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Meine Welt und mein Viertel - Gruppe 1

Meine Welt und mein Viertel - Gruppe 1

Jugendliche aus Stuttgart-Nord erkunden nach ihren Interessen ihr Stadtviertel und suchen nach Institutionen und Möglichkeiten, die daran arbeiten das Viertel bunter zu gestalten

Mit dieser Maßnahme sollen Jugendlichen sowohl ihren Sozialraum besser kennenlernen, als auch dessen historische und gegenwärtige Verbindungen zur Politik, welche auch die Alltagskultur des Lebens im Viertel beeinflusst. Dabei soll Jugendlichen ein offener Poltik- und Kulturbegriff vermittelt werden. Ziel ist es ihnen die Verbindungen ihrer Lebenswelt mit Politik, gesellschaftlichen Entwicklungen und Alltagskultur zu verdeutlichen und die Jugendlichen bei Persönlichkeitsbildung zu stärken. Dabei helfen einerseits dialogische Gespräche mit jungen (neutralen) Politik-Mentoren, Teambuilding in der Gruppe, wie auch Besuche bei Gedenkstätten und politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Einrichtungen (Parteien, Bezirksrathaus, Jugendhaus, Kulturvereine) im Viertel oder im Umkreis des jeweiligen Stadtviertels der Schulen. Hierbei soll vor allem die Methode Geocaching zum Einsatz kommen. Mittels Geocaching müssen Jugendliche versuchen verschiedene Aufgaben hisichtlich der zu besuchenden Orte zu lösen. Ziel ist es, dass sie so die Institutionen und ihre Handlungsfelder besser kennenlernen. Erst durch die Verbindung von Lebenswelt, Alltagskultur und Politik bekommen die Jugendlichen ein besseres Bewusstsein für die Möglichkeiten, die sie haben, um auch selbst partizipieren zu können.

Adresse:Rosensteinschule
Nordbahnhofstraße 120
70191 Stuttgart
Baden-Württemberg
E-Mail:
Telefon:
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Konstantinos Kosmidis
Das Projekt wurde am beendet.

Unsere Bündnispartner

Abteilung Integration der LHS Stuttgart

Die Abteilung Integration wirkt in zentralen Bereichen, die das Zusammenleben deutscher und nichtdeutscher Einwohner in Stuttgart prägen. Sie gehört zum Stab des Oberbürgermeisters und ist damit in de...

Dialogschmiede e.V.

Wir sind ein junger Verein, der aus dem Projekt "Dialog macht Schule" in Stuttgart entstanden ist. Unser Ziel ist es mit dialogischer Arbeit innovative Konzepte umzusetzen. Dabei unterstützen wir mit ...

Förderverein der Rosensteinschule e.V.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Wir verfolgen ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Wir fördern - die Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler der Rosensteinsch...

Rosensteinschule Stuttgart

Die Rosensteinschule liegt in einem multikulturell geprägten Innenstadtbezirk, dem Nordbahnhofviertel. Sie ist sowohl im Werkrealschul- als auch im Grundschulbereich teilgebundene Ganztagsschule. ...

Unsere Missionen

Mission: Besuch einer Flüchtlingsunterkunft im Stuttgarter Norden

Heute besuchen wir eine Flüchtlingsunterkunft im Stuttgarter Norden.
Ergebnis / Fazit:
Es dürfen in Abstimmung mit den Betreibern der Unterkunft aus datenschutzrechtlichen Gründen keine näheren Angaben zum genauen Ort der Flüchtlingsunterkunft gemacht werden.


Ein wertvoller Besuch mit tiefen Einblicken in das Leben von Flüchtlingen in Deutschland. Wir haben uns entschlossen in Zukunft Spielsachen für Flüchtlingskinder zu sammeln. Beide Gruppen aus der Schule konnten sehr viel erfahren und werden auch weiter Aktuelles zu den Hintergründen von Flucht und Asyl in Deutschland besprechen. Nächstes Thema in der Gruppe wird das Thema Rassismus und Rechtsextremismus sein, welches auch mit dem Thema Asyl zusammenhängt und ebenfalls Bezüge zum Nordbahnhofviertel hat.

