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Meine Welt und mein Viertel - Gruppe 2

Meine Welt und mein Viertel - Gruppe 2

Jugendliche aus Stuttgart-Nord erkunden nach ihren Interessen ihr Stadtviertel und suchen nach Institutionen und Möglichkeiten, die daran arbeiten das Viertel bunter zu gestalten.

Mit dieser Maßnahme sollen Jugendlichen sowohl ihren Sozialraum besser kennenlernen, als auch dessen historische und gegenwärtige Verbindungen zur Politik, welche auch die Alltagskultur des Lebens im Viertel beeinflusst. Dabei soll Jugendlichen ein offener Poltik- und Kulturbegriff vermittelt werden. Ziel ist es ihnen die Verbindungen ihrer Lebenswelt mit Politik, gesellschaftlichen Entwicklungen und Alltagskultur zu verdeutlichen und die Jugendlichen bei Persönlichkeitsbildung zu stärken. Dabei helfen einerseits dialogische Gespräche mit jungen (neutralen) Politik-Mentoren, Teambuilding in der Gruppe, wie auch Besuche bei Gedenkstätten und politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Einrichtungen (Parteien, Bezirksrathaus, Jugendhaus, Kulturvereine) im Viertel oder im Umkreis des jeweiligen Stadtviertels der Schulen. Hierbei soll vor allem die Methode Geocaching zum Einsatz kommen. Mittels Geocaching müssen Jugendliche versuchen verschiedene Aufgaben hisichtlich der zu besuchenden Orte zu lösen. Ziel ist es, dass sie so die Institutionen und ihre Handlungsfelder besser kennenlernen. Erst durch die Verbindung von Lebenswelt, Alltagskultur und Politik bekommen die Jugendlichen ein besseres Bewusstsein für die Möglichkeiten, die sie haben, um auch selbst partizipieren zu können.

Adresse:Rosensteinschule
Nordbahnhofstraße 120
70191 Stuttgart
Baden-Württemberg
E-Mail:
Telefon:
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Konstantinos Kosmidis
Das Projekt wurde am beendet.

Unsere Bündnispartner

Abteilung Integration der LHS Stuttgart

Die Abteilung Integration wirkt in zentralen Bereichen, die das Zusammenleben deutscher und nichtdeutscher Einwohner in Stuttgart prägen. Sie gehört zum Stab des Oberbürgermeisters und ist damit in de...

Dialogschmiede e.V.

Wir sind ein junger Verein, der aus dem Projekt "Dialog macht Schule" in Stuttgart entstanden ist. Unser Ziel ist es mit dialogischer Arbeit innovative Konzepte umzusetzen. Dabei unterstützen wir mit ...

Förderverein der Rosensteinschule e.V.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Wir verfolgen ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Wir fördern - die Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler der Rosensteinschul...

Rosensteinschule Stuttgart

ie Rosensteinschule liegt in einem multikulturell geprägten Innenstadtbezirk, dem Nordbahnhofviertel. Sie ist sowohl im Werkrealschul- als auch im Grundschulbereich teilgebundene Ganztagsschule. Ki...

Unsere Missionen

Mission: Besuch einer Flüchtlingsunterkunft im Stuttgarter Norden

Heute besuchen wir eine Flüchtlingsunterkunft im Stuttgarter Norden.
Ergebnis / Fazit:
Es dürfen in Abstimmung mit den Betreibern der Unterkunft aus datenschutzrechtlichen Gründen keine näheren Angaben zum genauen Ort der Flüchtlingsunterkunft gemacht werden.


Ein wertvoller Besuch mit tiefen Einblicken in das Leben von Flüchtlingen in Deutschland. Wir haben uns entschlossen in Zukunft Spielsachen für Flüchtlingskinder zu sammeln. Beide Gruppen aus der Schule konnten sehr viel erfahren und werden auch weiter Aktuelles zu den Hintergründen von Flucht und Asyl in Deutschland besprechen. Nächstes Thema in der Gruppe wird das Thema Rassismus und Rechtsextremismus sein, welches auch mit dem Thema Asyl zusammenhängt und ebenfalls Bezüge zum Nordbahnhofviertel hat.

