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Berlin ABC

Berlin ABC

Berlin ABC - ein Geocaching-Projekt für Willkommensschüler/-innen

Das Projekt stärkt die kulturellen Kompetenzen und die Sprachschatzerweiterung der Teilnehmer/-innen. 12-jährige Jugendliche cachen in der Reihenfolge des Alphabetes Orte in Berlin und führen darauf bezogene Aufgaben durch. Durch diesen Ansatz vertiefen wir die Sprache in besonderer Weise. Die kreativen Aufgaben ermöglichen es ihnen, sich ihre "neue" Lebenswelt Berlin nachhaltig selbst anzueignen und befähigen sie, in Zukunft bei diesem Thema besser mitreden zu können.

Adresse:JOLIBA - Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V.
Görlitzerstraße 70
10997 Berlin
Berlin
E-Mail:projektbuero(at)joliba.de
Telefon:03069569144
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Katharina Oguntoye

Unsere Bündnispartner

18591km e.V.

Der Verein realisiert urbane Kunstaktionen, Solievents, Ausstellungen, Workshopreihen und Internetaktionen zur Förderung des globalen Denkens.

Freunde der Friedenauer Gemeinschaftsschule e.V.

Die Freunde der Friedenauer Gemeinschaftsschule e. V. sind der Förderverein der Friedenauer Gemeinschaftsschule. Der Verein unterstützt seit 1985 jährlich für ca. 600 Schüler unterrichtliche und ander...

Unsere Missionen

Mission: A B C D

In unserer ersten Mission befassen wir uns mit herausragenden Sehenswürdigkeiten, berühmten Gebäuden, historischen Gedenkorten und erfahren etwas über einen Menschen, der Geschichte schrieb.


Ergebnis / Fazit:
Erstaunlich war, wie dicht die Sehenswürdigkeiten in Berlin beianander liegen und wir haben auch darüber gestaunt, wie viele Menschen unterwegs sind, um sich Berliner Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Mit einigen haben wir uns unterhalten. Und das könnt ihr hier betrachten.

Bei unserer Schatzsuche konnten wir uns darüber versichern, dass es in Berlin ein Tiergibt, das alle innig lieben. Der Bär. Man kann ihn an verschiedenen Orten immer wieder begegnen. Wir haben ihn in vielfacher Ausführung fotografiert und in unser Spiel eingebaut.

Station: Adlon

Das Hotel wurde 1905 – 1907 im historischen Stadtviertel Dorotheenstadt erbaut. Damals war Wilhelm II. noch Kaiser des Deutschen Reiches. Hotels galten als Orte des Luxus. Sie boten auch Raum für privates Vergnügen: wie Spielezimmer, Rauchersalons, Bibliotheken und Cafés.

In Paris und London gab es das Ritz, in Sankt Petersburg das Hotel Astoria, in Wien das feudale Hotel Imperial.

Durch den 2.Weltkrieg wurde Hotel Adlon zerstört und erst nach der Wende wieder aufgebaut.

Aufgabe: Findet Legenden zum Adlon-Hotel heraus? Was euer Erzähler wohl darüber weiß?

Ergebnis:

Wir haben das Hotel nicht nur von Außen betrachtet, sondern sind auch hinein gegangen. Die Lobby ist mit einem Elefantenbrunnen ausgestattet und verbreitet eine sinnliche und sehr entspannte Atmosphäre. Kein Wunder, dass man sich früher hier traf.

In den Jahren zwischen den beiden Kriegen war das Adlon ein beliebter Trefffpunkt. In den Salons haben Intelektuelle, Kulturschaffende, feine Herren und Damen Feste gefeiert. Zu den berühmten Gästen des Hotels zählen: Kaiser Wilhelm II, der Zar von Russland, Maharradscha von Patiala, Thomas Alva Edison, Henry Ford, John D. Rockefeller, Charlie Chaplin, Marlene Dietrich. Berühmte Künstler/-innen wie: Brad Pitt, Angelina Jolie, Renee Zellweger and Penelope Cruz, Ashton Kutcher, Demi Moore, Michael Jackson zählen zu seinen Gästen.
Wir haben Menschen befragt, was sie über das Adlon wissen. Das zeigen wir euch in unserem Video.
https://www.youtube.com/watch?v=rLY3Sc9MMww


Station: Brandenburger Tor

Der heutige Pariser Platz lag ehemals am Stadtrand Berlins in der sogannten Dorotheenstadt. 1734 wurde hier ein erstes Stadttor gebaut. Heute ist es ein bekanntes Wahrzeichen und nationales Symbol vom Typus der "Triumphtore".

Aufgabe: Was könnt ihr noch über das Brandenburger Tor herausfinden? Fragt herum. Fragt den Erzähler.

Ergebnis:

Am Pariser Platz, ehemalige Dorotheenstadt, wurde 1734 ein erstes Stadttor errichtet. Erst 1788 bis 1791 entstand auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. durch den Architekten Carl Gotthard Langhan nach Vorbild der griechischen Akropolis ein bekanntes Wahrzeichen und nationales Symbol im frühklassizistischen Baustil. Das Triumphtor von Berlin. Der zwischen der Berliner Festungsmauer und dem Großen Tiergarten gelegene Stadtteil hieß damals "cöllnisches Vorwerk" oder auch "Neustadt". Friedrich Wilhelm schenkte ihn 1670 seiner zweiten Gemahlin, die Dorothea Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg hieß. 1681 wurde der Stadtteil zu Ehren der Kurfürstin in Dorotheenstadt umbenannt.

Die Quadriga stammt von 1793 (Johann Gottfried Schadow). Sie stellt eine geflügelte Friedensbringerin dar, Eirene – die Friedensgöttin. Das Relief heißt "Der Zug der Friedensgöttin".

1806 als Preußen im Krieg gegen Napoleon verlor, wurde die Quadriga nach Paris verschleppt. Doch wurde sie bereits 1814 schon wieder zurückgebracht.