Station: Daten und Fakten

Jeder Landkreis in Deutschland muss entsprechend seiner Einwohnerzahl Flüchtlinge aufnehmen, die es bis nach Deutschland schaffen.

Aufgabe: Schätzfrage: Wie viele Flüchtlinge hat Stuttgart bereits dieses Jahr aufgenommen?

Ergebnis:

Die Zahl lag 2013 knapp über 1000. Es wird allerdings erwartet, dass sich diese Zahl in den nächsten beiden Jahren auf über 3000 Neu-Stuttgarter-innen steigert. Daher werden derzeit neue Unterkünfte gebaut, die teilweise bereits in Betrieb genommen werden.


Station: Daten und Fakten 2

In einer Flüchtlingsunterkunft leben Menschen, die sich in Deutschland um Asyl, also Schutz vor Verfolgung und Katastrophen, beworben haben. In Deutschland kümmern sich viele verschiedene Stellen um die Flüchtlinge.

Aufgabe: Doch wer kümmert sich um die Flüchtlinge in der Unterkunft, die wir besuchen? Die Antwort findet ich am Eingang zur Unterkunft.

Ergebnis:

Die Caritas (katholischer Träger) ist der Träger der Unterkunft. Aber bei Weitem nicht der Einzige in Stuttgart, der im Bereich Asyl aktiv ist. Zu nennen wären noch weitere wie etwa AWO, AGDW, Eva und weitere.


Station: Flüchtlingsunterkunft

Über 200 Menschen aus über 200 Ländern. Über 200 Schicksale und über 200 mal neue Hoffnung mitten in Stuttgarter Norden mit seinem neu herausgeputzten Milaneo. Heute erfahr ihr einiges über das Leben eines Flüchtlings in Deutschland. Darüber gibt es eine Menge Vorurteile und Halbwahrheiten. Wir hoffen, dass ihr heute einiges dazulernen könnt und wüschen euch viel Spaß.

Aufgabe: Als kleines Erinnerungsstück für unseren heutigen Ausflug wäre es schön, wenn wir alle gemeinsam ein Gruppenfoto von uns schießen.

Ergebnis:

Für viele war es unerwartet, wie es in der Unterkunft aussieht, wie das Leben dort organisiert ist. Für einige war es schlechter als erwartet, für andere wiederum besser. Sicher ist, dass es dort komfortabel ist. Privatsphäre wie bei den Schülern daheim ist nicht gegeben. Das Leben für einen Jugendlichen sieht anders aus, wenn man dort wohnt.


Mission: Führung zur Deportation der Juden aus Stuttgart

In der heutigen Mission geht es um die Erinnerungskultur in S-Nord.
Mit der Machtübernahme 1933 leiteten die Nationalsozialisten unzählige Maßnahmen ein, um die deutschen Juden aus dem gesellschaftlichen Leben zu verdrängen. Endpunkt dieser Politik waren die Massendeportationen in die Vernichtungslager, die seit 1941 in vielen deutschen Städten unter den Augen der Öffentlichkeit durchgeführt wurden. Hierzu gibt es in unserem Viertel verschiede Orte, die wir heute gemeinsam in Kooperation mit dem "Lernort Gedenkstätte" besuchen werden.
Ergebnis / Fazit:
Für die Jugendlichen war das heute eine wichtige Erfahrung. Sie haben Plätze aus ihrem Viertel kennengelernt, die sie auf diese Weise nie gesehen haben. Sie wissen nun um die Geschichte der Orte, die sie teilweise als Chillplätze kennen.
Und sie sahen eine Gegend des Stuttgarter Nordens, die sich sehr von ihrer Gegend unterscheidet: Den Stuttarter Killesberg, der ebenso Teil des Bezirks ist, wie das Nordbahnhofviertel, aus dem die Jugendlichen der Gruppe kommen.

Station: Begrüßung, Zeitstrahl, Antijüdische Gesetze

An dieser Station bekommt ihr eine Übersicht über die Verfolgung der Juden im Dritten Reich.

Aufgabe: Wann wurden die Nürnberger Rassengesetze erlassen?

Ergebnis:

Die Nürnberger Rassengesetze wurden 1935 erlassen und bis 1942 sukzessive ergänzt. Auf einem Zeitstrahl konnten die Jugendlichen nachvollziehen welche Abfolge die Gesetze hatten. Sie mussten zu 15 ausgewählten Gesetzen zeitlich geordnet in Reihe aufstellen.
Es war sehr eindrucksvoll und zugleich beängstigend wie das Leben von Menschen mit jüdischer Religionszugehörigkeit immer mehr gesetzlich und gesellschaftlich erschwert und eingeschränkt wurde. Viele der Jugendlichen können sich nicht ansatzweise vorstellen, wie es ist, wenn man nach 20 Uhr nicht mehr unterwegs sein darf, keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen darf, nur in einem Laden im gesamten Stadtgebiet einkaufen darf oder permanent für jeden und für alle erkennbar gekennzeichnet in der Öffentlichkeit rumlaufen darf.


Station: Gedenkstein

An diesem Ort befand sich ein Sammellager, an dem Abzutransportierende gesammelt wurden und gemäß ihrer Transportbefehle zum Bahnhof gebracht wurden.

Aufgabe: Macht ein Foto des Gedenksteins.

Ergebnis:

Der Gedenkstein wurde in der unmittelbaren Nachkriegszeit von der Stadt Stuttgart errichtet und ist ein Zeugnis wie damals die Nazi-Zeit gesehen wurde. Der Gedenkstein spricht nicht von Rassismus, Schuld oder Verfolgung. Sie spricht von Unheil. Ein Zeugnis dafür, dass damals in der Verwaltung nicht die Schuld in der Gesellschaft sah, sondern bei bestimmten Leuten, die das Unheil über das Volk gebracht haben. Diese Sichtweise lässt sich auch damit erklären, dass in der Nachkriegszeit viele Ex-Parteimitglieder und Sympathisanten weiterhin in der Verwaltung waren.


Station: Kurzfilm Sammellager

In der Unterführung lernt ihr einiges über das Sammellager.

Aufgabe: Von wem zu welchem Zweck wurde dieser Film gedreht?

Ergebnis:

Der Film wurde von der Stuttgarter Stadtverwaltung gedreht um zu zeigen, dass im Sammellager alles wohlorganisiert und die Menschen gut genährt waren. Es ist ein Propagandafilm.
Das Gegenteil war der Fall. Die Jugendlichen durften aus einem Auswanderungsbefehlbrief vorlesen. Laut diesem Brief durften die Personen, die im Sammellager waren nur einen Rucksack voll mit Habseligkeiten mitbringen und Proviant für zwei Tage. Im Sammellager mussten sie Wertgegenstände abgeben. Ihre Verweildauer dort betruf in der Regel weitaus mehr als zwei Tage, so dass viele hungern mussten.


Station: Aufgabenkarten und Aussichtspunkt

An dieser Stelle bekommt ihr Aufgabenkarten.

Aufgabe: Macht zusätzlich zu den Aufgaben ein Foto von der Aussicht an diesem Punkt

Ergebnis:

Von hier aus gingen die Menschen, die deportiert werden sollten, zum Stuttgarter Nordbahnhof, von wo ein Großteil der Transporte in die Konzentations- und Vernichtungslager losging. Der Weg führt durch Wohngebiete, die damals schon bewohnt waren. Menschen haben mitgekriegt, dass tausende aus der Umgebung regelmäßig zum Bahnhof laufen mussten. Kaum jemand hat irgendwas dagegen unternommen. Das Schweigen und Verdrängen vieler aus der Kriegsgeneration kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Menschen gibt, die es definitiv mitgekriegt haben müssen, dass nach und nach immer mehr Andersdenkende verschwanden.


