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Berlin-Neukölln: Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft

Berlin-Neukölln: Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft

Die Gesellschaft, in der ich lebe, ist auch meine Gesellschaft, sowie meine Natur, meine Kultur, meine Politik und meine Zukunft.

Geocaching bietet den Jugendlichen von Neukölln eine optimale Möglichkeit, ihrem Sozialraum neu zu begegnen, ihn neu zu entdecken, kritische Anstöße und Impulse für Veränderung zu setzen und zu begreifen, dass sie selbst mit ihrem Engagement, ihrem Blick, ihrem Interesse und ihrer Neugier ein Bild ihrer Umgebung entwerfen können, welches allen Interessierten zugänglich sein wird.
Wir unterbreiten den Jugendlichen zunächst Vorschläge zu Standortmarken, aus denen sie auswählen können. Dort werden wir Fragen und Aufgaben etablieren und schließlich die Jugendlichen unter fachkundiger Begleitung zur sinnvollen Bearbeitung anleiten. Wir werden gemeinsam entscheiden, welches Medium sich für welches Thema am besten eignet und erwarten Beiträge unterschiedlichster Art, wie Textdateien, Fotos bzw. Fotoreportagen, Videos oder Tonaufnahmen, die wir entsprechend unserer Aufgabenstellung hochladen werden.
Eine Stadt, in der ich lebe, ist auch meine Stadt. Die Gesellschaft, in der ich lebe, ist auch meine Gesellschaft, sowie meine Natur, meine Kultur, meine Politik. Zu erlernen, dass auch ich wichtig bin, um meine Stadt zu erhalten, zu gestalten und auch zu verändern, ist etwas, was unsere Jugend bewegen soll, Vorurteile und Selbstverständlichkeiten aufzuheben. Ältere Generationen können dafür Impulse setzen, Gedanken und Visionen anregen und so zu einem gemeinsamen Miteinander führen.

Adresse:Nijinski Arts Internacional e.V.
Schlessische Str. 6
10997 Berlin
Berlin
E-Mail:nijinski.arts(at)gmx.de
Telefon:030 - 61209099
Mobil:0162 9491029
Bündnisverantwortlicher:Adauto de Souza Santos
Das Projekt wurde am 2015-01-31 beendet.

Unsere Bündnispartner

BNW 24 Beratungsnetzwerk e.V.

Die Arbeit von "BNW 24 Beratungsnetzwerk e.V." erstreckt sich auf berufliche Qualifizierungsangebote für Jugendliche und Erwachsene in Neukölln und berlinweit. Menschen sollen durch den Erwerb von Sc...

Campus Bildung im Quadrat gGmbH

Der Förderverein "Campus Bildung im Quadrat" ist der Bildungspartner der Gemeinschaftsschule Neukölln auf dem Campus Rütli. Er betreibt angesehene pädagogische Projekte zur Stärkung von Schüler/-innen...

Nijinski Arts Internacional e.V

Nijinski Arts Internacional e.V. ist eine Vereinigung von Künstlern und Pädagogen mit Sitz in Berlin. Seit unserer Gründung im Jahr 1993 realisieren wir Kulturprojekte zur Förderung des interkulturel...

Unsere Missionen

Mission: Das Erbe der Tempelritter

Wir begeben uns auf eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert, als Böhmische Glaubensflüchtlinge 1737 vom König Friedrich Wilhelm dem Ersten im damaligen Rixdorf (heutigen Neukölln), einem kleinen Dorf umgeben von Wiesen und Feldern, weit entfern von Berlin, Asyl bekamen. Aus anfänglich neun Doppelhäusern, die ihnen der König zur Verfügung stellte, entstand das Böhmische Dorf. Böhmisch Rixdorf und Deutsch Rixdorf lebten friedlich miteinander. Was ist aus dieser Zeit erhalten und was hat das mit den Tempelrittern zu tun?
Ergebnis / Fazit:
Die Tempelritter entstammen dem Templerorden und gründeten im 13. Jahrhundert kleinere Ortschaften in der Mark Brandenburg - so auch Rixdorf, das heutige Neukölln. Die Ortschaft wurde nach dem Tempelritter Richard benannt.

Station: Denkmal König Friedrich Wilhelm der I.

200 Glaubensflüchtlinge aus Böhmen treffen 1737 in Rixdorf ein. Sie sprechen tschechisch. Auf ihrer Flucht konnten sie fast nichts mitnehmen. Der König schenkte ihnen neun Doppelhäuser in der Richardstraße und Ackerland zum Anbau von Getreide und Gemüse. Der König tat das natürlich nicht nur aus reinem Mitgefühl, sondern um seine eigene Wirtschaft anzukurbeln.

Aufgabe: Fotografiere das Relief der Böhmischen Flüchtlinge?

Ergebnis:


Station: Richardstr.

Entlang der Richardstraße bezogen die Böhmen ihre Häuser. 22 Menschen bezogen jeweils ein Haus. Die Häuser standen mit dem Giebel zur Straße, eine aus dem Mittelalter stammenden Bauweise. 1849 fielen die meisten Wohnhäuser einem Großfeuer zum Opfer und nur eins davon ist im urspünglichen Zustand wieder aufgebaut worden und auch heute noch erhalten.