Viele wichtige Ereignisse der Geschichte Berlins, Deutschlands, Europas und der Welt des 20.Jahrhunderts sind mit dem Brandenburger Tor verbunden. Der Ort ist von überragender Bedeutung und wird für Großveranstaltungen wie Kundgebungen, Silvesterfest, Fanmeilen, etc. genutzt.

Auch hier haben wir ein Video gemacht und hier ist der Link dazu.

https://www.youtube.com/watch?v=_h-TUsVMt3I



Station: Checkpoint Carlie

Ihr seid an einer berühmten Gedenkstätte, sie zählt zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Ihren Namen erhielt sie nach dem dritten Buchstaben des internationalen Buchstabieralphabetes. (Alpha, Bravo, Charlie...)

Dieser Grenzübergang zwischen BRD und DDR durfte nur von allierten Militär- und Botschaftsangehöigen und Ausländern zum Passieren der Mauer benutzt werden.

Der Ort ist ein Schauplatz spektkulärer Fluchten aus dem damaligen Ost-Berlin. Vom Westen war er niemals als Staatengrenze anerkannt worden.

Ailierter Kontrollstützpunkt, Mauermuseum, Freilichtgalerie

Aufgabe: Findet Informationen über den Ort heraus.

Ergebnis:

Was für eine Geschichte war das denn? Es gab einmal eine Mauer. Heute sieht man so gut wie nichts mehr davon. Spione gab es und Leute, die berühmt wurden, weil ihnen die Flucht gelang und andere, die berühmt wurden, weil sie bei der Flucht erschossen wurden.

Das ist eine schauderhafte Geschichte und uns fällt es schwer, uns dies vorzustellen.

Jedenfalls gibt es noch mehrere Orte in Berlin wo man sich mit der DDR-Zeit beschäftigen kann: zunächst der Gedenkort Bernauer Straße, dann in Neukölln Nähe Grenzallee, die East-Side Gallery.

Wir haben auch hier einen kleinen Film gedreht. Schaut ihn euch an.

https://www.youtube.com/watch?v=7UO4-TX85VI


Station: Rudi-Dutschke Straße

Die Straße ist nach dem Wortführer der Studentenbewegung der 1960er Jahre in West-Berlin und in Westdeutschland benannt.

Aufgabe: Wer war Rudi-Dutschke und was war damals los? Fragt den Erzähler.
Fotografiert das Axel-Springer-Gebäude.

Ergebnis:

Rudolf Dutschke ist ein wichtiger Vertreter der Studentenbewegung der 1960er Jahre in West-Berlin und in Westdeutschland. Er gilt als Wortführer. Im Jahr 1968 erlitt er ein Attentat in dessen Folgen er 1979 starb.

Alfred Willi Rudolf Dutschke lebte in Ost-Berlin. Er trat 1957 öffentlich gegen die Militarisierung der DDR-Gesellschaft und für Reisefreiheit ein. Am 13. August 1961, dem Tag des Baus der Berliner Mauer, beantragte Dutschke im Notaufnahmelager Marienfelde in West-Berlin ein Notaufnahmeverfahren als politischer Flüchtling und beging damit „Republikflucht“ aus der DDR.

Rudi Dutschke arbeitete als Journalist. Er gab Zeitschriften heraus. Seine Themen waren Kritik am Kapitalismus, Probleme der 3. Welt, neue politische Organisationsformen.

Dutschkes Ziel war die „Abschaffung von Hunger, Krieg und Herrschaft“ durch eine „Weltrevolution“.

Die Straße liegt im sogenannten Zeitungsviertel. Hier hat die Tageszeitung taz ihre Redaktion und der Axel-Springerverlag einen großen Firmensitz. Und wir haben Skulpturen entdeckt. Die zeigen wir euch in unserem Video. Warum genau die hier stehen müssen wir noch herausfinden.

https://www.youtube.com/watch?v=m5nACnRuHYM


Mission: E F G

Berlin ist eine großflächige Stadt, in der sich viele unterschiedliche kleinere Zentren gebildet haben. Eines davon liegt in Schöneberg. Berlin hat sich auch als Stadt der Wissenschaft einen Namen gemacht. Der Sache gehen wir heute nach. Wir begegnen aber auch wieder der Geschichte und treffen auf eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Und ständig begegnet man ihm wieder, dem Tier in das die Berliner offenbar vernarrt sind.
Ergebnis / Fazit:
Diese Mission war einfach nur großartig. Dimensionen nennt man das. Hoch, höher, am höchsten. Eine andere Kategorie ist: alt, älter, noch älter, am ältesten. Und wir sind mittendrin - lebendig und heute.

Station: Eisenacher Straße + Fernsehturm

Die Straße wurde am 11. März 1887 nach einer Stadt in Thüringen benannt. Sie führt von der Kleiststraße bis zur Hauptstraße. Mehrere Mietshäuser in der Straße stehen unter Denkmalschutz. Bis 1962 gab es eine Linie der Berliner Straßenbahn. Sie fuhr den Abschnitt zwischen der Hauptstraße und der Belziger Straße. Hier gehen Berliner*innen bummeln.

Aufgabe: Biegt an Apostel-Paulus-Straße links ab und geht in Richtung Akazienstraße. Es kommt eine Kirche. Findet heraus wie sie heißt und ob und wie sie benutzt wird. Filmt dabei.

Ergebnis:

Der U-Bahnhof Eisenacher Straße ist eine Station der Linie U7 der Berliner U-Bahn. Der Bahnhof liegt an der Kreuzung Grunewald-/Eisenacher Straße im Ortsteil Schöneberg. Er entstand zwischen 1968 und 1970 nach Plänen Rainer G. Rümmlers. Damals wurde die U7 Richtung Nordwesten verlängert. Eröffnung war am 29. Januar 1971.

In diesem Stadtzentrum gehen Berliner*innen in der Goltzstraße und in der Akazienstraße bummeln. Auf einander gegenüberliegenden Ecken gibt es je einen Copyshop. Und ihr steht die imposante Apostel-Paulus-Kirche.

