA 1794. Er war ein preußischer Offizier und US-amerikanischer General. Er organisierte die Armee im US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Als Geschenk für seine Leistungen durfte er die größte Straße von New York nach Magdeburgs schönster Straße benennen.

Aufgabe: Wie heißt der Breite Weg in New York?

Ergebnis:

Broadway


Station: NOMAS Frisörladen

Seit 2014 bieten Einwanderer ihre Frisör- und Rasierdienste in diesem kleinen Geschäft an.

Aufgabe: Was heißt NOMAS und welchen Völkern entstammen die Friseure?

Ergebnis:

Nomas ist ein Vorname und die Frisöre sind Kurden und Turkmenen aus dem Irak.


Station: Bingöl-Grill

Eines der ältesten Döner-Kebap-Bistros von Magdeburg wird hier betrieben von Herrn Bingöl und Kolleg_innen.

Aufgabe: Was heißt Bingöl in welcher Sprache?

Ergebnis:

türkisch: tausend Seen


Station: Das Goldene Zelt zu Magdeburg

In der Sage vom Goldenen Zelt geht es um einen osmanischen Pascha-Sohn, der in Magdeburg gefangen gehalten, aber auch von Magdeburgern befreit wurde. Auf der ehemaligen Schmiedehofgasse wurde ihm als Entschädigung für seine Gefangenschaft ein goldenes Zelt errichtet. Sein Vater, ein Pascha aus dem Osmanischen Reich, holte ihn ab und besiegelte die türkisch-preußische Waffenbrüderschaft.

Aufgabe: Sucht auf der Telemannstele die Schmiedehofgasse und macht ein Foto.

Ergebnis: