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ArtSpaceCity - Entdecke Deine Stadt neu beim Kunst-Caching

ArtSpaceCity - Entdecke Deine Stadt neu beim Kunst-Caching

Bei ArtSpaceCity können die Jugendlichen die Kunstwerke in ihrem Stadtraum und ihrer Region als Orte erleben, die neugierig machen. Das Projekt will spielerisch einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst schaffen.

Kunstwerke im öffentlichen Raum prägen das Stadtbild, verleihen Orten ästhetische Qualität und machen die Stadtgeschichte greif- und sichtbar. Doch was haben sie mit mir zu tun? Ganz viel! Denn wir sind Teil der Stadt und sie ist ein Teil von uns. Die Kunst in unserer Umgebung kann uns viel über den Ort an dem wir leben erzählen, über seine Geschichte, seine Bewohner und seinen Charakter.
Bei dem Kunst-Caching-Workshop ArtSpaceCity wird gemeinsam mit den Jugendlichen ein forschender Blick auf ihre Stadt gerichtet. Bei vier Missionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten können die Jugendlichen die Kunstwerke in ihrem Stadtraum und ihrer Region als Orte erleben, die neugierig machen und die Lust am Erkennen wecken. An manchen dieser Kunstwerke laufen wir alltäglich auf dem Weg zur Schule oder Arbeit vorbei, so an Klaus Heiders Wandarbeit „Kunst“ am Technischen Rathaus, meist wissen wir aber kaum etwas über deren künstlerischen oder historischen Hintergrund bzw. Bedeutung. Vielleicht bemerken wir die Werke auch gar nicht oder nehmen sie nicht als Kunst wahr. Wichtige Fragen in diesem Zusammenhang lauten: Was ist Kunst? Was hat sie mit mir zu tun? Wo finde ich sie in meiner Stadt?
Einige Kunstwerke in Göppingen sind aber auch gut versteckt. Mit dem Kunst-Caching erkunden wir die verborgenen Winkel der Stadt und gehen in schummrigen Kirchen, imposanten Bankgebäuden und verwunschenen Gärten auf die spannende Jagd nach Kunst. Dabei entdecken wir auch Orte, die sonst nicht einfach von jedem betreten werden dürfen, aber prinzipiell zum öffentlichen Raum zählen. Das wirft die Frage auf, was den öffentlichen und was den privaten Raum kennzeichnet. Wem gehört der öffentliche Raum? Wer entscheidet wie er genutzt und gestaltet wird, welche Kunstwerke realisiert werden? Bei der Beschäftigung mit diesen Fragen und beim täglichen Besuch der Kunsthalle erfahren die Jugendlichen auch etwas über die Arbeit eines Museums für zeitgenössische Kunst, das sich im Stadtraum engagiert, über einen kreativen Umgang mit dem öffentlichen Raum und ihre eigene Möglichkeit zur Mitbestimmung und zum partizipativen Handeln. Soziale Fragen korrespondieren hier unmittelbar mit Fragen der Gestaltung. Denn natürlich geht es auch um Kunst, um ästhetische Aspekte und künstlerische Strategien. Es soll aufgezeigt werden, wie sich der Stadtraum auf die Rezeption eines Objekts auswirkt und umgekehrt wie Kunstwerke die Wahrnehmung von öffentlichen Orten beeinflussen können. Daher wollen wir die Göppinger Künstlerin und Fotografin Kathleen Jahn treffen, die ein HABITAT in Göppingen unterhält, welches ein Raum zwischen Atelier, Hotel, Museum und Werkstatt ist. Hier überschneiden sich Konnotationen des öffentlichen Raumes. Zusammen mit Kathleen Jahn erfahren und erlernen die Jugendlichen einen künstlerischen Blick auf die Stadt in schwarz/weiß.
Der Ausflug nach Stuttgart Nord soll den Charakter einer kleinen gemeinsamen Abenteuerreise haben. Beim Erkunden von Street Art bei und um die Wagenhallen bekommen die Jugendlichen einen Eindruck davon, wie bunt, provokativ, rebellisch und lustig Kunst sein kann, dass es viele verschiedene Konzepte von Kunst gibt und diese sich auch unmittelbar in ihrer Lebenswirklichkeit wiederfindet. Mit dem Besuch der Stuttgarter Wagenhallen können die Jugendlichen eine kreative Oase und alternative Lebenswelt kennenlernen. Im Kulturzentrum Wagenhallen finden nicht nur Konzerte und Ausstellungen statt, zahlreiche Künstler/innen haben hier ihre Ateliers und Studios. Hier wollen wir auch selbst künstlerisch aktiv werden und zusammen mit Künstlern ein Werk gestalten.

Adresse:ArtSpaceCity - Entdecke Deine Stadt neu beim Kunst-Caching

73033 Göppingen
Baden-Württemberg
E-Mail:
Telefon:
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Birgit Kulmer
Das Projekt wurde am 06.11.2015 beendet.

Unsere Bündnispartner

Haus der Jugend - Göppinger Jugendheim e.V.

Das Haus der Jugend Göppingen ist die größte Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Göppingen. Die Jugendtreffs dienen als Orte an denen Kinder und Jugendliche sich in einer angenehmen ...

VHS Göppingen

Die vhs Göppingen ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Erwachsenen- und Weiterbildung. Das Programm der Jungen vhs Göppingen richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, angeboten werden vor ...

Unsere Missionen

Mission: 1. Mission: Space – Was ist der öffentliche Raum? Greif nach dem Himmel!

Die heute gesuchten Kunstwerke sind gut versteckt und nicht immer frei zugänglich. Manche ermöglichen uns auch erst das Betreten bestimmter Orte. Sie werfen Fragen auf nach dem öffentlichen Raum und dem Übergang zwischen Öffentlichem und Privatem. Vor allem aber nach der Beziehung der Kunstwerk zum öffentlichen Raum. Was ist Kunst im öffentlichen Raum? Welche Bedeutung und Wirkung hat diese Kunst für die Stadt, die Bürger, für uns? Unsere heutigen gesuchten Kunstschätze können Dir einige Antworten auf die Fragen bieten
Ergebnis / Fazit:
Die Teilnehmer/innen haben sich heute an Beispielen mit dem öffentlichen Raum und seiner Bedeutung auseinandergesetzt. Wichtig war die Feststellung, dass der öffentliche Raum sich über die Möglichkeit zur Mitbestimmung aller BürgerInnen - z.B. durch Bürgerinitiativen, durch Volksbegehren etc. definiert. Denn die BürgerInnen sind Eigentümer und Nutzer des öffentlichen Raumes. Sie haben Kunstwerke im öffentlichen Raum Göppingens kennengelernt, ihr Beziehung zum öffentlichen Raum untersucht und ihre besondere Wirkung auf den öffentlichen Raum erlebt. Doch um eine solche zu entfalten, haben die Jugendlichen festgestellt, muss Kunst, genau wie die heute betrachteten Werke, in einer wirklichen Verbindung zum Stadtraum, vor allem aber zu den Menschen, die hier leben, stehen. Kunstwerke im öffentlichen Raum prägen den Charakter einer Stadt und sie sind sichtbarer Ausdruck der Kultur eines Ortes, der Ästhetik einer Stadt und einer Region.
Die Kunsthalle Göppingen als Museum für moderne Kunst und ihre Ausstellung wurden erkundet, sowie eine Kirche und die Kreissparkasse Göppingen. Beim öffentlichen Raum denkt man zunächst an Plätze, Straßen, allgemein frei zugängliche Orte. Aber auch Museen und Kirchen sind für jeden da. Die Kreissparkasse, die zwar ein privater Raum ist, wird durch das Kunstwerk in ihrem Inneren auch für Außenstehende zugänglich. Denn das Werk ist für die Öffentlichkeit bestimmt. Dabei haben die Teilnehmer/innen die Arbeiten zweier berühmter, aus Göppingen stammender Künstler kennengelernt und sich mit deren Leitthemen befasst. Wir haben festgestellt, dass es keine Antwort auf die Frage gibt, was Kunst ist. Das Kunst schön sein kann, aber nicht muss, um Kunst zu sein. Dass der Raum hier eine wichtige Rolle spielt, denn Galerien und Museen beeinflussen als Kunsträume entscheidend unsere Wahnehmung von Kunst.




Station: Unendlichkeit

Unsere erste Station führt uns in die Kunsthalle Göppingen. Die Kunsthalle Göppingen ist ein Museum für moderne Kunst. Jeder kann in die Kunsthalle kommen, um sich Kunst anzusehen. Dabei kann man auch das gesuchte Kunstwerk entdecken, bei dem ihr nach oben und unten schauen müsst, um sein Geheimnis zu entdecken. Hier wartet auch der nächste Hinweis!

Aufgabe: 1. Ein Pullover, eine WC-Ente, zwei Stifte auf einem Sockel. Was fehlt hier? Welche Idee steckt hinter dem Kunstwerk? Probiert es aus und macht ein Foto!
2. Findet die Buchstaben aus Stoff! Was ist ihr Geheimnis?
3. Wer bin ich? Ich bin eine goldene Figur, aber nicht aus Gold!

Ergebnis:

1. In Erwin Wurms „One Minute Sculpture“ fehlt die Skulptur. Sie wird von einem lebenden Menschen ersetzt. Der Museumsbesucher soll auf den Sockel steigen und den Anleitungen Erwin Wurms folgend eine bestimmte Haltung einnehmen und eine Minute lang halten. Durch eine bestimmte Konstellation von und mit realen Alltagsgegenständen entstehen so Skulpturen auf Zeit. Die Teilnehmer/innen probieren alle Skulpturen aus und machen jeweils ein Foto.
2. Es ist ALIGHIERO BOETTIs Werk. Die Buchstaben sind gewebt. Das Geheimnis: Wir sehen die Buchstaben nur, weil wir wissen, dass es Buchstaben sind. Es könnten auch einfach Formen sein, z.B. für jemanden der nicht lesen kann oder unsere Schrift nicht kennt.
3. Gesucht sind die goldenen Bären von Ottmar Hörl. Ottmar Hörls Kunstwerke haben ihren Platz nicht nur im Museum, sondern vor allem im öffentlichen Raum. So bilden seine Plastiken eine guten Übergang von den Hallen der Kunst zum öffentlichen Raum. Ottmar Hörl nutzt den öffentlichen Raum als Kommunikationsraum. Er möchte mit seinen Arbeiten Menschen ansprechen und der Kunst ihren notwendigen Platz im öffentlichen Leben geben.


Station: Greif nach dem Himmel!

Unser Weg führt uns von der Kunsthalle Göppingen zu einem heiligen Ort. Dieser ist bereits selbst ein Kunstwerk, aber darin verbrigt sich ein weiterer Kunstschatz!

Aufgabe: Rätsel zum Ort:
„Oben spitz und unten breit,
durch und durch von Heiligkeit,
Turm mit Glocke und Uhr,
was ist das nur?“

Rätsel zum Kunstwerk:
Was suchen wir? Entschlüsselt den Hinweis und das Kunstwerk wird sich offenbaren:
„Ein Linie, die hier in ganz neuem Licht erstrahlt. Es ist die Grenzlinie zwischen der Erde und dem Himmel. Die Sonne geht am Abend hinter dieser Linie unter und steigt am Morgen hinter dieser wieder auf. Blickt man auf diese Linie, kann es zugleich erscheinen, als ob die Welt hier endet oder kein Ende kennt und die Unendlichkeit mit dieser Linie beginnt.“

Ergebnis:

Rätsel zum Ort: Kirche. Es geht zur Stadtkirche in Göppingen.
Rätsel zum Kunstwerk: Wir suchen den Horizont. Der "Schwebende Horizont" von Klaus Heider leuchtet als blaue Linie über dem Altarraum. Die Teilnehmer/innen erkennen die Verbindungen der Arbeit zur 1. Station, der "Vertikalen" von Klaus Heider in der Kunsthalle. Der Horizont markiert die Grenze zwischen dem hier und dem dort, der Erde und dem Himmel; das Licht ist die Verkörperung des Geistigen und des Göttlichen. In einer gemeinsamen Diskussion über das Kunstwerk und diese Aspekte, haben die Teilnehmer/innen "Licht", "Raum" und "Unendlichkeit" als wichtige Themen in Klaus Heiders Kunst herausgearbeitet und eine Verbindung zwischen dem "Schwebenden Horizont" und der Kirche als Ort des Glauben erkannt.


Station: Ein gut bewachter Kunstschatz!

Wir haben viel gesehen, doch noch haben wir nicht das "größte" Kunstwerk gefunden. Können wir es noch finden, eingeschlossen hinter gläsernen Mauern, für wenige nur sichtbar und noch weniger berührbar? Um die Tür zu unserem Kunstwerk zu öffnen brauchen wir ein Codewort.

Aufgabe: Rätsel zum Ort: Das Kunstwerk ist sehr wertvoll und an einem gut bewachten Ort. Dort passt man auch auf ganz viel Geld auf. Wo ist das?

Rätsel zum Kunstwerk: Unser Codewort heißt wie ein Tier, das im Wald lebt und eine Krone trägt, auch wenn es kein König ist. Welches Tier ist das?

Ergebnis:

In der Stadtkirche hat die Gruppe einen Rätselfilm gefunden. Ein Stop-Motion-Film fragte nach dem Ort und nach einem Codewort.

Rätsel zum Ort: Kreissparkasse Göppingen.
Rätsel zum Codewort: Hirsch. Mit diesem Codewort haben die Teilnehmer/innen Einlass bekommen zum "Hirsch mit dem roten Schal" von F. Schwegler im Innenhof der KSK Göppingen.
Halb im öffentlichen Raum- halb in einem Geschäftsgebäude ermöglicht der Hirsch uns den Zugang zu einem Ort, an welchen wir sonst nicht kämen. Wir lernen den Hirsch als formschönen und listigen Begleiter der Kreissparkasse kennen. Die verspielte Figur steht im krassen Kontrast zur strengen Architektursprache. Ein Blick auf das Stadtwappen Göppingens, das ein Hirschgeweih zeigt, lässt die Teilnehmer/innen die Beziehung des Kunstwerkes von Fritz Schwegler zur Kreissparkasse Göppingen erkennen. Mit ihrer Heiterkeit, ihrer Absurdität und ihrem Witz sorgt die Skulptur dafür, dass hier einfach gestaunt werden kann.


Mission: 2. Mission: Art – Vier Künstler, vier Stile. Komm dem Künstler auf die Schliche.

Wir machen uns auf die Suche nach Kunstwerken in unserer Umgebung. Wir fragen nach ihrer Verbindung zur Stadt, nach den Künstlern und ihren verschiedenen Stilen. Wir denken über unser eigenes Verständnis von Kunst nach, wie die Werke auf uns wirken und was Kunst für uns bedeutet.
Ergebnis / Fazit:
Wir haben an vier Beispielen die Stile von Künstlern untersucht. Zwei Künstler hatten wir bereits gestern kennengelernt und heute unsere Kenntnisse erweitert. Aufgabe war es unter anderem den Stil der Künstler zu erkennen und zu begreifen, was genau Stil in der Kunst bedeutet. Diese Aufgabe wurde erfolgreich gelöst. Sie lernten wichtige Aspekte in der Kunst von so unterschiedlichen Künstlern wie Klaus Heider, Fritz Schwegler und Oskar Schlemmer kennen und diese zum Künstler wieder zurückzuführen.
Die Teilnehmer/innen haben durch die Auseinandersetzung mit den heute gesuchten Kunstwerken wichtige Begriffe wie Perspektive, Illusion, partizipative Kunst. Performance und Abstraktion näher kennengelernt. Sie haben heute das Rathaus und das Technische Rathaus als öffentlichen Raum kennengelernt, an dem auch Entscheidungen über die Gestaltung desselben getroffen werden. Die Teilnehmer/innen haben sich nach ihrer eigenen Möglichkeit an bürgerlicher Beteiligung gefragt. Die Teilnehmer/innen kommen zu dem Schluss, dass jeder den öffentlichen Raum der Stadt auf eine andere Weise wahrnimmt und somit auch Kunstwerke anders auf jeden wirken. An den heutigen Beispiel wurde deutlich, dass es jedoch immer wichtig ist, dass eine inhaltliche Verbindung von öffentlicher Kunst und dem Stadtraum besteht. Orte und ihre Kunstwerke können sich mit dem persönlichem Leben und individueller Geschichte verbinden lassen.

Station: Ein Schatz der Stadt

Unser Weg beginnt in der Kunsthalle Göppingen.
Doch, liebe Leute,
wohin geht die Reise heute?
Es gibt wieder viel Kunst zu endeckten,
hinter Toren und auch Hecken!
Also, an die Rätsel, aber fix,
denn aufhalten kann uns nix!

Der Weg führt uns zu einem Schatz, der viel mit Eurer Stadt zu tun hat – weiß und rein, leicht und hoch – von vielen erschaffen und einem gezeichnet.

Aufgabe: Rätsel zum Ort: Wo sitzen die Köpfe der Stadt? Setzt die Buchstaben hinter den richtigen Lösungen zusammen!

1. Piero Manzoni erschaffte ein mutiges und verrücktes Kunstwerk: eine Dose, die so viel kostet wie ein Gramm Gold. Niemand wusste was wirklich in der Dose war. Wie nannte er sein Werk?
A. Künstlerdose (L)
B. Künstlerkotze (G)
C. Künstlergold (A)
D. Künstlerscheiße (R)

2. Es gibt Kunst, die darf man nur betrachten, und es gibt Kunst, bei dieser darf man mitmachen. Wie nennt man diese Art Kunst?
A. Pop Art (F)
B. Theater (K)
C. Partizipative Kunst (A)
D. Kunst-Happening (H)

3. Wer malte die Mona Lisa – eines der berühmtesten Gemälde der Welt?
A. Leonardo das Vinci (T)
B. Vincent Van Gogh (U)
C. Piet Mondrian (G)
D. Casper David Friedrich (M)

4. Kunst im öffentlichen Raum kann vieles sein: eine Skulptur, ein Brunnen, ein Denkmal. Es kann aber auch ein Bild an der Wand sein. Wie nennt man diese Kunstform?
A. Wand-Tattoo (B)
B. Street Art (H)
C. Fresko (N)
D. Action Painting (M)

5. Es gibt noch keine Kunst aus Senf. Aber die Idee ist gar nicht so verrückt. Der Künstler Joseph Beuys hat bereits Kunst aus welchem Leben gemacht?
A. Spinat (P)
B. Fett (A)
C. Sushi (L)
D. Milch (P)

6. In welchem europäischen Land hat die Renaissance ihren Ursprung?
A. Griechenland (B)
B. Italien (U)
C. Polen (N)
D. Deutschland (L)

7. Wie nennt man die geweihten Heiligen-Tafelbilder in der Kirche?
A. Monstranz (V)
B. Reliquie (A)
C. Stillleben (T)
D. Ikone (S)

Frage zum Kunstwerk: Was kann "von vielen erschaffen und einem gezeichnet" bedeuten?

Ergebnis:

Rätsel zum Ort: Rathaus

Rätsel zum Kunstwerk: Das Kunstwerk ist nicht alleine von dem Künstler geschaffen worden, sondern er hat auch andere Menschen daran beteiligt. Göppinger Bürger entwarfen mit dem koreanischen Künstler Kyungwoo Chun eine temporäre Skulptur, die aus einer Performance in der Innenstadt Göppingens entstand. Sie zeichneten die Umrisse der Stadt Göppingen und zeichneten den für sie wichtigsten Ort ein. Mit ihren Zeichnungen wurden sie an einer Stele beteiligen. Die Skulptur, die so gemeinsam und im Laufe der Zeit entsteht, gibt Anlass zur Reflexion der Orte in der Stadt, die man mit einer Erinnerung verknüpft.


Station: Poetry Slam

An unserem nächsten Ziel erwartet uns ein alter Bekannter. Hier hat jede Geschichte zwei Seiten, beide voll Fantasie und Witz. Sinn oder Un-Sinn ist hier nicht die Frage. Die ganz alltäglichen Formen und Worte wollen uns entführen auf die Reise der Fantasie.

Aufgabe: Frage zum Kunstwerk: Er verbindet in seiner Kunst Alltägliches mit Absurdem. Welchen Künstler suchen wir? Löst die Puzzle, sie geben Euch einen entscheidenden Hinweis!

Ergebnis:

Fritz Schwegler. Die Teilnehmer/innen haben gestern schon sein Kunstwerk "Der Hirsch mit dem roten Schal" besucht. Hinter den gelösten Puzzlen versteckten sich Werke des Künstlers. Fritz Schwegler hat einen sehr charakteristischen Stil. Mit Hilfe der Puzzlebilder und kleiner Tipps, finden die Teilnehmer/innen heraus, dass der Urheber des "Hirschen mit dem roten Schal" gesucht ist. Am Beispiel von Fritz Schwegler erkennen sie zudem, dass es sich bei Stil um etwas ähnlichs wie die künstlerische Handschrift eines Künstlers handelt.


Station: Ein gedachter Raum

Nun suchen wir einen Raum, der nicht zu betreten aber gedanklich mit Leichtigkeit zu erreichen ist.

Aufgabe: Rätsel zum Ort: Entziffert den Code!

12-16-14-14-19 3-6-14 12-22-6-13-20-19-11-6-17 2-22-5 3-10-6 20-4-7-11-10-4-7-6
6-17 14-2-11-19 12-17-6-10-20-6 22-13-3 2-22-4-7 20-19-17-10-4-7-6

Rätsel zum Kunstwerk: Könnt ihr den Raum sehen? Ein Foto sichert Euch den nächsten Hinweis!

Ergebnis:

Rätsel zum Ort: Das Zahlenrätsel wird mit den 26 Buchstaben des Alphabet geknackt. Dabei sind jeweils zwei Buchstaben vertauscht.
Hinter den Zahlen verbirgt sich ein weiteres Rätsel:
Kommt dem Kuenstler auf die Schliche
Er malt Kreise und auch Striche
Wir haben Werke des Künstlers bereits bei der ersten Mission kennengelernt. Striche haben wir bei der "Vertikalen" und dem "Schwebenden Horizont" von Klaus Heider. Wir haben herausgefunden, dass Unendlichkeit ein wichtiges Thema bei Klaus Heider ist, zu finden in der Vertikalen als scheinbar unendlichen Linie und unerreichbaren und nie endenden Horizont. Der Kreis als ein Zeichen für Unendlichkeit findet sich auch in vielen Werken Klaus Heiders, wie wir bei näherer Auseinandersetzung mit seiner Kunst gesehen haben.

Klaus Heider ist damit der Künstler, der Kreise und Striche malt.

Rätsel zum Kunstwerk: Der Raum entsteht in Klaus Heiders Wandmalerei "Kunst" am Technischen Rathaus. Klaus Heider ruft durch Perspektive den Eindruck von Räumlichkeit hervor. Klaus Heider illusionärer, geometrischer Raum verweist auf einen gedanklichen Raum, der durch Kunst eröffnet wird. Die Wandmalerei täuscht einen geometrischen Körper – einen Raum vor. Das Technische Rathaus steht für Städtebau und Architektur – reale Räume, auf welche sich eine Arbeit im öffentlichen Raum stets bezieht.


Station: BAUe ein HAUS!

Unsere letzte Station ist lange schon verlassen. Es liegt ein Zauber über ihr. Um dies kleine Paradies zu ergründen, müsst ihr die gewohnten Wege verlassen.

Aufgabe: Rätsel zum Ort: Löst das Kreuzworträtsel! Das Lösungswort ist unser Passwort.

Fragen des Kreuzworträtsels:
1. Altmodisches Wort für Graffiti
2. Gestalt eines Menschen
3. Barbie...
4. Wen zeigt ein Porträt?
5. Körper und ...
6. Seitenansicht eines Gesichts
7. Gegensatz von Natur
8. Kunst im öffentlichen .....
Rätsel zum Kunstwerk: Was war dieser vewunschene Ort einst?