Apostel-Paulus-Kirche

Die Apostel-Paulus-Kirche in der Akazienstraße im Berliner Ortsteil Schöneberg ist ein neogotischer Backsteinkirchenbau. Sie entstand von 1892 bis 1894 am damaligen Prinz-Heinrich-Platz nach Entwürfen des Königlichen Baurats Franz Schwechten. Am 29. Dezember 1894 wurde die Kirche eingeweiht. Die Kirche in historisiertem gotischen Stil, an märkische Tradition erinnernd, steht unter Denkmalschutz. Die Kirchengemeinde Apostel Paulus ist evangelisch.

An der Verbindungsstraße von Berlin nach Potsdam lagen die Dörfer Alt-Schöneberg, das Dorf 1858 schon 6.929 Einwohner hatte und Neu-Schöneberg, das 1858 erst 773 Einwohner hatte. 1875 wurden beide Dörfer zur selbstständigen Landgemeinde Schöneberg vereinigt. 1895 wohnten hier bereits 62.695 und bis 1919 175.093 Menschen.

Im Park bei der Kirche gibt es auch einen Spielplatz. Da haben sich einige von uns ein wenig vergnügt.

https://www.youtube.com/watch?v=CVF_98tcsd4


FERSEHTURM

Dieses war unsere nächste Station. Irgendetwas ist dabei aber schief gelaufen und so können wir die Station nicht veröffentlichen. Deswegen fügen wir die Ergebnisse unter Eisenacher Straße ein, denn schließlich war der Fernsehturm das tollste Erlebnis überhaupt und darf deswegen nicht draußen bleiben.

Mit 368 Metern ist er das höchste Bauwerk Deutschlands sowie das vierthöchste freistehende Bauwerk Europas. Er war im Jahr der Fertigstellung 1969 der zweithöchste Fernsehturm der Welt und zählt mit über einer Million Besuchern jährlich zu den zehn beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland.

Im Internationalen Stil 1965 bis 1969 von der Deutschen Post der DDR auf einer Freifläche zwischen dem Marx-Engels-Forum und dem Alexanderplatz errichtet. Die Eröffnung war am 3. Oktober 1969.
Das Bauwerk ist über 220 Meter höher als der alte Berliner Funkturm aus den 1920er Jahren im Westteil der Stadt. Das Wahrzeichen ist die weithin sichtbare Landmarke und prägt die Skyline der Stadt.


Wir sind hochgefahren und haben die Aussicht auf Berlin von oben genossen. Das war ein cooler Blick auf ein riesiges Häusermeer, Wasserstraßen, Brücken und vieles mehr. Wir fühlten uns dem Himmel so nah wie noch nie zuvor. Es gab sogar einen Fahrstuhlführer, der uns lustig unterhalten hat auf der rasanten Fahrt nach oben.

Wir haben erfahren, dass der Fernsehturm ein Standort für mehrere Rundfunksender für Hörfunk und Fernsehen ist. Als markantes Bauwerk ist er auch ein Symbol. Zwei Jahrzehnte lang war er das nationale Symbol der DDR. Im wiedervereinten Berlin ist er heute ein gesamtstädtisches Symbol und wird international mit Berlin und Deutschland identifiziert. Er erhielt 1979 in der DDR den Denkmalstatus, der nach der deutschen Wiedervereinigung fortgeschrieben wurde.

Zu unserem Video auf demFernsehturm geht es hier:

https://www.youtube.com/watch?v=a5EgX3QFeoI


Station: Gendarmenmarkt

Prachtplatz

Er gilt als schönster Platz Berlins. Manche sagen sogar Europas. Er liegt in der historischen Mitte von Berlin und ist 3,3 Hektar groß.

Der vielfältigste und exklusivste Platz bietet Restaurants und Cafés, luxuriöse Geschäfte und Boutiquen. Er liegt in der Nähe der Shopping-Meile Friedrichstraße. Über eine Million Besucher tummeln sich hier jährlich. Das Konzerthaus lockt Kultur-Liebhaber an. In den namhaften Hotels, renommierten Banken und Kanzleien gehen internationale Geschäftsleute ein und aus.

Aufgabe: An diesem Ort mit den tollen Prachtbauten könnt ihr tief in die Geschichte Berlins eintauchen. Fragt die Besucher des Ortes was sie über den Platz erzählen können.

Ergebnis:

Nach unserem Besuch auf dem Fernsehturm sind wir zu diesem schönen Platz gefahren auf den wir kurz zuvor noch von oben herab geblickt haben. Der Platz ist so üppig und prächtig, aber leider konnten wir ihn gar nicht richtig sehen, denn es ist gerade Weihnachtsmarkt dort.

Wir haben erzählt bekommen, dass der Platz für die Berliner Geschichte sehr wichtig ist. Kein Wunder, er liegt ja auch Mitten in der Stadt.

Wir haben uns mit zwei Frauen unerhalten. Was sie uns über den Gendearmenmarkt erzählt haben, zeigen wir euch hier. Über die Kartoffelrevolution wussten sie aber nichts zu sagen. Scheint ein verborgenes Kapitel der Berlin-Geschichte zu sein. Ein Geheimnis, dass es noch zu lüften gilt.

Zu dem Interview mit zwei Passantinnen geht es hier: https://www.youtube.com/watch?v=IHidkEkTlc0

Es ist super interessant mehr über den Platz zu wissen, darum haben wir ein paar Angaben zu seiner Geschichte hier zusammengestellt.

Entstanden 1688 nach Plänen von Johann Arnold Nering als Teil der Friedrichstadt, die Kurfürst Friedrich III., der spätere König Friedrich I. in Preußen, Ende des 17. Jahrhunderts anlegen ließ. In der Gegend siedelte sich ein Großteil der französischen Einwanderer (Hugenotten) an, denen der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg mit dem Edikt von Potsdam im Jahr 1685 den Schutz ihrer religiösen Freiheit und volles Bürgerrecht zugesichert hatte.

Die lutherischen als auch die französisch-reformierten Gemeinden erhielten je eine Stelle auf dem Platz zum Kirchenbau zu: im Norden für die Französische Friedrichstadtkirche und im Süden für die Deutsche Kirche. Beide Kirchenbauten entstanden nach 1701 zunächst ohne die später angebauten Türme.

