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Fluchtwelten – Görlitz/Zgorzelec 3.0

Fluchtwelten – Görlitz/Zgorzelec 3.0

Was hat die Europastadt eigentlich mit Geflüchteten zu tun?

In den Herbstferien 2015 bearbeiteten Jugendliche der Oberschule Innenstadt Görlitz verschiedene Aspekte von Flucht, Vertreibung und Neubeginn, die in enger Beziehung mit Geschichte und Gegenwart der Europastadt Görlitz/Zgorzelec stehen. In einer eigens dafür angelegten Geocaching-Route steuern sie Ziele an, die sowohl mehrere Zeithorizonte als auch mehrere Perspektiven beleuchten. Ausgesuchte Experten werden als Interviewpartner Rede und Antwort stehen. Den Abschluss bildet eine Exkursion nach Berlin.
Ziele sind Demokratie- und Empathieförderung, Stärkung des kooperativen Miteinanders sowie der kommunikativen Kompetenzen, die Auseinandersetzung mit den Gründen und Konsequenzen von Flucht im Kontext sozialer Verantwortung und Gerechtigkeit in der Weltgemeinschaft und das Kennenlernen der Bedeutung Schlesiens in Bezug auf das Projektthema.
Die Projektwoche wird in den Osterferien 2016 wiederholt.

Adresse:Fluchtwelten – Görlitz/Zgorzelec 3.0

02826 Görlitz
Sachsen
E-Mail:swackernagel(at)schlesisches-museum.de
Telefon:0049 3581-8791-128
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Sylvia Wackernagel
Das Projekt wurde am 2015-11-16 beendet.

Unsere Bündnispartner

Oberschule Innenstadt Görlitz

Tierra - Eine Welt e.V.

Unsere Missionen

Mission: Tag 1: Eine App, die ist lustig - Intro

Bevor wir uns "raus" trauen, probieren wir erstmal, wie die App funktioniert. Hier gleich ein Tipp: Selbst wenn zunächst kein Signal empfangen wird, solltet Ihr unbedingt in Bewegung bleiben und Euch von Häuserwänden entfernen. Nach kürzester Zeit stellt sich das GPS-Signal ein.
Die Mobile App wird helfen, unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Flucht einzunehmen. Nicht unwichtig wird es sein, Euer Vorwissen und Eure bisherige Meinung zum Thema einzubringen. Und nicht vergessen: Migrations- und Fluchtgeschichten umspannen die ganze Welt und sind oft nicht völlig getrennt voneinander zu betrachten. Ja und die Ursachen? Die müssen nicht alle direkt in den Ländern oder Weltregionen liegen, aus denen Menschen fliehen.
Es könnte auch helfen, den Blick nicht immer auf die Anderen, sondern auf sich (uns?) selbst zur richten. Sind aus deutschsprachigen Gebieten nicht auch schon Menschen geflohen? Das Schlesische Museum kann ein Lied davon singen.
Fragt zuhause doch mal vorsichtig nach, ob nicht Eure eigenen (Ur-)(Groß-)Eltern Fluchterfahrungen gemacht haben!?

Los geht's!
Ergebnis / Fazit:
Vertraut machen mit der Mobile App und der Handhabung der Mini-Tablets.

Station: Technik-Intro - part one

Direkt vor Ort zu erledigen...

Aufgabe: Jede Gruppe notiert für sich mindestens vier unterschiedliche Gründe, warum Menschen aus ihrem Wohnort oder ihrem Heimatland fliehen!

Ergebnis:

Die Jugendlichen werden für das Thema Flucht sensibilisiert, indem sie zur Reflexion angeregt werden. Dabei versuchen sie sich sowohl gedanklich als auch emotional in die Lage von flüchtenden Menschen zu versetzen. Mögliche Vorurteile und Klischees werden aufgebrochen.


Station: Technik-Intro - part two

Well done!
Es ist nun Zeit fürs Mittagessen, meint Ihr nicht?

Aufgabe: Na, wer bekommt heraus, wo wir heute essen gehen?