Aufgabe: Überlegt gemeinsam, wie der Wohnraum aufgeteilt werden konnte?

Ergebnis:

http://youtu.be/geyQ0Cpz5b4


Station: Die Schule

Die Böhmische Gemeinde gründete 1753 eine eigene Schule. Das Schuldgebäude ist heute noch erhalten.

Aufgabe: Was kannst du über die Schule herausfinden?
Wozu dient dieses Gebäude heute?

Ergebnis:

Die Schule ist heute ein Museum. Sie zeigt die Geschichte der böhmischen Glaubensflüchtlinge von iher Ankunft in Rixdorf bis heute. Es gibt viele Fotografien, Origianlkleidungsstücke, Spielzeuge und Kunst. Geleitet wird das Museum von den Erben der Flüchtlinge.


Station: Die Rixdorfer Dorfschmiede

Im Zentrum des Dorfangers von Deutsch-Rixdorf liegt die alte Rixdorfer Schmiede, die ? als Schmiede erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die heute noch vorhanden Gebäude stammen aus dem Jahr 1797.

Aufgabe: Wann wurde die Schmiede erstmals urkundlich erwähnt? Finde die Antwort!

Ergebnis:


Station: Die Villa Rixdorf

Die Villa Rixdorf am Richardplatz 6 war das Domizil eines Landwirtes aus dem Jahre 1870. Es prägt noch heute mit seinem eisenumzäunten Vorgarten den alten Ortskern. Heute ist es kein Wohnhaus mehr, sondern ein Restaurant, dass sich in jedem Berlin Reiseführer wiederfindet und sein Besitzer ist Roberto.

Aufgabe: Was weiß Roberto über die Geschichte von Rixdorf?

Ergebnis:

http://youtu.be/9eIDYrZoX0M


Station: Die Bethlehemskirche

Die Dorfkirche Rixdorf stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde von den Rixdorfern, die 1375 erstmals erwähnt wurden, gebaut. Auch die Böhmischen Flüchtlinge nutzten sie fürs Gebet, solange sie noch keinen eigenen Beetsaal besaßen.

Aufgabe: Aber was hat das alles mit den Tempelrittern zu tun?

Ergebnis:

Die Tempelritter entstammen dem Templerorden und dieser gründete kleinere Ortschaften in der Mark Brandenburg, wie auch Rixdorf, nach demTempler Richard benannt.


Mission: Mein Neukölln im Winter

Für unserere letzte Mission haben wir unsere Teilnehmerinnen gebeten sich vorzustellen, einem gleichaltrigen Ortsfremden besonders beliebte Orte in Neukölln zu zeigen und zu beschreiben. Was wir als einen alltäglichen Ort betrachten, hat oft eine interessante Geschichte. Wir sind gespannt!
Ergebnis / Fazit:
Und spannend war es! Nur ein paar Meter entfernt von dem Eisstadion, wo wir im Winter Schlittschuhe laufen, liegt das Grab von Werner Seelenbinder, was uns zuvor nie aufgefallen war. Auf dem Weg zum Körnerpark sahen wir verschiedene Gedenktafeln für deportierte Kommunisten und Juden während der Nazizeit und fanden den Ort, an den Werner Seelenbinder trainierte. Im Körnerpark, den nicht alle kannten, erfuhren wir, was eine Orangerie ist. Im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe sprachen wir mit zwei kleinen Jungs, die von diesem Ort schwärmten und erfuhren außerdem, dass diese Einrichtung die größte in Deutschland ist und zu Beginn der 50gerJahre teilweise von den Amerikanern finanziert worden ist. Und Haci Baba? Haci Baba kennt jeder. Hier gibt es einfach den besten Döner. Und den gab es für uns am Ende dieser Mission auch.

Station: Werner-Seelenbinder-Sportpark

Zum Werner-Seelenbinder-Sportpark gehört auch das Eisstadion Neukölln. Hier kann man von Oktober bis März unter freiem Himmel seine Schlittschuhlauf-Künste zeigen. Für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist das eine wunderbare Möglichkeit, während der kalten Jahreszeit Sport und Spaß miteinander zu verbinden.

Aufgabe: Wer war Werner Seelenbinder? Finde den Gedenkort und mache ein Foto!

Ergebnis:


Station: Trainingsstätte Werner Seelenbinders

Werner Seelenbinder kam als Fünfjähriger mit seiner Familie 1909 aus Stettin nach Berlin und lebte in Neukölln. In diesem Haus trainierte der sechsmalige deutsche Meister im Ringen und bekennender Kommunist, der für sein Denken und Handeln im faschistischen Deutschland jahrelang in Konzentrationslagern und Zuchthäusern Qualen erlitt und am 24.10.1944 in Brandenburg von den Nazis ermordet wurde.

Aufgabe: Mache ein Foto von der Gedenktafel.