Station: Daten und Fakten

Jeder Landkreis in Deutschland muss entsprechend seiner Einwohnerzahl Flüchtlinge aufnehmen, die es bis nach Deutschland schaffen.

Aufgabe: Schätzfrage: Wieviele Flüchtlingen hat Stuttgart in diesem Jahr bereits aufgenommen?

Ergebnis:

Die Zahl lag 2013 knapp über 1000. Es wird allerdings erwartet, dass sich diese Zahl in den nächsten beiden Jahren auf über 3.000 Neu-Stuttgarter*innen steigert.
Daher werden derzeit neue Unterkünfte gebaut, die teilweise bereits in Betrieb genommen wurden.


Station: Daten und Fakten 2

In einer Flüchtlingsunterkunft leben Menschen, die sich in Deutschland um Asyl, also Schutz vor Verfolgung und Katastrophen, beworben haben. In Deutschland kümmern viele verschiedene Stellen um die Flüchtlinge.

Aufgabe: Doch wer kümmert sich um die Flüchtlinge in in der Unterkunft, die wir besuchen? Die Antwort findet ihr am Eingang zur Unterkunft.

Ergebnis:

Die Caritas (katholischer Träger) ist der Träger der Unterkunft. Aber bei Weitem nicht der Einzige in Stuttgart, der im Bereich Asyl aktiv ist. Zu nennen wären noch weitere wie etwa AWO, AGDW, Eva und weitere.


Station: Flüchtlingsunterkunft

Über 200 Menschen aus über 20 Ländern. Über 200 Schicksal und über 200 mal neue Hoffnung mitten im Stuttgarter Norden mit seinem neu herausgeputzten Milaneo. Heute erfahrt ihr einiges über das Leben eines Flüchtlings in Deutschland. Darüber gibt es Menge Vorurteile und Halbwahrheiten. Wir hoffen, dass ihr heute einiges dazulernen könnt und wünschen euch viel Spaß.

Aufgabe: Als kleines Erinnerungsstück für unseren heutigen Ausflug wäre es schön, wenn wir alle gemeinsam ein Gruppenfoto von uns schießen.

Ergebnis:

Für viele war es unerwartet, wie es in der Unterkunft aussieht, wie das Leben dort organisiert ist. Für einige war es schlechter als erwartet, für andere wiederum besser. Sicher ist, dass es dort nicht komfortabel ist. Privatsphäre wie bei den Schülern daheim ist nicht gegeben. Das Leben für einen Jugendlichen sieht anders aus, wenn man dort wohnt.


Mission: Führung zur Deportation der Juden aus Stuttgart

In der heutigen Mission geht es um die Erinnerungskultur in S-Nord.
Mit der Machtübernahme 1933 leiteten die Nationalsozialisten unzählige Maßnahmen ein, um die deutschen Juden aus dem gesellschaftlichen Leben zu verdrängen. Endpunkt dieser Politik waren die Massendeportationen in die Vernichtungslager, die seit 1941 in vielen deutschen Städten unter den Augen der Öffentlichkeit durchgeführt wurden. Hierzu gibt es in unserem Viertel verschiede Orte, die wir heute gemeinsam in Kooperation mit dem "Lernort Gedenkstätte" besuchen werden.
Ergebnis / Fazit:
Für die Jugendlichen war das heute eine wichtige Erfahrung. Sie haben Plätze aus ihrem Viertel kennengelernt, die sie auf diese Weise nie gesehen haben. Sie wissen nun um die Geschichte der Orte, die sie teilweise als Chillplätze kennen.
Und sie sahen eine Gegend des Stuttgarter Nordens, die sich sehr von ihrer Gegend unterscheidet: Den Stuttarter Killesberg, der ebenso Teil des Bezirks ist, wie das Nordbahnhofviertel, aus dem die Jugendlichen der Gruppe kommen.

Station: Begrüßung, Zeitstrahl, Antijüdische Gesetze

An dieser Station bekommt ihr eine Übersicht über die Verfolgung der Juden im Dritten Reich.

Aufgabe: Wann wurden die Nürnberger Rassengesetze erlassen?