Ergebnis:

Die neu erworbenen Medienkenntnisse wurden in die Praxis umgesetzt. Das festgelegte Ziel der Probemission konnte von den Jugendlichen mit Hilfe der Mini-Tablets selbständig identifiziert und angesteuert werden. Zur Belohnung gab es ein gemeinsames Mittagessen im Wichernhaus in Görlitz, von wo die nächste Mission startete.
Das Mittagsangebot im Wichernhaus ist nicht zuletzt als soziale Anlaufstelle für die Görlitzer Öffentlichkeit zu verstehen. Daher war dem Projektteam dieser Ort auch von seiner gesellschaftlichen Dimension her wichtig.


Mission: Tag 1: Griechische Migrationsgeschichte - Ankunft in Zgorzelec

Wir gehen auf Spurensuche in die Vergangenheit. Im letzten Jahrhundert kamen über 20.000 Griechinnen und Griechen nach Görlitz - allein 15.000 nach Zgorzelec, dem früheren Ost-Görlitz. Warum das so war, erfahrt Ihr, wenn Ihr Euch auf den Weg macht.
Begebt Euch zur ersten Station!

„Die Menschen dürfen nicht vergessen, dass die Griechen diese Stadt mitgeprägt haben.“
Sänger Rusketos

Das Bild ist übrigens von unserer Sonderausstellung "Lebenswege ins Ungewisse" von 2011. Die griechische Fluchtgeschichte war hier von Bedeutung: Menschen wurden dazu interviewt und kamen so öffentlich zu Wort.
Ergebnis / Fazit:
Görlitzer Jugendliche haben sich einen ganzen Nachmittag mit einem eher weniger bekannten Kapitel regionaler Migrationsgeschichte beschäftigt: der Ankunft tausender Griechinnen und Griechen in Zgorzelec kurz nach dem 2. Weltkrieg. Die am Projekt teilnehmenden Jugendlichen gingen auf Spurensuche. Sie untersuchten Straßennamen und Gedenkorte. Das Treffen mit dem orthodoxen Pfarrer der griechisch-orthodoxen Kirche in der sonst für Publikumsverkehr verschlossenen Kirche bildete den Höhepunkt dieser Mission.

Station: Tag 1 - Station 1

Wenn Ihr den Koordinaten gefolgt seid, dann steht Ihr jetzt auf dem Bulwar Grecki in Zgorzelec?! Was heißt das eigentlich übersetzt? In welchen Sprachen steht die Inschrift auf dem Gedenkstein?
Findet die deutsche Übersetzung dazu heraus (falls niemand Polnisch spricht, werdet Ihr bei den Bänken fündig(!)) und beantwortet die erste Frage:

Aufgabe: Warum kamen Ende der 1940er Jahre etwa 15.000 Griechinnen und Griechen nach Zgorzelec?

Ergebnis:

In Griechenland herrschte zu dieser Zeit Bürgerkrieg. Nach Polen und in die damalige Tschechoslowakei flohen viele Tausend Griechen, die als kommunistische Partisanen von den Regierungstruppen verfolgt wurden. In einigen ländlichen Gebieten Griechenlands führte das zu einer regelrechten Entvölkerung.
Zgorcelez hat noch heute die größte griechische Gemeinde Polens.


Station: Tag 1 - Station 1, Gruppenaufgabe

Findet gemeinsam die Buchstaben für das Lösungswort des Tages heraus!
Löst dazu drei Aufgaben und notiert die gesuchten Buchstaben.

Aufgabe: 1. Wie oft seht Ihr den Schriftzug "Bulwar Grecki" auf Straßenschildern? Die Anzahl steht für die Position des Buchstabens im deutschen Alphabet.

2. Wann wurde der Gedenkstein errichtet?
Bildet die Quersumme aus der Jahreszahl. Als römische Zahl entspricht die Quersumme welchem Buchstaben?

3. Welche der folgenden Einrichtungen werden NICHT auf dem Gedenkstein genannt?

S - Altenheim
T - Behinderten-Genossenschaft
U - Lazarett

Ergebnis:

E
X
U


Station: Tag 1 - Ein langer Weg zum Miteinander

Als mehrere Tausend Griechen kurz nach dem 2. Weltkrieg vor dem griechischen Bürgerkrieg nach Zgorzelec flohen, wurden sie Teil des Lebens dieser Stadt. Wie konnten sie ihre kulturelle Identität bewahren und leben? Was machte ihr Dasein eigentlich mit der bereits ansässigen polnischen (Mehrheits-)Bevölkerung? Wie gingen sie miteinander um? Wie dachten sie übereinander? Und was ist heute von dieser Erfahrung geblieben? Auch wenn die meisten Griech*innen in den 1970/80er Jahren nach Griechenland zurückkehrten, hat Zgorzelec noch heute die größte griechische Gemeinde Polens.
Vielleicht sind dies bereits einige Anregungen für Eure Fragen auf einem ganz besonderen Treffen, das Euch bald erwartet.