Ursprünglich als Markt angelegt, hieß der Platz im 17. Jahrhundert Linden-Markt, im 18. Jahrhundert bis 1786 Mittelmarkt oder Friedrichstädtischer Markt, danach Neuer Markt. 1799 erhielt er den Namen Gendarmenmarkt in Erinnerung an die Stallungen des Kürassierregiments der Gens d’armes, die der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. 1736 hier errichten ließ. Um den Platz herum standen die Wohnhäuser hoher Beamter des Königs, staatliche Behörden und bedeutende Hotels, darunter das Hotel de Brandebourg.

Das Konzerthaus Berlin bildet den Mittelpunkt dieses einmaligen Platzensembles. Zuerst war dies ein kleines französisches Komödientheater, ab 1800–1802 ein neues Nationaltheater mit 2000 Sitzplätzen, das 1817 abbrannte. Das königliche Schauspielhaus wurde hernach im Jahr 1821 fertiggestellt (Karl Friedrich Schinkel). Dieses hieß nach seinem Wiederaufbau nach Kriegszerstörungen ab 1950 Schauspielhaus.

Der Gendarmenmarkt war Ort wechselhaften politischen Geschehens in Berlin. Die kündigte sich schon 1847 Kartoffelrevolution an, einen Aufruhr gegen gestiegene Lebensmittelpreise, Vorläufer der Revolution von 1848/1849. Viele Gefallenen der Märzrevolution von 1848 wurden auf den Stufen des Deutschen Doms feierlich aufgebahrt. Ab September 1848 tagte die Preußische Nationalversammlung mehrere Wochen im Großen Saal des Schauspielhauses.

Vor dem Schauspielhaus stand einmal ein Denkmal für Friedrich Schiller. Der Baubeginn datiert auf 10. November 1859 anlässlich des 100. Geburtstags des Nationaldichters, zwölf Jahre später fand die Einweihung statt. Zwischen 1871 und 1936 hieß dieser Teil des Gendarmenmarkts Schillerplatz.

Im Jahr 1936 wurden das Schillerdenkmal entfernt sowie die gärtnerischen Schmuckanlagen vor dem Schauspielhaus beseitigt und durch ein großflächiges Muster quadratischer Platten ersetzt,

Stellvertretend für die Stauen, die wir auf dem Platz nicht fotografieren konnten, zeigen wir euch eines von den tausend anderen, die man an allen möglichen Stellen in Berlin bewundern kann.


Mission: H I J K

Die beiden Städte Berlin und Kölln wurden auf Talsandinseln in der Spree gegründet. Der Fluss spielte für die ehemalige Doppelstadt eine wichtige Rolle. Die mittelalterlichen Handelsstädte Berlin und Kölln verdanken ihrer Lage am Wasser Sicherheit und wirtschaftliches Aufblühen. Auch sind ihre bauliche und historische Entwicklung eng mit der Spree verbunden.

Die Spree war Verkehrsweg und Warenumschlagplatz. Es wurde auch Energie durch den Fluss erzeugt. An den Ufern wurde Wäsche gewaschen. Es gab Flussbadeanstalten, in denen die Berliner gebadet haben.

Das Zentrum der Spreeinsel war ehemals der herrschaftliche Hoheitsbereich. Damit gehört es zu den bedeutenden Schauplätzen deutscher Geschichte. Hier befand sich fast 500 Jahre lang das Berliner Stadtschloß. Es war die Residenz der brandenburgischen Kurfürsten, der preußischen Könige und der deutschen Kaiser.

Los geht´s. Wir lernen das nun kennen.
Ergebnis / Fazit:
Ab der dritten Mission sind wir so richtig in die Geschichte Berlins abgetaucht und dies auf den Spuren des Alphabets. Der "cöllnische Stadtgraben" ist ein neuer Begriff, den wir dabei gelernt haben und der sich uns einprägen wird. Ein anderer Begriff ist "Gewölbe". Wie es dazu kam, erfahrt ihr an den einzelnen Stationen. Den "cöllnischen Stadtgraben" haben wir gesucht und gefunden und sind dann an ihm entlang gegangen. Er ist ganz schön lang und das führt im Winter zu richtig kalten Füßen. Aber in der Gegend gibt es ja zum Glück heute gut beheizte Museen und so konnten wir uns immer wieder aufwärmen. Aber wie das wohl vor 766 Jahren war? Wie haben sich die Leute da im Winter Wärme verschafft? Auch ganz verrückt finden wir, dass wir hier an einem Ort sind, an dem Berlin mal so klein wie ein Dorf war


Station: Historischer Hafen

Vor 700 Jahren, ungefähr um 1298, wurde am Mühlendamm die Spree gestaut. Dadurch konnten die Schiffe nicht mehr auf der Spree weiterfahren, Die Ware musste hier von einem Schiff auf ein anderes umgeladen werden, um ihre Fahrt auf dem Köllnischen Stadtgraben fortzusetzen.

Die Schiffshalter waren verpflichtet, ihre Ware einige Tage lang zum Verkauf auszulegen. Damals standen hölzerne Buden hier, wo der Handel stattfand. Und es gab auch viele Mühlen.


Aufgabe: Welche Gegend wurde Köllnischer Stadtgraben genannt? Schaut euch mal die mitgebrachten Karten an und versucht das herauszufinden. Wenn ihr ihn dann suchen geht, filmt bitte dabei.

Ergebnis:

Wir haben geguckt und gestaunt. Der Ort ist richtig cool. Es gibt so viele Boote und es wäre spannend über alle hinweg zu laufen.

Bevor wir euch ermöglichen, genauso wie wir etwas über den historischen Ursprung Berlins zu erfahren, könnt ihr euch unsere Videos betrachten.

www.youtube.com/watch?v=IJ09Q_TAA5U
https://www.youtube.com/watch?v=0lT78q0EiZU

Die Geschichte Berlins ist irgendwie echt spannend. Damit wir immer wieder nachlesen können, was wir herausgefunden haben, stellen wir hier ein paar Angaben ein.