Ergebnis:

Die Nürnberger Rassengesetze wurden 1935 erlassen und bis 1942 sukzessive ergänzt. Auf einem Zeitstrahl konnten die Jugendlichen nachvollziehen welche Abfolge die Gesetze hatten. Sie mussten zu 15 ausgewählten Gesetzen zeitlich geordnet in Reihe aufstellen.
Es war sehr eindrucksvoll und zugleich beängstigend wie das Leben von Menschen mit jüdischer Religionszugehörigkeit immer mehr gesetzlich und gesellschaftlich erschwert und eingeschränkt wurde. Viele der Jugendlichen können sich nicht ansatzweise vorstellen, wie es ist, wenn man nach 20 Uhr nicht mehr unterwegs sein darf, keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen darf, nur in einem Laden im gesamten Stadtgebiet einkaufen darf oder permanent für jeden und für alle erkennbar gekennzeichnet in der Öffentlichkeit rumlaufen darf.


Station: Gedenkstein

An diesem Ort befand sich ein Sammellager, an dem Abzutransportierende gesammelt wurden und gemäß ihrer Transportbefehle zum Bahnhof gebracht wurden.

Aufgabe: Macht ein Foto des Gedenksteins.

Ergebnis:

Der Gedenkstein wurde in der unmittelbaren Nachkriegszeit von der Stadt Stuttgart errichtet und ist ein Zeugnis wie damals die Nazi-Zeit gesehen wurde. Der Gedenkstein spricht nicht von Rassismus, Schuld oder Verfolgung. Sie spricht von Unheil. Ein Zeugnis dafür, dass damals in der Verwaltung nicht die Schuld in der Gesellschaft sah, sondern bei bestimmten Leuten, die das Unheil über das Volk gebracht haben. Diese Sichtweise lässt sich auch damit erklären, dass in der Nachkriegszeit viele Ex-Parteimitglieder und Sympathisanten weiterhin in der Verwaltung waren.


Station: Kurzfilm Sammellager

In der Unterführung lernt ihr einiges über das Sammellager.

Aufgabe: Von wem zu welchem Zweck wurde dieser Film gedreht?

Ergebnis:

Der Film wurde von der Stuttgarter Stadtverwaltung gedreht um zu zeigen, dass im Sammellager alles wohlorganisiert und die Menschen gut genährt waren. Es ist ein Propagandafilm.
Das Gegenteil war der Fall. Die Jugendlichen durften aus einem Auswanderungsbefehlbrief vorlesen. Laut diesem Brief durften die Personen, die im Sammellager waren nur einen Rucksack voll mit Habseligkeiten mitbringen und Proviant für zwei Tage. Im Sammellager mussten sie Wertgegenstände abgeben. Ihre Verweildauer dort betruf in der Regel weitaus mehr als zwei Tage, so dass viele hungern mussten.


Station: Aufgabenkarten und Aussichtspunkt

An dieser Stelle bekommt ihr Aufgabenkarten.

Aufgabe: Macht zusätzlich zu den Aufgaben ein Foto von der Aussicht an diesem Punkt

Ergebnis:

Von hier aus gingen die Menschen, die deportiert werden sollten, zum Stuttgarter Nordbahnhof, von wo ein Großteil der Transporte in die Konzentations- und Vernichtungslager losging. Der Weg führt durch Wohngebiete, die damals schon bewohnt waren. Menschen haben mitgekriegt, dass tausende aus der Umgebung regelmäßig zum Bahnhof laufen mussten. Kaum jemand hat irgendwas dagegen unternommen. Das Schweigen und Verdrängen vieler aus der Kriegsgeneration kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Menschen gibt, die es definitiv mitgekriegt haben müssen, dass nach und nach immer mehr Andersdenkende verschwanden.


Station: Martinskirche

An diesem Punkt werden die Aufgaben gemeinsam besprochen.

Aufgabe: Auf dem Weg seid ihr auch an Wohnhäusern vorbeigekommen. Überlegt euch, warum viele der Menschen mitbekommen haben, was mit den Juden passiert ist und sie trotzdem nichts dagegen unternommen haben?

