Bündnis-ProjekteWir bilden Deutsch=LandBedienungsanleitung

Anmelden

Fluchtwelten – Görlitz/Zgorzelec 4.0

Fluchtwelten – Görlitz/Zgorzelec 4.0

Schon die 2. Runde!

In den Herbstferien beschäftigen Jugendliche der 8. und 9. Klassen mit dem Themenkomplex Flucht und Vertreibung. Zunächst erkunden sie, was sich zu unterschiedlichen Zeiten in Görlitz und Zgorzelec abgespielt hat. Von großer Bedeutung sind die Begegnungen mit Zeitzeugen aus Polen, Deutschland und Syrien. Nachdem sie eine eigene Mission erstellt haben besuchen sie den Tränenpalast in Berlin.

Adresse:Fluchtwelten – Görlitz/Zgorzelec 4.0

02826 Görlitz
Sachsen
E-Mail:
Telefon:
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Sylvia Wackernagel
Das Projekt wurde am beendet.

Unsere Bündnispartner

Oberschule Innenstadt Görlitz

Tierra e. V.

Unsere Missionen

Mission: Tag 1 - Was hat Griechenland mit der Migrationsgeschichte unserer Region zu tun?

Wir gehen auf Spurensuche in die Vergangenheit. Im letzten Jahrhundert kamen etwa 15.000 Griechinnen und Griechen nach Görlitz. Warum das so war, erfahrt Ihr, wenn ihr Euch auf den Weg macht. Begebt Euch zur ersten Station.
Ergebnis / Fazit:
In der ersten inhaltlichen Mission des Projekts "Fluchtwelten - Görlitz/Zgorzelec 4.0" lernten wir Orte kennen, die in Zusammenhang mit der griechischen Fluchtgeschichte stehen - und das in unmittelbarer geografischer Nähe. WOW!
Die Mission führte uns über die Altstadtbrücke zum Bulwar Grecki, einem Gedenkstein und der griechisch-orthodoxen Kirche, welche heute von einem polnisch-orthodoxen Pfarrer betreut wird. Dieser nahm sich extra Zeit für uns und lud uns zu einem Gespräch in die kleine Holzkirche ein.

Station: Tag 1, Station I

Wenn ihr denn Koordinaten gefolgt seid, dann steht ihr jetzt auf dem Bulwar Grecki in Zgorzelec?! Was heißt das übersetzt? In welchen Sprachen steht die Inschrift auf dem Gedenkstein? Findet die deutsche Übersetzung dazu und beantwortet die erste Frage:

Aufgabe: Warum kamen Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts etwa 15.000 Griechinnen und Griechen nach Zgorzelec?

Ergebnis:

Auf dem Gedenkstein steht in griechischer und polnischer Sprache:

"Griechischer Boulevard
Name wurde 1995 gegeben

Auf diesem Boulevard haben sich am Ende der vierziger Jahre Griechen niedergelassen, die wegen des Bürgerkriegs Griechenland verlassen haben. Sie kamen nach Zgorzelec, ihrer neuen Heimat gekommen.
Die nahe gelegenen Straßen Daszyńskistraße und Warszawskastraße waren griechische Enklaven.

Unweit davon wurde für sie ein
Altenpflegeheim, die Behindertengenossenschaft „Delta“ und ein Kinderheim erbaut.

60 Jahre Griechen in Polen
Griechen und ihre polnischen Freunde
Zgorzelec, 12. September 2008"


Station: Tag 1, Station I - Gruppenaufgaben

Es gilt jetzt, gemeinsam die Buchstaben für das Lösungswort des Tages heraus zu finden! Löst die Aufgaben und notiert die Lösungsbuchstaben!

Aufgabe: 1. Wie oft seht Ihr den Schriftzug "Bulwar Grecki" auf Straßenschildern? Die Anzahl steht für die Position des Buchstabens im deutschen Alphabet.

2. Wann wurde der Gedenkstein errichtet? Bildet die Quersumme aus der Jahreszahl. Als römische Zahl entspricht die Quersumme welchem Buchstaben?

3. Welche der folgenden Einrichtungen wurde auf dem Stein NICHT genannt?

S - Altenheim
T- Behinderten Genossenschaft
U – Lazarett

Ergebnis:

Die Lösung wurde als Stationsergebnis hochgeladen.