Die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung Berlins war von Beginn an durch die Lage an der Spree entscheidend geprägt worden. Die Doppelstadt Berlin-Kölln bzw. deren vorstädtische Siedlungsvorläufer wurden um 1200 an einer Verengung des Spreetales zwischen den Hochflächen des Barnim und des Teltow angelegt. Hier kreuzten sich wichtige West-Ost-Fernhandelswege, die mitteleuropäische Handelsstraße Magdeburg-Posen-Gnesen und der Elbe-Havel-Spree-Wasserweg.
 
Im 13. und 14. Jahrhundert entwickelte sich die Doppelstadt zu einer der führenden Handelsstädte in der Mark Brandenburg. Als Mitglied der Hanse (1358) vermittelte Berlin-Kölln den Handel zwischen den mittelmärkischen und anschließenden mittelelbischen Gebieten (Getreide, Holz) und dem Nord- und Ostseeraum (u.a. Tuche, Fisch).
 
Eine entscheidende Rolle im mittelalterlichen Wirtschaftsleben der Stadt spielte der Mühlendamm. Die erste urkundliche Erwähnung gibt es für 1298, im Zusammenhang mit dem Erwerb des bisher in Köpenick erhobenen Schiffszoll durch die Stadt Berlin. Es ist jedoch davon auszugehen, daß der Mühlendamm bereits Jahrzehnte früher angelegt wurde, archäologische Grabungen in Köpenick deuten auf die Existenz des Berliner Mühlenstaus bereits um 1230/40 hin.

Durch den Mühlendamm wurde die Spree angestaut, der Stau diente dem Betrieb der Mühlen, er ermöglichte zugleich eine den Schiffsverkehr begünstigende Wasserhaltung und die konsequente Durchsetzung des Niederlage- und Stapelrechts. Nur eine schmale Flutrinne, der Köllnische Stadtgraben diente als Schiffsdurchlass. Man passierte die Flutrinne über eine sog. Freiarche, eine Eintorschleuse. Man nennt so eine Konstruktion auch Fluthafen. Sie wird 1432 erstmals erwähnt, muss jedoch deutlich früher angelegt worden sein (Abb. 3, Memhardt-Plan von 1650 mit Kammerschleuse am Köllnischen Stadtgraben).

Um 1550 wird die Freiarche zu einer Kammerschleuse ausgebaut und bis Mitte des 17. Jahrhunderts, u.a. 1653, bereits mehrfach, da in Holzbauweise erbaut und deshalb schnell verschleißend, erneuert. Erst 1694 wird die Stadtschleuse durch Johann Arnold Nehring massiv ausgebaut und diente bis zum Neubau der alten Stadtschleuse 1861-64 Jahre dem Schleusenverkehr. Erst mit dem durchgreifenden Neubau des Mühlendamms und der Mühlendammschleuse 1888-93 wird die Spree für Großschiffe, d.h. für 600 Tonnen-Schiffe befahrbar.


Station: Inselbrücke

Die Inselbrücke verbindet die Inselstraße mit der Fischerinsel über den Spreekanal. In Stromrichtung ist sie die erste Brücke an der Spreeinsel. sie ist vom
Typ: Gewölbebrücke.

1693 wurde eine hölzerne Brücke mit einem Klappendurchlaß errichtet. Erst 1912/13 wurde eine neue Brücke mit einer Breite von 19,90 m gebaut. Gewölbe und Brüstung erhielten eine Verkleidung aus Muschelkalk. Im 2. Weltkrieg wurde die Brücke stark beschädigt, das nördliche und das mittlere Gewölbe durchschlagen. 1957/58 wurde sie teilrekonstruiert, 1999 die endgültige Wiederherstellung begonnen. Die Brücke ist denkmalgeschützt.

Aufgabe: Warum ist dies eine Brücke vom Typ Gewölbebrücke? Findet heraus was ein Gewölbe ist. Betrachtet die Brücke dazu mit etwas Abstand. Unterhaltet euch mit jemand darüber und macht einen Film dabei.

Ergebnis:

Wir haben die Aufgabe gelöst und zu dem Begriff Gewölbe ein Video gemacht. Dass uns diese Aufgabe an so einem historisch wichtigen Punkt gestellt wird, führt bestimmt dazu, dass wir das nie mehr vergessen. Hier ist das Video zur Übung:

https://www.youtube.com/watch?v=Ul5E6loi6Sw

Wir haben auch ganz tolle Bilder von früher gesehen. Auf einigen Gemälden sieht es hier, mitten in der Stadt, so ländlich und idyllisch aus wie auf der Pfaueninsel.

Ganz toll war auch, dass das Kreativhaus gleich am Ufer des ehemaligen "cöllnischen Stadtgraben" liegt. In der Kantine war es warm. Es gab auch etwas Warmes zu trinken und wir haben ein paar köstliche Motive fotografiert.


Station: Jungfernbrücke

Sie überspannt den Spreekanal (Schleusengraben) und verbindet die Straßen Friedrichsgracht und Oberwasserstraße. Sie wurde unter Friedrich III. im Jahr 1688 oder 1689 gebaut. Zuerst wurde sie Spreegassenbrücke genannt.

Sie ist die älteste noch erhaltene Brücke der Stadt. Insgesamt gab es früher neun baugleiche Klappbrücken. Der Mittelteil konnte über Ketten und Räder angehoben werden, um Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Aufgabe: Die Herkunft dieses Namens ist unklar, es gibt verschiedene Legenden über ihn. Fragt doch mal die Leute, ob sie wissen, warum die Brücke so heißt.

Ergebnis:

Eine Dame, die über die Brücke kam, hat tatsächlich gesagt, wir sollten mal über die Brücke laufen und schauen ob die Holzbohlen knarren. Also kennt sie eine der Legenden, die über die Jungfernbrücke erzählt werden.