Ergebnis:

Der Druck war groß. Der Krieg, das Terrorregime der Nazis, die Angst aufzufallen, die Angst als Verräter zu gelten, die Angst allein zu sein, die Angst vor den Strafen, um das eigene Leben. Aber auch die Tatsache, dass viele die Art und Weise, wie die Nazis das Land regierten gut hießen ließ es nicht zu, dass Menschen und Stuttgarter aus dem Nordbahnhofviertel etwas dagegen unternahmen.


Station: Gedenkstätte Innerer Nordbahnhof

Von hier aus wurden Personen während der Nazi-Zeit in Richtung der Konzentrations- und Vernichtungslager transportiert.

Aufgabe: Von hier wurden 2300 jüdische Menschen deportiert. Welche Menschengruppen wurden außerdem von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager gebracht?

Ergebnis:

Politische Gegner, Homosexuelle, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Obdachlose und viele Weitere wurden von den Nazis deportiert.


Station: Gedenktafel

Die Gedenktafel soll nachkommende Generationen an das Geschehene erinnern.

Aufgabe: Was steht eigentlich auf der Gedenktafel?

Ergebnis:

Die Gedenktafel stammt aus dem Jahr 1995. 50 Jahre nach Kriegsende hat sich der Blick auf die Geschehnisse verändert. Es ist nicht mehr die Sprache von Unheil. Es wird von Verbrechen gesprochen. Es wird auch angesprochen, dass direkt neben der evangelischen Martinskirche unter den Augen der Gemeinde derart Schlimmes passiert ist. Die Erinnerungskultur hat sich verändert. Und das durchaus zum Positiven.


Mission: Gentrifikation im Nordbahnhofviertel

Das Nordbahnhofviertel hat in den letzten Jahren eine deutliche Aufwertung erfahren. Ehemals Arbeiterquartier zwischen dem Nordbahnhof, der B27 und den Rangiergleisen des Hauptbahnhofs galt es als das ärmste Viertel im Stuttgart Norden. Doch Stuttgart 21, der Bau des Europaviertels, der neuen Stadtbibliothek, des Milaneos und Modernisierung des U-Bannetzes haben die Attrakitivität für Investoren im Bereich der Immobilienbranche stark steigen lassen. Die Mieten steigen seitdem beständig. Infolge dessen ändert sich die Bevölkerungsstruktur im Viertel. Die ärmerem "Alten" ziehen weg und reichere "Neue" kommen hinzu. Die heutige Tour soll einige Aspekte der Faktoren erfahrbar machen, welche die Mietpreise haben steigen lassen bzw. welche die Mietpreise auf hohem Niveau verharren lassen.
Ergebnis / Fazit:

Station: U-Bahn-Anbindung

Das Nordbahnhofviertel gilt mittlerweile als eines der am besten an den ÖPNV angebundenen Viertel. Eine gute Anbinung an den ÖPNV lässt die Mietpreise in einem Viertel steigen.

Aufgabe: Wieviele U-Bahn-Haltestellen befinden im Nordbahnhofviertel oder grenzen unmittelbar daran?

Ergebnis:

Im und unmittelbar um das Nordbahnhofviertel gibt es 7 U-Bahnhaltestellen:
- Pragfriedhof
- Milchhof
- Mittnachtstraße
- Nordbahnhof
- Löwentor
- Löwentorbrücke
- Eckhartshaldenweg


Station: Schulen

Mieten sind hoch, wenn es viele Schulen in der Nähe gibt. Schulen ziehen Familien an. So können größere Wohnungen vermietet werden. Das Stuttgarter Nordbahnhofviertel hat einiges an Schulen zu bieten.

Aufgabe: Wieviele Schulen befinden sich im Nordbahnhofviertel?

Ergebnis:

Es gibt 10 Schulen im oder direkt um das Nordbahnhofviertel. Darunter ist eine Grundschule (Pragschule), eine Grund- und Werkrealschule (Rosensteinschule), eine Realschule, sieben berufliche Schulen mit verschiedenen Schularten (Kolping-Kolleg, DAA, Kaufmännische Schule Nord, Alexander-Fleming-Schule, Hedwig-Dohm-Schule, Steinbeisschule, Evangelisches Bildunszentrum für Pflegeberufe).