Station: Martinskirche

An diesem Punkt werden die Aufgaben gemeinsam besprochen.

Aufgabe: Auf dem Weg seid ihr auch an Wohnhäusern vorbeigekommen. Überlegt euch, warum viele der Menschen mitbekommen haben, was mit den Juden passiert ist und sie trotzdem nichts dagegen unternommen haben?

Ergebnis:

Der Druck war groß. Der Krieg, das Terrorregime der Nazis, die Angst aufzufallen, die Angst als Verräter zu gelten, die Angst allein zu sein, die Angst vor den Strafen, um das eigene Leben. Aber auch die Tatsache, dass viele die Art und Weise, wie die Nazis das Land regierten gut hießen ließ es nicht zu, dass Menschen und Stuttgarter aus dem Nordbahnhofviertel etwas dagegen unternahmen.


Station: Gedenkstätte Innerer Nordbahnhof

Von hier aus wurden Personen während der Nazi-Zeit in Richtung der Konzentrations- und Vernichtungslager transportiert.

Aufgabe: Von hier wurden 2300 jüdische Menschen deportiert. Welche Menschengruppen wurden außerdem von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager gebracht?

Ergebnis:

Politische Gegner, Homosexuelle, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Obdachlose und viele Weitere wurden von den Nazis deportiert


Station: Gedenktafel

Die Gedenktafel soll nachkommende Generationen an das Geschehene erinnern.

Aufgabe: Was steht eigentlich auf der Gedenktafel?

Ergebnis:

Die Gedenktafel stammt aus dem Jahr 1995. 50 Jahre nach Kriegsende hat sich der Blick auf die Geschehnisse verändert. Es ist nicht mehr die Sprache von Unheil. Es wird von Verbrechen gesprochen. Es wird auch angesprochen, dass direkt neben der evangelischen Martinskirche unter den Augen der Gemeinde derart Schlimmes passiert ist. Die Erinnerungskultur hat sich verändert. Und das durchaus zum Positiven.


Mission: Gerechtigkeit/Besuch einer Gerichtsverhandlung im Landgericht Stuttgart

Die Jugendlichen sollen anhand einer Verhandlung im Stuttgarter Landgericht ihre Lebensrealität erforschen, und die Abläufe eines Rechtsstaates erfahren.
Hinzu lernen die Jugendlichen ihren direkten Nachbarbezirk näher kennen, der zu Fuß sehr gut erreichbar ist.
Im ganzen Themenkomplex Kriminalität/Gerechtigkeit indem die Jugendlichen die letzten Wochen intensiv behandelt haben, wird nun ihre Perspektive erweitert mit dem Besuch einer Gerichtsverhandlung.
Ergebnis / Fazit:
Für die Jugendlichen war das heute eine wichtige und tiefgreifende Erfahrung. Sie haben ihr direkt benachbartes Viertel erkundet und gesehen wo Recht gesprochen wird. Viel wichtiger jedoch war es für Sie zu sehen wie ein Rechtsstaat in der Wirklichkeit funktioniert.
Hinzu konnten wir unsere Themenkomplex Kriminalität/Gerechtigkeit umfassend in einer Gerichtsverhandlung abschließen.

Station: Station 1

Das Landgericht gehört zur so genannten ordentlichen Gerichtsbarkeit. Dazu zählen die Gerichte, die nach dem Gerichtsverfassungsgesetz vor allem zuständig sind für die Entscheidung über
Zivilrechtsstreitigkeiten, also Rechtsstreitigkeiten zwischen Privatleuten oder Firmen mit zahlreichen Haupt- und Nebengebieten. Nicht zu den Zivilrechtsstreitigkeiten gehören jedoch Auseinandersetzungen im Bereich des Arbeitsrechts;
Strafverfahren einschließlich Ordnungswidrigkeiten;
die Angelegenheiten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit. Das Landgericht ist in diesem Bereich in erster Instanz z.B. in besonderen gesellschaftsrechtlichen Verfahren und in der Beschwerdeinstanz in Betreuungs-, Unterbringungs- und Freiheitsentziehungssachen zuständig.