Einige Legenden besagen folgendes:
- Ein Hochzeitsbrauch: Die Braut musste über die Brücke gehen. Wenn dabei die Bohlen knarrten, war ihre Jungfräulichkeit anzuzweifeln. (Anmerkung: Die Bohlen knarrten immer!)
- In der Nähe war eine nur Männern vorbehaltene Flussbadeanstalt. Die Jungfern mussten an der Brücke zurückbleiben.
- Wegen des Eifersuchtsmordes an einer jungen Frau auf oder bei der Brücke.
- Die Töchter eines in der Nähe wohnenden Hugenotten beschäftigten sich in einer Bude an der Brücke mit dem Nähen feiner Wäsche, mit dem Reparieren und Waschen von Kanten und Spitzen und seidenen Strümpfen. Sie hatte hierin den besten Ruf in ganz Berlin. Nur ihre spitze Zunge hatte einen noch größeren Ruf. Wer den neuesten Klatsch erfahren wollte, ging zu den Jungfern. Jede böse Neuigkeit und hämische Erdichtung konnte schließlich den Jungfern an der Brücke zugeschrieben werden. Daher soll auch der Spottname Klatschbrücke stammen.
- Die wahrscheinlichste Erklärung betrifft zwei „Fräuleins“, die im nahe gelegenen Gasthaus „Französischer Hof“ wohnten und ihre feinen Handarbeiten in einer kleinen Verkaufseinrichtung neben dieser Brücke anboten. Die Berliner bezeichneten die fremden Damen kurzerhand als „Jungfern“, man ging also zu den Jungfern an der Brücke um Accessoires einzukaufen.

Wir haben die Mechannik mit der die Brücke auf und zu geklappt wurde, kennengelernt. Schade, dass man sie nicht mehr wirklich bedienen kann. Dazu ist ein kleines Video entstanden:

https://www.youtube.com/watch?v=S3BdXAzd9K4

Auf dem Weg dahin kamen wir an einem Monument vorbei, das uns aus irgendeinem Grund fasziniert hat. Vielleicht könnt ihr nachempfinden warum, wenn ihr das Foto betrachtet.


Station: Kupfergraben

Kupfergraben heißt der 400 Meter lange nördliche Teil des kanalartig ausgebauten Spreearms, der die Museumsinsel im Berliner Ortsteil Mitte, linkerhand (westlich) umfließt.

Der Kupfergraben wird von der Monbijoubrücke, einer hoch aufgeständerten Bahnbrücke, einem namenlosen Steg zur Museumsinsel sowie der Eisernen Brücke überquert.

Aufgabe: Woher wohl der Name Kupfergraben kommt. Ob jemand das weiß? Was findet ihr heraus? Filmt dabei.

Ergebnis:

Der Verlauf des Spreekanals ab dem Zeughaus nach Norden wird Kupfergraben genannt. Er bekam seine Namen wahrscheinlich aufgrund eines Gießhauses, das hier vom 16. Jahrhundert bis 1875 existiert hat und in dem unter anderem Kupfer verarbeitet wurde. Er heißt noch nicht immer so, zuvor hieß er Cöllnischer Stadtgraben.

Der Spreekanal (SpK) mit einer Länge von zwei Kilometern gehört zur Bundeswasserstraße Spree-Oder-Wasserstraße

Am Kupfergraben ist der Name einer auf dem Westufer des Kupfergrabens parallel verlaufenden Straße, die der Museumsinsel gegenüberliegt.

Wir haben wieder ein kleines Video gemacht. Schaut mal rein unter:

https://www.youtube.com/watch?v=iycvu6-lun8


Mission: L M N

Was hat eine Straße in Kreuzberg mit der Berliner Hymne zu tun und wann flanierte man über den Pommeranzenhof?






Ergebnis / Fazit:
Um das herauszufinden haben wir unsere Reise durch die Vergangenheit Berlins in dieser Mission fortgesetzt. Wir sind eine ziemlich weite Strecke mit der S- und U-Bahn gefahren, um dort anzukommen, wo der erste Schatz verborgen war. Auf dem Weg zur zweiten Station sind wir lange gewandert. Dabei kamen wir durch die ehemalige Rosenthaler Vorstadt. Auch die Strecke zur dritten Station war nochmal ein langer Fußweg, denn weil der Weg entlang des rechten Spreekanals aufgrund der Schlossbauarbeiten für Fußgänger nicht passierbar ist, mussten wir einen Umweg mache. Dabei haben wir auch wieder interessante Dinge entdeckt, die wir sonst nicht gesehen hätten. Diese Mission war richtig beeindruckend. Berlin kommt uns mittlerweile vor wie ein riesiges Freilichtmuseum, das einem mit einer überbordenden Flut an Eindrücken überrollt.

Station: Paul-Lincke-Ufer

Die nördlich parallel zum Landwehrkanal verlaufende Straße ist wegen des angenehmen Wohnumfeldes eine beliebte Wohngegend. Sie liegt an einem Grüngürtel zum Landwehrkanal und es gibt viele Gartenlokale. Ab 1856 hieß sie Kottbusser Ufer. Es wurden Wohnhäuser gebaut, zwischen denen es einige Holz- und Kohlenplätze gab.

Seit 7. November 1966 heißt sie Paul-Lincke-Ufer. Der Komponist und Berliner Ehrenbürger Paul Lincke wurde damit zum 100. Geburtstag geehrt. Er hatte ganz in der Nähe in der Oranienstraße 64 gewohnt.

Aufgabe: Wie heißt das berühmte Stück, das Paul Lincke komponiert hat? Ihr habt es gelernt. Singt es und filmt euch dabei.

Ergebnis:

Paul Lincke wurde am 7. November 1866 im Stadtzentrum von Berlin geboren. Sein Marschlied von der "Berliner Luft" kennen auch diejenigen, die den Namen des Komponisten noch nie gehört haben. Es gilt als musikalisches Erkennungszeichen der deutschen Hauptstadt.