Station: Stuttgart 21

Durch Stuttgart 21 soll der alte Kopfbahnhof tiefer gelegt werden. An seiner Stelle sollen Parkanlagen, Wohnungen, Bürogebäude entstehen. Unter Anderem soll auch eine neue Anbindung an den Flughafen unterirdisch entstehen. Alles das verbessert die Verkehrsanbindung und erhöht die Wohnqualität, ergo höhere Mietpreise.

Aufgabe: Wie lang braucht man dann nur noch, um vom Hauptbahnhof zum Flughafen zu kommen?

Ergebnis:

Durch den neuen Fildertunnel braucht man nur noch 8 Minuten anstatt von 27 Minuten. Personen aus der Region kommen so schenller an den Flughafen. Von Stuttgart Nord würde man dann anstatt einer drieviertel nur noch ein viertel Stunde brauchen. Der Hauptbahnhof als Verkehrsknotenpunkt, von dem aus man schnell an andere Orte kommt wird durch S21 zu einem Faktor, der in der Umgebung Mietpreise tendentiell steigen lässt.


Station: Verkehrsanbindung

Das Nordbahnhofviertel liegt sehr zentral in Stuttgart. Es grenzt fast direkt an den Stadtbezirk Mitte an. An Stuttgart-Nord führt eine der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsarterien vorbei.

Aufgabe: Macht ein Foto der Bundesstraße, die am Nordbahnhofviertel vorbeiführt.

Ergebnis:

Die sichtbare Bundesstraße ist die B27. Eine weitere Bundesstraße, die Stuttgart in west-östlicher Richtung durchkreuzt ist die B10. Sie kommt nördlich des Viertels vorbei und kreuzt sich angrenzend am Pragsattel mit der B27. Das Nordbahnhofviertel liegt somit in unmittelbarer Nachbarschaft zu beiden Verkehrsarterien Stuttgart, was die Mobilität in alle Himmelrichtungen erleichtert und die Preise ebenfalls tendentiell erhöht.


Station: Einkaufsmöglichkeiten

Mieten sind hoch, wenn es viele Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe gibt. In dieser Hinsicht hat das Stuttgarter Nordbahnhofviertel am stärksten in den letzten Jahren zugelegt. Durch das Milaneo ist eines der größten Einkaufszentren deutschlandweit dazugekommen.

Aufgabe: Wieviele Shops hat das Milaneo insgesamt zu bieten?

Ergebnis:

Das Milaneo grenzt unmittelbar an das Nordbahnhofviertel und liegt im neu gebauten Europaviertel. Dieses Viertel ist Teil städtebauliches Konzepts von Stuttgart 21.
Das Milaneo erweitert das Spektrum an Geschäften um 200. Somit kommen extrem viele neue Einkaufsmöglichkeiten dazu. Die Einkaufsmöglichkeiten im Nordbahnhofviertel liegen bei unter 20. Durch die Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe steigen tendentiell auch Mietpreise in der Umgebung.


Mission: NSU - Nationalsozialistischer Untergrund und Stuttgart

Auf unserem heutigen Ausflug beschäftigen wir uns mit dem NSU und seinen Gewalttaten, dazu besuchen wir einen Ort, an dem der NSU auch in Stuttgart-Nord einen Anschlag geplant hat und das Stuttgarter Rathaus, wo wir eine Ausstellung zu diesem Thema besuchen.
Ergebnis / Fazit:
Der Terror des NSU hat die Blindheit der involvierten Ermittlungsbehörden gegenüber rassistisch motiviertem Terror gezeigt. Zugleich zeigte sich, dass die Ermittlungsbehörden selbst rassistisch voreingenommen waren. Für die Hinterbliebenen der Opfer bedeutete dies eine beinahe unerträgliche Last. Die Opfer waren in der Regel gut integriert und erfolgreich. Die heutige Mission konnte zeigen, dass Rassismus und sein Potential uns allen sehr nah ist.
Die Präsentation und die Fragerunde mit dem Rathausmitarbeiter zeigten den Jugendlichen wie nah Lokalpolitik ist und war eine gelungene Verbindung zum Thema NSU, da es um Integrationpolitik ging. Die Stuttgarter Integrationspolitik gilt als vorbildlich und ist auch eine gute Anti-Rassimus-Politik.