Ergebnis:

Rätsel zum Ort:
Antworten beim Kreuzworträtsel: 1. Wandbild / 2. Körper / 3. Puppe / 4. Mensch / 5. Geist / 6. Profil / 7. Technik / 8. Raum / Lösungswort: Schlemmer
Das Passwort bringt uns Schlüssel und Bilder, die uns den Weg weisen. Wir müssen den Bildern von Wegpunkten dafür folgen.

Rätsel zum Kunstwerk:
Im Garten der 1923 erbauten Märklin-Villa befindet sich ein Pavillion mit einem Wandgemälde von Oskar Schlemmer. Das Bild zeigt Menschen beim Schwimmen. In dem Garten findet man auch ein lange schon nicht mehr genutztes Schwimmbad. Diese Spuren verraten uns, dass dieser Ort einst ein Badehaus war.

Im Kreuzworträtsel haben wir wichtige Aspekte im Werk von Oskar Schlemmer kennengelernt. Bei der Betrachtung des Wandbild vertiefeten wir unser Wissen. Die Figuren im Wandbild wirken Puppen- und Maskenhaft. Die Figur im Raum war Oskar Schlemmers großes Thema. Schlemmer verzichtete bei seinen Figuren auf individuelle Attribute, die dem Einzelnen Identität verleihen. Oskar Schlemmers Leitbild ist der „Mensch als Maß und Mitte“. Die Bauhausidee will Technik und Kunst miteinander verschmelzen. Im Bild spiegelt sich auch der Körperkult der zwanziger Jahre wieder, die Hinwendung zu einem neuen Lebensgefühl, in dem Organismus und Geist einheitlich zusammenwirken. Sein Thema war auch hier das Gesamtkunstwerk, in dem sich die Gesetze des Raumes und das Maß des Menschen begegnen.


Mission: 3. Mission: City – Orte und Nicht-Orte in der Stadt. Erobere die Säulen!

Mit einem Kunstwerk im öffentlichen Raum wird ein Platz zu einem Ort. Es gibt aber auch Plätze in einer Stadt, die Nicht-Orte sind. Was genau das bedeutet, was ein Nicht-Ort ist und was das mit Kunst zu tun hat, ist das heutige Thema. In diesem Zusammenhang wird auch die Gestaltung des öffentlichen Raums untersucht und mit einer eigenen Platzgestaltung für einen Mittag auf den Kopf gestellt.
Ergebnis / Fazit:
Wir haben am Beispiel des "Strudels" von Stefan Rohrer herausgefunden, dass Kunst einem gesichtslosen Funktionsort Identität verleihen kann. Dabei können auch Materialien aus dem Alltag mit verführerisch-schönem Auftritt den öffentlichen Raum erobernen. Dieses Wissen haben die Jugendlichen anschließend in der Praxis eingesetzt und mit einer eigenen künstlerischen Aktion in die Gestaltung des öffentlichen Raums eingegriffen. Mit ihrer temporären Installation aus knallig-bunten Absperrbändern verwandelten die Jugendlichen einen grauen, trostlosen Platz - einen Nicht-Ort ohne Relation, Identität oder Geschichte - für einen Tag in einen künstlerisch gestalteten Raum. Kunst im öffentlichen Raum kann verschiedene Funktionen haben, beispielsweise an einem Ort wie der geometischen Fläche an der Göppinger Poststraße die Aufmerksamkeit auf stadtplanerische Fragen lenken. Mit der Unterstützung der Künstlerin Kathleen Jahn setzten die Jugendlichen ihre temporäre Intervention ins Bild, dabei probierten sie die unterschiedlichsten Perspektiven aus.

Station: Strudel

Unser Weg führt uns zu einer besonderen Insel, die nicht von Wasser umgeben ist. Etwas Blaues gibt es trotzdem. Welche Idee steckt hinter dem Inselbewohner?

Aufgabe: Wie zeichnet man Geschwindigkeit? Probiere es selbst aus! Die Lösung bringt Euch nicht nur den Koordinaten des gesuchten Kunstwerks, sondern verrät Euch bereits etwas über die Arbeit.