Paul Lincke war Musiker in verschiedenen Berliner Theatern und schrieb eigene Lieder und Couplets.
Linckes erste Operette "Venus auf Erden", 1897, war sehr erfolgreich. Zum Begründer der Berliner Operette wurde Lincke 1899 mit der spektakulär ausgestatteten "Frau Luna", in der einfache Berliner auf dem Mond landeten. Dieses Erfolgsstück erweiterte er 1904 später um sein ebenso erfolgreiches Lied von der Berliner Luft.

Für seine Operette "Lysistrata" komponierte Lincke 1902 das Lied "Glühwürmchen", gesungen von Damen auf großen Schaukeln. Beim Refrain erlosch die gesamte Bühnenbeleuchtung und es leuchteten nur noch die bunten Glühlampen an den Schaukelstangen.

Paul Linckes Berliner Operetten galten nach dem Ersten Weltkrieg bereits als altmodisch. Doch im nationalsozialistischen Deutschland erlebten sie eine Renaissance. Nach der Flucht seiner jüdischen Kollegen und Konkurrenten war Lincke neben Franz Lehár der einzige prominente Operettenkomponist, der noch im Deutschen Reich geblieben war. Er wurde deshalb von den Machthabern umworben, und Lincke war froh wieder gespielt zu werden. Seine schlichte und eingängige Musik traf auf viel Beifall. Zu seinem 75. Geburtstag, 1941, wurde Lincke zum Berliner Ehrenbürger ernannt und seine Operette "Frau Luna" aufwändig verfilmt.

Obwohl die Operetten des 1946 verstorbenen Komponisten heute nur noch selten gespielt werden, ist sein Lied von der Berliner Luft unvermindert populär. Regelmäßig bildet es den Abschluss der Waldbühnen-Konzerte der Berliner Philharmoniker. International noch bekannter ist das "Glühwürmchen-Idyll", das die verschiedensten Interpreten aufgriffen und neu arrangierten."Glühwürmchen" gehörte zu den größten Schallplatten-Erfolgen in den USA.

Hier könnt ihr euch anschauen, wir wir am Ufer des Landwehrkanals "Berliner Luft" gesungen haben.

https://www.youtube.com/watch?v=vHuoSRwj7i8

Wir waren angetan von den Schaufenstern am Kottbusser Damm, in denen sehr viel Gold ausliegt.


Station: Museumsinsel

Im Mittelalter war die nördliche Spitze der Spreeinsel noch eine sumpfige Flussaue während auf dem südlichen, etwas höher gelegenen Teil der Insel im 13. Jahrhundert die Stadt Cölln entstand. Im 17. Jahrhundert wurde der linke Spreearm (heutiger Kupfergraben) kanalisiert und der nördliche Teil der Insel entwässert. Zwischen Spree und Kupfergraben entstand der Cöllnische Werder. Dort wurde nach Mitte des 17. Jahrhunderts ein zum Berliner Schloss gehörender Garten, Lustgarten, angelegt. Heute befindet sich einer der wichtigsten Museumskomplexe der Welt hier.

Seit 1999 gehört die Museumsinsel als weltweit einzigartiges kulturelles und bauliches Ensemble zum UNESCO-Welterbe.

Aufgabe: Der Ort wurde schon "Pomeranzenhof" und "Packhof" genannt. Wisst ihr warum? Fragt doch mal Besucher des Ortes was sie darüber wissen und ob ihr ihren Beitrag filmen dürft? Wenn ihr das habt, macht bitte kreative Fotos.

Ergebnis:

Hier waren viele Touristen unterwegs und die wenigsten waren sich sicher genug, um uns etwas über die Berlingeschichte zu erzählen. Aber dann hat es doch noch geklappt. Hier ist unser Video in dem etwas spannendes über die große Steinschüssel vor m alten Museum erzählt wird. Schaut mal rein:

https://www.youtube.com/watch?v=myDUYuQSNyQ de

In unseren Recherchen haben wir einiges über die Geschichte des Ortes zusammengesammelt und ermöglichen euch hier einen Einblick.

Die Museumsinsel ist als Berliner Museumslandschaft weltberühmt. Dort gibt es das Alte und das Neue Museum, das Pergamon- und das Bodemuseum, in nächster Näher auch das deutsche Museum. Für Touristen ist die ein starker Anlaufpunkt, denn als einer der wichtigsten Museumskomplexe der Welt gehört die Museumsinsel seit 1999 als weltweit einzigartiges kulturelles und bauliches Ensemble zum UNESCO-Welterbe.

Im 17. Jahrhundert gab es hier eine Orangerie (darin wurden kostbare Schmuckbäume Südfrüchte, Palmen und exotische Pflanzen im Winter verwahrt.) Das brachte ihm den Namen „Pomeranzenhof“ ein. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das gesamt Gelände stark gewerblich ausgerichtet. 1748 wurde das Orangerie-Haus zu einem Packhof umgewandelt, in dem Güter und Waren gelagert wurden. Am Kai wurde ein hölzerner Drehkran installiert, um Güter aus den Schiffen auf den Kai zu heben. 1776 wurde neben der Krananlage zusätzlich ein Mehllagerhaus errichtet. Ein Salzmagazin folgte.

Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts begann die Nutzung als Standort von Museumsbauten: 1797 griff König Friedrich Wilhelm II. den Vorschlag des Archäologen und Kunstprofessors Aloys Hirt auf, ein Museum für die Ausstellung antiker und neuzeitlicher Kunstschätze zu errichten. 1810 wurde in einer Kabinettsorder von König Friedrich Wilhelm III. bestimmt, „eine öffentliche, gut gewählte Kunstsammlung“ anzulegen. Mit dieser Order bediente er auch die immer lauter werdenden Rufe des Bildungsbürgertums nach öffentlich zugänglichen Kunstsammlungen.


Station: Nikolaiviertel

Am östlichen Spreeufer gegenüber der Stadt Cölln wuchs im Umkreis der St. Nikolai-Kirche das Städtchen Berlin heran. Beide Städte zusammen bilden das älteste Siedlungsgebiet der Stadt und 1237 gilt als Geburtsjahr Berlins. Der Kurfürst Johann Cicero machte die Doppelstadt Berlin-Cölln 1486 zu seinem ständigen Wohnsitz. In diesen 250 Jahren war die Siedlung bereits zu einem bedeutenden Handelsplatz herangewachsen. Berlin dehnte sich ringsherum ständig aus und neue städtische Zentren entstanden.