Durch das Landgericht werden in diesen Bereichen bestimmte erst- und/oder zweitinstanzliche Rechtsprechungsaufgaben wahrgenommen. Neben den Rechtsprechungsangelegenheiten ist das Landgericht für bestimmte Aufgaben der Justizverwaltung im Landgerichtsbezirk zuständig.

Aufgabe: Welche andere Gerichtshöfe außer dem Landgericht Stuttgart kennt ihr?
Und welche sind ihre Aufgaben?

Ergebnis:

Amtsgerichts Stuttgart: Sachlich ist das Amtsgericht Stuttgart zuständig für Zivil-, Mahn-, Familien-, Straf-, Zwangsvollstreckungs-, Insolvenz- und Registersachen sowie für Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit.
Landgerichts Stuttgart:Hier hat die Jugendkammer über Berufungen gegen Urteile des Jugendrichters beim Amtsgericht in der Besetzung mit einem Vorsitzenden sowie einer Jugendschöffin und einem Jugendschöffen zu entscheiden. Über Berufungen gegen Urteile des Jugendschöffengerichts entscheidet dagegen die (große) Jugendkammer, der ein oder zwei weitere Berufsrichterinnen oder -richter (also insgesamt 2 oder 3) angehören.
Oberlandesgerichts Stuttgart:Das Oberlandesgericht ist in Strafsachen vorwiegend zweitinstanzlich tätig.


Station: Station 2

In Stuttgart gibt es nicht nur Gebäude, die nur ein Gebäude sind.
Sondern an verschiedenen Gebäuden sind auch Botschaften in verschiedenen Formen zu sehen.
Vor allem Bilder sagen uns manchmal mehr als tausend Worte.

Aufgabe: Welche Botschaft vermittelt uns dieses Bild, und was kann dies im Bezug auf die Gerechtigkeit bedeuten?

Ergebnis:

Das jeder gleich ist vor dem Gesetz. Und das die die Urteile dem Willen des Volkes entsprechen.


Station: Station 3

Sei ein Freund der Schwachen und liebe die Gerechtigkeit.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Aufgabe: Was waren eure Eindrücke von dieser Verhandlung?
Und wie würdet ihr heute Gerechtigkeit beschreiben?

Ergebnis:

Gerechtigkeit hat viele seiten jeder hat eine andere Meinung von Gerechtigkeit. Die Verhandlung war spannend und es hat Spaß gemacht zuzuschauen.


Mission: Schnitzeljagd Asyl weltweit und in Deutschland

Infos über Asyl weltweit und in Deutschland - passend zum derzeitigen Thema in der eigenen Schule und in den Medien

Ergebnis / Fazit:
Nach spannenden Diskussionen in der Gruppe und vielem, was aktuelle in den Medien ist, hat es sehr großen Spaß gemacht das Thema als Schnitzeljagd kennenzulernen. Wir freuen uns bald eine echte Flüchtlingsunterkunft zu besuchen, um das Thema neben Nachrichten und Fakten anders kennenzulernen.

Station: Station 1

Weltweit befinden sich über 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht (laut UNHCR). Andere Schätzungen kommen auf eine Größe von über 60 Millionen Personen.
Die meisten Flüchtlinge (80-85 %) bleiben innerhalb ihrer Heimatregion und überschreiten keine Staatsgrenzen. Dann sind sie "Binnenvertriebene" und werden nicht als Flüchtlinge angesehen. Manchmal reicht dies aus, um den Fluchtgründen zu entkommen.
Verschiedene Gründe verhindern eine weitere Flucht bzw. einen längeren Fluchtweg: Oft reicht das Geld nicht für eine weitere Flucht, der Gesundheitszustand verhindert ein Weiterkommen oder die Familiensituation lassen keine längere Reise zu, wenn z.B. kleine Kinder dabei sind.
Familien können, aufgrund der hohen Kosten, nicht immer zusammen flüchten. Sie legen das Geld zusammen, um einem Familienmitglied die Flucht zu ermöglichen. Nicht selten verkaufen Flüchtlinge all ihr Hab und Gut, um ihre Flucht zu finanzieren. Öfter müssen Beamte bestochen werden, z.B. um nötige Dokumente wie einen Reisepass zu bekommen. Es kann ausschließlich das Nötigste wie Geld, (nur wenig) Kleidung und Ausweispapiere mitgenommen werden.
Für eine Einreise z.B. in die EU wird in der Regel ein Visum benötigt. Flüchtlinge bekommen dieses meist nicht. Sie müssen oft mit falschen Papieren fliehen oder den gefährlichen Weg heimlich über die Grenze wagen.