Station: Anschlagsziel des NSU

Bei der Durchsuchung der Wohnung des NSU-Trios wurden Bilder vom 26.6.2003 aus der Nordbahnhofstraße gefunden. Offenbar planten die Mitglieder des NSU ungefähr hier einen Anschlag. Warum nie ein Anschlag in Stuttgart passiert weiß heute keiner so genau.

Aufgabe: Macht ein Bild von einem der Läden in der näheren Umgebung. Einer dieser Läden hätte Ziel des Anschlags im Nordbahnhofviertel werden können.

Ergebnis:

Der Terror des NSU kam auch der Rosensteinschule sehr nah. Nur ca. 300 Meter weiter weg machte das Terror-Trio im Sommer 2003 Fotos von Läden, die in Besitz von Migranten waren. Für die Schüler war dies eine sehr eindringliche Gewissheit. Viele stellten sich die Frage, warum ausgerechnet Ladenbesitzer verstärkt ins Visier genommen wurden.


Station: Ausstellung im Stuttgarter Rathaus

Im Stuttgarter Rathaus werden politische Entscheidungen getroffen, die auch das Nordbahnhofviertel betreffen. Im Rathaus tagt der Gemeinderat von ganz Stuttgart und der Bezirksbeirat von Stuttgart-Nord. Entscheidungen, wie etwa was wo gebaut wird, werden hier gefällt. Im Rathaus wird nicht nur Politik gemacht. Es finden regelmäßig Ausstellungen statt. Eine davon besucher wir heute.

Aufgabe: Findet heraus wann ungefähr das Stuttgarter Rathaus erbaut wurde. Fragt Leute auf der Straße oder geht in das Rathaus und sucht nach Hinweisen.

Ergebnis:

Das Rathaus wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und besteht seit 1956 in seiner heutigen Form. Im Rathaus haben alle Teilnehmenden gemeinsam eine Ausstellung zum Thema NSU besucht. Die Ausstellung zeigte Opfer und Hintergründe. Zum Thema gab es dann Aufgaben zu lösen. Sie wurden gemeinsam in einem Ausschusssitzungsraum des Gemeinderats besprochen. So konnten die Schüler sich besser in die Lage von Lokalpolitikern versetzen. Ein Mitarbeiter der Stadt hat die Arbeit des Gemeinderates vorgestellt und auf Fragen der Schüler/innen geantwortet. Wichtiges Thema war neben der Integrationsarbeit der Stadt dabei auch das Thema Stuttgart 21, das auch das Viertel der Schüler sehr stark betrifft.
Alles in allem war es eine sehr spannende Mission, die mit einem gemeinsamen Mahlzeit in der Rathauskantine abgerundet wurde.


Mission: Schnitzeljagd Asyl weltweit und in Deutschland

Infos über Asyl weltweit und in Deutschland - passend zum derzeitigen Thema in der eigenen Schule und in den Medien
Ergebnis / Fazit:
Nach spannenden Diskussionen in der Gruppe und vielem, was aktuelle in den Medien ist, hat es sehr großen Spaß gemacht das Thema als Schnitzeljagd kennenzulernen. Wir freuen uns bald eine echte Flüchtlingsunterkunft zu besuchen, um das Thema neben Nachrichten und Fakten anders kennenzulernen.