Ergebnis:

In gemeinsamer Auseinandersetzung mit der Verkehrsinsel haben wir herausgefunden, dass dieser Ort weder eine Identität, noch Geschichte oder eine Beziehung zu seiner Umgebung hat. Erst die Skulptur "Strudel" von Stefan Rohrer macht aus der Verkehrsinsel einen Ort. Eine blaue Autokarosserie schraubt sich eindrucksvoll in die Höhe und scheint die Bodenhaftung zu verlieren. In Stefan Rohrers Arbeiten spielen sich Verwandlungsprozesse und damit verbunden Bewegung, Veränderungen und Neugestaltungen ab. Die Autokarosserie, ihrer Alltagsaufgabe entzogen, verwandelt sich im Moment ihrer Zerstörung in eine autonome Form. Die schwungvoll-verführerische Skulptur feiert den Rausch der Geschwindigkeit und veranschaulicht zugleich deren zerstörerische Gewalt. Stefan Rohrer möchte in seinen Skulpturen die alltäglichen Gefahren und Katastrophen in ihrer vollen Schönheit erfassen.


Station: Absperrband-Fiasko

Unser nächstes Ziel ist ein eintönig grauer Platz, der als geometrische Fläche zwischen Lidl, Intersport und Volksbank an der Göppinger Poststraße angelegt wurde. Wie kann einem solchen Nicht-Ort ohne Namen Identität verleihen?

Aufgabe: Erobert die Säulen! Werdet kreativ und gestaltet mit den Absperrbändern euer eigenes knallig-buntes Werk im öffentlichen Raum.

Ergebnis:

An unserem Ziel haben wir die Künstlerin und Fotografin Kathleen Jahn getroffen und ganz kurz über die ästhetischen Eigenschaften des Platzes gesprochen. Die Jugendlichen beschrieben den Platz als grau, kalt und langweilig. Mit einer eigenen temporären Installationen aus knallig-bunten Absperrbändern machten die Jugendlichen den kaum beachteten Platz wahrnehmbar. Sie spannten die Plastikbänder von Laternenpfosten zu Laternenpfosten. Die Jugendlichen achteten darauf Verstrebungen zu schaffen und die acht Farben gleichmäßig zu verteilen. Die Gruppe arbeitete völlig selbstständig und die Teilnehmer/innen unterstützten sich gegenseitig bei allen Arbeitsschritten. Die künstlerische Platzgestaltung faszinierte durch strahlende Farben, spannende Formen, den Kontrast zwischen bunten Bänder, blauem Himmel und der grauen Architektur und die Lichtreflexionen auf den flatternden Bändern.


Station: Neue Perspektiven

Die Göppinger Künstlerin und Fotografin Kathleen Jahn unterhält ein HABITAT in Göppingen, welches ein Raum zwischen Atelier, Hotel, Museum und Werkstatt ist. Hier überschneiden sich Konnotationen des öffentlichen Raumes. Mit der Unterstützung von Kathleen Jahn erlernen die Jugendlichen einen künstlerischen Blick auf den urbanen Raum durch die Linse der Kamera.

Aufgabe: Setzt die fertige Platzgestaltung fotografisch ins Bild. Wagt dabei auch neue ungewöhnliche Perspektiven!

Ergebnis:

Die künstlerische Platzgestaltung auf Zeit, diente den Jugendlichen als Motiv für den anschließenden kurzen Fotografie-Workshop mit Kathleen Jahn, bei welchem aus den unterschiedlichsten Perspektiven fotografiert wurde. Die Teilnehmer/innen probierten neue Darstellungsweisen: knappe Ausschnitte, Kontraste, Unter-und Aufsichten und zentrale Fluchtpunkte. In ihren Aufnahmen gewinnen die Absperrbänder eine starke bildliche Präsenz und das Spiel von Form, Farbe, Licht und Schatten wird eingefangen.

Im Anschluß besuchten wir das Habitat von Kathleen Jahn. Hier lernten die Jugendlichen nicht nur einen alternativen Ausstellungsraum kennen, sondern erfuhren auch mehr über die fotografische Arbeit von Kathleen Jahn, zum Beispiel über die Motivwahl und die Ideen hinter den Bildern.