Aufgabe: Sammelt gemeinsam mindestens sieben Länder, von denen ihr gehört habt, dass dort derzeit Kriege stattfinden, vor denen Menschen flüchten. Hinweise auf die richtige Antwort findet ihr in der Umgebung.

Ergebnis:

Derzeit gibt es weltweit viele Krisenherde weltweit. Für viele Betroffene bedeutet dies schmerzliche Verluste. Unter Anderem den Verlust der eigenen Heimat. In den Medien entsteht teilweise ein Bild, das den Eindruck macht, dass Europa von Flüchtlingen überrannt wird. Das stimmt allerdings nicht. Die Meisten bleiben im eigenen Land. Wenige schaffen es hierher, auch wenn die betroffenen Länder oft gar nicht so weit weg sind.


Station: Station 2

2013 wurden in Deutschland 120.000 Anträge auf Asyl gestellt.

Aufgabe: Was heißt Asyl eigentlich? Hinweise und Hilfen findet ihr wieder in der Umgebung.

Ergebnis:

Asyl bedeutet in erster Linie, dass man in Sicherheit ist und dass man eine sichere Zuflucht gefunden hat.
Ob das langfristig allerdings reicht ist eine andere Frage. Wie sinnvoll ist eine Rückkehr, wenn man teilweise Jahrzehnte in einem neuen Land sich eine neue Existenz aufgebaut hat? Genau dies kann jedoch bei einem Sonderfall des Asylrechts passieren: Der Duldung.


Station: Station 3

2013 wurden 120.000 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt. In den letzten Jahren sind die Asylbewerberzahlen gestiegen. Asylbewerber bedeutet allerdings nicht, dass man in Deutschland bleiben darf. Im Gegenteil. Nur ein kleiner Teil dieser Menschen darf bleiben. Wieviele durften 2013 bleiben?

Aufgabe: Wieviele Menschen durften 2013 bleiben? Ihr müsst die Zahl nicht genau berechnen. Auch hier findet ihr Hinweise in der Umgebung.

Ergebnis:

Asylbewerberzahlen geistern oft durch die Medien. Sie vertuschen allerdings die Tatsache, dass nur ein kleiner Teil überhaupt in Deutschland bleiben darf.


Station: Station 4

Ihr wisst nun wieviele Menschen in Deutschland bleiben durften. Doch wie schaut es mit anderen Ländern aus? Dies ist gleichzeitig unsere letzte Station für euch. Wir hoffen es hat euch Spaß gemacht auf diese Art und Weise Fragen nachzugehen.

Aufgabe: Welche drei Länder haben weltweit die meisten Flüchtlinge im letzten Jahr aufgenommen. Wieviele hat jeweils jedes dieser drei Länder aufgenommen?

Ergebnis:

Deutschland ist ein beliebtes Einwanderungsland. Flüchtlinge kommen hier aufgrund der geographischen Lage und der rechtlichen Bestimmungen (Drittstaatenregelung) kaum an bzw. haben sehr viele Hürden, um hier bleiben zu dürfen.
Andere Staaten haben mit ganz anderen Zahl zu kämpfen. Beispiele hierfür sind Pakistan, der Iran oder Libanon, die weitaus größere Zahlen an Flüchtlingen aufnehmen als Deutschland. Teilweise sogar das Fünfzig- oder Hundertfache!