Station: Station 1

Weltweit befinden sich über 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht (laut UNHCR). Andere Schätzungen kommen auf eine Größe von über 60 Millionen
Personen. Die meisten Flüchtlinge (80-85 %) bleiben innerhalb ihrer Heimatregion und überschreiten keine Staatsgrenzen. Dann sind sie "Binnenvertriebene" und werden nicht als Flüchtlinge angesehen. Manchmal reicht dies aus, um den Fluchtgründen zu entkommen.
Verschiedene Gründe verhindern eine weitere Flucht bzw. einen längeren Fluchtweg: Oft reicht das Geld nicht für eine weitere Flucht, der Gesundheitszustand verhindert ein Weiterkommen oder die Familiensituation lassen keine längere Reise zu, wenn z.B. kleine Kinder dabei sind.
Familien können, aufgrund der hohen Kosten, nicht immer zusammen flüchten. Sie legen das Geld zusammen, um einem Familienmitglied die Flucht zu ermöglichen. Nicht selten verkaufen Flüchtlinge all ihr Hab und Gut, um ihre Flucht zu finanzieren. Öfter müssen Beamte bestochen werden, z.B. um nötige Dokumente wie einen Reisepass zu bekommen. Es kann ausschließlich das Nötigste wie Geld, (nur wenig) Kleidung und Ausweispapiere mitgenommen werden.
Für eine Einreise z.B. in die EU wird in der Regel ein Visum benötigt. Flüchtlinge bekommen dieses meist nicht. Sie müssen oft mit falschen Papieren fliehen oder den gefährlichen Weg heimlich über die Grenze wagen.

Aufgabe: Sammelt gemeinsam mindestens sieben Länder, von denen ihr gehört habt, dass dort derzeit Kriege stattfinden, vor denen Menschen flüchten. Hinweise auf die richtige Antwort findet ihr in der Umgebung.

Ergebnis:

Derzeit gibt es weltweit viele Krisenherde weltweit. Für viele Betroffene bedeutet dies schmerzliche Verluste. Unter Anderem den Verlust der eigenen Heimat. In den Medien entsteht teilweise ein Bild, das den Eindruck macht, dass Europa von Flüchtlingen überrannt wird. Das stimmt allerdings nicht. Die Meisten bleiben im eigenen Land. Wenige schaffen es hierher, auch wenn die betroffenen Länder oft gar nicht so weit weg sind.


Station: Station 2

2013 wurden in Deutschland 120.000 Anträge auf Asyl gestellt.

Aufgabe: Was heißt Asyl eigentlich? Hinweise und Hilfen findet ihr wieder in der Umgebung.

Ergebnis:

Asyl bedeutet in erster Linie, dass man in Sicherheit ist und dass man eine sichere Zuflucht gefunden hat.
Ob das langfristig allerdings reicht ist eine andere Frage. Wie sinnvoll ist eine Rückkehr, wenn man teilweise Jahrzehnte in einem neuen Land sich eine neue Existenz aufgebaut hat? Genau dies kann jedoch bei einem Sonderfall des Asylrechts passieren: Der Duldung.


Station: Station 3

2013 wurden 120.000 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt. In den letzten Jahren sind die Asylbewerberzahlen gestiegen. Asylbewerber bedeutet allerdings nicht, dass man in Deutschland bleiben darf. Im Gegenteil. Nur ein kleiner Teil dieser Menschen darf bleiben. Wieviele durften 2013 bleiben?

Aufgabe: Wieviele Menschen durften 2013 bleiben? Ihr müsst die Zahl nicht genau berechnen. Auch hier findet ihr Hinweise in der Umgebung.

Ergebnis:

Asylbewerberzahlen geistern oft durch die Medien. Sie vertuschen allerdings die Tatsache, dass nur ein kleiner Teil überhaupt in Deutschland bleiben darf.


Station: Station 4

Ihr wisst nun wieviele Menschen in Deutschland bleiben durften. Doch wie schaut es mit anderen Ländern aus? Dies ist gleichzeitig unsere letzte Station für euch. Wir hoffen es hat euch Spaß gemacht auf diese Art und Weise Fragen nachzugehen.

Aufgabe: Welche drei Länder haben weltweit die meisten Flüchtlinge im letzten Jahr aufgenommen. Wieviele hat jeweils jedes dieser drei Länder aufgenommen?

Ergebnis:

Deutschland ist ein beliebtes Einwanderungsland. Flüchtlinge kommen hier aufgrund der geographischen Lage und der rechtlichen Bestimmungen (Drittstaatenregelung) kaum an bzw. haben sehr viele Hürden, um hier bleiben zu dürfen.
Andere Staaten haben mit ganz anderen Zahl zu kämpfen. Beispiele hierfür sind Pakistan, der Iran oder Libanon, die weitaus größere Zahlen an Flüchtlingen aufnehmen als Deutschland. Teilweise sogar das Fünfzig- oder Hundertfache!