Aufgabe: Überlegt Euch pro Gruppe mindestens drei Fragen, die Ihr dem griechisch-orthodoxen Pfarrer Pater Marek Bonifatiuk stellen wollt. Sie können auf die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft gerichtet sein. Lasst Euch etwas einfallen, denn so eine Gelegenheit ergibt sich nicht alle Tage, o.k.?!

Ergebnis:

wieso besteht die Kirche aus Holz?
warum sind sie Pfarrer geworden?
wie viele Personen passen in die Kirche?


Station: Tag 1 - Station 2

Wir befinden uns an der griechisch/polnisch-orthodoxen Kirche von Zgorzelec, auch Cerkiew Świętych Konstantyna i Heleny genannt. Obwohl seit über 50 Jahren Griechen in Zgorzelec präsent sind und das kulturelle Leben bereichern, wurde sie erst 2002 errichtet.

Aufgabe: Bitte fasst die für Euch wichtigsten Informationen zusammen, die Ihr in Eurem Gespräch mit dem Pfarrer erfahrt. Vielleicht wird er erzählen, in welchen Sprachen die Messe abgehalten wird und wie viele Mitglieder die Gemeinde heute noch hat. Gibt es für Euch sonst auch neue Informationen, die Ihr nicht erwartet hättet? Was lernt Ihr daraus für das Thema Flucht?

Ergebnis:

80%, der Griechen sind orthodox , die letzte Fluch Welle kamm in den 80jahren


Station: Tag 1 - Station 2, Foto

Schaut Euch genau um und versucht, das vor Euch stehende Bauwerk mit seinen Details zu erfassen.

Aufgabe: Macht ein Foto von der Kirche!

Ergebnis:


Station: Tag 1 - Station 2, Gruppenaufgabe

Findet nun gemeinsam Buchstaben für das Lösungswort des Tages! Löst dazu die Aufgaben und notiert Euch die Lösungsbuchstaben.

Aufgabe: 1. Welche christliche Konfession wird durch die Kirche vertreten?

- evangelisch-reformiert
- evangelisch-lutherisch
- römisch-katholisch
- russisch-orthodox
- griechisch-orthodox
- syrisch-orthodox

Im zweiten Wort, welches in etwa mit „richtig gläubig“ übersetzt werden kann, kommt ein einziger Vokal vor. Seine Häufigkeit verrät Euch gleichzeitig seine Position im Lösungswort.

2. Ist die Kirche vor Euch Eurer Einschätzung nach
S mall – M edium – B ig?
Benutzt den entsprechenden Anfangsbuchstaben für Eure Lösung!

3. Ein Nachbarland von Polen hat über 80 Millionen Einwohner*innen. Migration ist hier aus unterschiedlichsten Gründen ziemlich weit verbreitet. Übrigens: Kriege, Glaubenskonflikte, Hungersnöte, politische Missstände und soziale Perspektivlosigkeit zwangen Menschen dieses Land zu verlassen. Etwa sechs Millionen Auswander*innen verließen dieses Land zwischen 1820 bis 1920 . Der Großteil wanderte in die USA aus. Erst der wirtschaftliche Erfolg in Zeiten der Industrialisierung – ab 1890 – führte dazu, dass mehr Menschen in dieses Land einwanderten als auswanderten. Welches internationale Länderkennzeichen hat dieses Land?

Ergebnis:


Station: Tag 1 - The end?

Die erste Mission ist fast geschafft!

Aufgabe: Bringt alle Buchstaben zusammen und setzt sie in die richtige Reihenfolge. Wie heißt das Lösungswort und was bedeutet es?
Achtung: Es hat mehrere Bedeutungen!

Ergebnis:

EXODUS
bezeichnet nicht nur den Auszug aus Ägypten, sondern auch die Auswanderung oder Flucht vieler Menschen.