Station: Weg zur Station 2

Auf zur nächsten Station!
Als mehrere Tausend Griechen kurz nach dem 2. Weltkrieg vor dem griechischen Bürgerkrieg nach Zgorzelec flohen, wurden sie Teil des Lebens dieser Stadt. Wie konnten sie ihre kulturelle Identität bewahren und leben? Was machte ihr Dasein eigentlich mit der bereits ansässigen polnischen (Mehrheits-)Bevölkerung? Wie gingen sie miteinander um? Wie dachten sie übereinander? Und was ist heute von dieser Erfahrung geblieben? Auch wenn die meisten Griech*innen in den 1970/80er Jahren nach Griechenland zurückkehrten, hat Zgorzelec noch heute die größte griechische Gemeinde Polens.

Vielleicht sind dies bereits einige Anregungen für Eure Fragen an den Pater Marek Bonifatiuk . Er ist Priester in der an der griechisch/polnisch-orthodoxen Kirche von Zgorzelec, auch Cerkiew Świętych Konstantyna i Heleny genannt.

Aufgabe: Bitte überlegt euch unterwegs pro Gruppe mindestens drei Fragen, die ihr dem Priester stellen wollt. (Notiert sie auf einem Blatt!) Sie können auf die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft gerichtet sein. Lasst Euch etwas einfallen, denn so eine Gelegenheit ergibt sich nicht alle Tage, o.k.?!

Ergebnis:

Viele unterschiedliche Fragen wurden gefunden: Wie lebten die Griech*innen in Polen? Wurden sie von den polnischen Bürger*innen akzeptiert? Was ist heute von dieser Erfahrung geblieben? Dürfen Lesben und Schwule in die orthodoxe Gemeinde eintreten? Welche Kleidung tragen orthodoxe Paare bei ihrer Hochzeit? ...


Station: Tag 1, Station 2

Wir befinden uns an der griechisch/polnisch-orthodoxen Kirche von Zgorzelec, auch Cerkiew Świętych Konstantyna i Heleny genannt. Obwohl seit über 50 Jahren Griechen in Zgorzelec präsent sind und das kulturelle Leben bereichern, wurde sie erst 2002 errichtet.

Aufgabe: Bitte fasst die für Euch wichtigsten Informationen zusammen, die Ihr in Eurem Gespräch mit dem Pfarrer erfahrt. Vielleicht wird er erzählen, in welchen Sprachen die Messe abgehalten wird und wie viele Mitglieder die Gemeinde heute noch hat. Gibt es für Euch sonst auch neue Informationen, die Ihr nicht erwartet hättet? Was lernt Ihr daraus für das Thema Flucht?

Ergebnis:

Der Pfarrer der orthodoxen Kirche in Zgorzelec hat hast eine Stunde lang über das orthodoxe Leben in Zgorzelec erzählt und Fragen der Projektteilnehmer*innen beantwortet. Die Antworten waren zum Teil so komplex, dass sie nicht digital festgehalten wurden. Es gab mehrere wichtige Erkenntnisse, wie z.B.:
- heute leben nur noch wenige Griech*innen in Zgorzelec
- in die orthodoxe Gemeinde nach Zgorzelec kommen auch Menschen aus Görlitz, insbesondere der russisch-orthodoxen Community
- der Pfarrer würde persönlich keinem Menschen, egal welcher Herkunft und Geschlechtszugehörigkeit, den Zutritt verwehren; verheiraten darf er kirchenrechtlich gesehen keine schwulen oder lesbischen Paare
- Menschen dürfen mehrmals kirchlich heiraten, doch nur beim 1. Mal dürfen sie die für die orthodoxe Trauung üblichen Kronen tragen
- es ist wichtig miteinander zu reden, um Vorurteile abzubauen
- die religiöse Minderheit der griechisch-, polnisch- und russisch-orthodoxen Gläubigen in Zgorzelec hatte keinen leichten Start - der Bau der Kirche wurde erst spät gewährt; sie konnte erst 2001-02 mit Unterstützung der griechischen Gemeinde von Zgorzelec errichtet werden


Station: Tag 1, Station2, Foto

Schaut Euch genau um und versucht, das vor Euch stehende Bauwerk mit seinen Details zu erfassen.

Aufgabe: Macht ein Foto von der Kirche!

Ergebnis:

Nach dem Besuch in der Kirche haben wir sie noch einmal von außen betrachtet.