Aufgabe: Geht zuerst mal in das Untergeschoss des Kirchturms. Diese Felssteinräume gelten als die ältesten Räume Berlins, die heute noch erhalten sind. Findet etwas über die Geschichte Berlins heraus. Wenn ihr wieder draußen seid, filmt Umfragen: was wissen die Menschen über die Geschichte Berlins?

Ergebnis:

Ursache für die Gründung der beiden Orte Berlin und Cölln war der zwischen 1220 und 1230 gebaute Mühlendamm. Zur gleichen Zeit entstand direkt gegenüber am westlichen Ufer auf der Spreeinsel das etwas kleinere Cölln mit der Petrikirche als Mittelpunkt. Im Nikolaiviertel sind mittelalterliche Strukturen erhalten. Die Bewohner in den engen, winkligen Gassen des Viertels waren seit jeher hauptsächlich Handwerker. Es gibt dort heute noch herausragende Bauwerke anhand deren man Einblicke in die Vergangenheit Berlins erhält.

Auf dem Grundstück Mühlendamm Ecke Poststraße wurde 1766 das Ephraim-Palais fertiggestellt. Dies ist ein Beispiel für die Berliner Rokokoarchitektur. Gilt im Volksmund durchaus als „die schönste Ecke Berlins“. Der Hofjuwelier und Finanzier Friedrichs des Großen, Veitel Heine Ephraim, hatte sich hier einen repräsentativen Wohnsitz bauen lassen, geschmückt mit Putten, steinernen Vasen und mit filigranen, vergoldeten Balkongittern.

Ganz in der Nähe steht das Knoblauchhaus, ebenfalls um 1760 im Stil des Spätbarock erbaut. Es wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber umgebaut und verkörpert nun von außen eher den frühklassizistischen Stil; innen verweist noch manches Detail auf den Ursprung im Rokoko. Hier wohnte eine Einwandererfamilie aus Ungarn. Sie brachte über mehrere Generationen hinweg betriebsame, wohlhabende und einflussreiche Bürger Berlins hervor.

Schließlich ist das Kurfürstenhaus erwähnenswert. Es war ursprünglich ein Renaissancebau aus rotem Sandstein. Im 18. Jahrhundert wurde es im Barockstil umgebaut. Es wird nach dem Kurfürsten Johann Sigismund (1572–1619) so genannt, der hierher floh, weil er davon überzeugt war, dass in seinem Schloss die Weiße Frau spuke. Das ist nun schon über 400 Jahre her.

Im Zweiten Weltkrieg, zwischen 1943 und 1945, ging das Nikolaiviertel im Bombenhagel und bei Straßenkämpfen zugrunde. Nach Kriegsende wurden die Überreste beseitigt, auch einige weniger zerstörte Gebäude abgerissen. In der Berliner Stadtplanung spielte das Gebiet jahrzehntelang keine Rolle. Die Verwaltung Ost-Berlins konzentrierte sich auf möglichst effektive Wohnraumbeschaffung und auf großräumig-repräsentative Bauvorhaben wie die ehemalige Stalinallee. Die Vernachlässigung des historischen Stadtzentrums wird aus einem Planungsbeitrag von 1959 deutlich: An Stelle des Nikolaiviertels sollte die Spree zu einem Hafenbecken für Ausflugsdampfer erweitert werden.

Die Situation änderte sich erst, als für 1987 die 750-Jahr-Feier Berlins bevorstand. Die Stadtverwaltung zeigte eine neue Wertschätzung für die historischen Wurzeln und plante, auf dem Brachland ein attraktives und auch touristisch anziehendes Stadtviertel zu entwickeln. Ein programmatisches Papier verlangte, der alte Stadtkern solle „seiner historischen Bedeutung gemäß mit neuen, rekonstruierten und wiederaufgebauten Gebäuden, Straßen und Plätzen […] so zu einer harmonischen Einheit geformt werden, daß der lebendige Bezug zum Ursprünglichen […] erlebbar ist“. Das Bauvorhaben wurde im Jubiläumsjahr 1987 fertiggestellt.

Spannend war auch, dass wir auf dem Weg das Marx-Engels-Forum kennengelernt haben. Und hier geht´s zu unserem Video: https://www.youtube.com/watch?v=QqoivzXvRJE&feature=youtu.be

Wir hoffen es hat euch Spaß gemacht, Berlin auf den Spuren des Alphabetes mit uns kennen zu lernen. Tschüß bis zur Fortsetzung, die wir hoffentlich im Sommer machen werden.


Station: Haltestelle M48 Nikolaiviertel

Der Bus mit dem ihr nachhause fahrt, fährt eine sensationelle Strecke entlang.

Aufgabe: An welchen Sehenswürdigkeiten fährt der Bus wohl vorbei?

Ergebnis:

Auf der Fahrt mit dem Bus kann man sehr gut erkennen wie die Straßen in Berlin verlaufen. Oftmals führen sie in eintöniger Weise geradeaus wie ein Lineal. Man fährt immer nur weiter vor, biegt nirgends ab, folgt dabei stets dem Straßenverlauf.

Die Häuser stehen in der Leipziger Straße so dicht beieinander, dass die Straße wie ein dunkler Korrridor auf einen wirkt. Es folgen ständig rote, grüne und orangene Lichter von Ampeln aufeinander. Da strahlen tausend Glühbirnchen vom Weihnachtschmuck an Fassaden. Und dann der Potsdamer Platz als willkommene Abwechslung, sehnlich erwartet von Touris. Danach freies Land mit Philharmonie, Kunstforum, Neue Nationalgalerie und Stabi. Hiernach geht es wiederum nur geradeaus weiter die Potsdamer Straße entlang bis runter nach Friedenau.

Zu unserem Video von der Fahrt im Doppeldecker geht es hier:

https://www.youtube.com/watch?v=dG_9dIPG2Ig