Ergebnis:


Station: Körnerpark

Der wunderschöne Körnerpark war früher mal eine Kiesgrube, die der Besitzer Franz Körner 1910 der damaligen Stadt Rixdorf überschrieb. Seine einzige Bedingung war, dass der anzulegende Park seinen Namen tragen müsste. Zwischen 1912 und 1916 enstand diese im Stil des Neobarock errichtete Parkanlage, die nach dem Willen der Stadtväter eine besondere Perle im "schmuddeligen" Arbeiterbezirk Rixdorf darstellen sollte, um den Bezirk aufzuwerten und eine andere seriösere Klientel anzulocken.

Der Park liegt aufgrund der vorherigen Nutzung als Kiesgrube fünf bis sieben Meter tiefer als die umliegenden Straßen und Bauten und ist auf drei Seiten von Stützmauern eingefasst. An die westliche Einfassungsmauer ist – ähnlich wie in Versailles – die Orangerie eingebunden. Neben dem Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain und der Kaskade am Lietzensee ist der Körnerpark das bedeutendste Zeugnis neobarocker Gartengestaltung in Berlin.

Aufgabe: Was ist eine Orangerie?

Ergebnis:

ein Gewächshaus
ein historischer repräsentativer Garten für nicht winterharte Zitruspflanzen


Station: Kinder - Jugendzentrum Lessinghöhe

Das Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe ist die größte Kinder- und Jugendeinrichtung Deutschlands und seit 1951 aktiv. "Die fünfziger Jahre waren für die Neuköllner die rings um die Lessinghöhe wohnten, vielfach geprägt von: Arbeitslosigkeit, schlechten Wohnverhältnissen, unzureichendem Essen, Spielplätzen in Trümmerhäusern und Schiebergeschäften. Um Jugendlichen eine Perspektive zu geben wurden im Westteil der Stadt Häuser der Jugend gebaut. Dem Jugendnotdienst kam dabei eine besondere Verantwortung zu, indem sie Jugendliche beschäftigen, um einer Verwahrlosung vorzubeugen. Neue Konzepte von Jugendarbeit, beinhalteten das Wahrnehmen eigener Interessen sowie zunehmend eigenverantwortliches Handeln." (Auszug offizielle Website)
Manche Teilnehmerinnen gehen am Nachmittag ins Jugendzentrum Lessunghöhe und möchten euch diesen Ort vorstellen.

Aufgabe: Führt ein Interview mit Teilnehmerinnen durch und erfragt, was die Lessinghöhe so interessant macht. Was haben sie hier bereits Spannendes erlebt? Warum ist eine solche Einrichtung auch heute noch so wichtig?

Ergebnis:

https://www.youtube.com/watch?v=gD9hbhN6Ed8&feature=youtu.be


Station: Haci Baba

Am U- und S-Bahnhof Neukölln befindert sich das Kebabhaus Haci Baba. Nirgends sei der Döner besser als hier, sagen die Teilnehmerinnen.

Aufgabe: Was bedeutet der Name? Was ist das Besondere an Haci Baba? !

Ergebnis:

https://www.youtube.com/watch?v=HJFHDjHQ1nI&feature=youtu.be


Mission: Sonnenallee - Gedenken und Erinnern

Wir interessieren uns in dieser Mission vorrangig für die Tatsache, dass die Sonnenallee zu einem Grenzübergang wurde. Von 1961 bis 1989 stand der Begriff Sonnenallee auch für die Teilung Berlins. Heute gibt es dort verschiedene Gedenkorte für die Zeit des kalten Krieges, mit denen wir uns beschäftigen wollen.
Ergebnis / Fazit:
In dieser Mission haben wir uns mit der Sonnenallee von ihrem Ursprung bishin zur geschichtsträchtigen Grenzöffnung 1989 beschäftigt. Für die Jugendlichen war es besonders interessant zu erleben, dass eine Straße wie diese Neuköllner Hauptverkehrsader, geprägt durch typisches Neuköllner Leben, an Schauplätze führt, an denen in der Vergangenheit Menschen aus dem Volk berührende Schicksale erlebten. Durch das Wissen darum wird vielleicht auch in Zukunft manch einer interessierter nachfragen.

Station: Str. 84 - Kaiser Friedrichstr. - Braunauer Str. - Sonnenallee

Die Straße wurde um 1880 in einem sumpfigen Gebiet Rixdorfs angelegt, um die in die Städte drängende Bevölkerung während der Landflucht des ausgehenden 19. Jahrhunderts aufnehmen zu können. Die Bewohner dieses Gebietes gehörten zur Jahrhundertwende zu den ärmeren Bevölkerungsschichten. Die Straße hieß nach dem Bebauungsplan schlicht Straße 84. Nach dem Tod des Kaisers Friedrich III. (1888) erhielt sie 1893 den Namen Kaiser Friedrich-Straße.
Am 11. Mai 1938 wurde sie zur Braunauer Straße (nach Braunau am Inn, dem Geburtsort von Adolf Hitler) umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, am 31. Juli 1947 erhielt die Braunauer Straße auf Beschluss des Berliner Magistrats den Namen Sonnenallee.
Die Sonnenallee ist knapp fünf Kilometer (4,5 Kilometer in Neukölln und 400 Meter in Treptow-Köpenick) lang. Nordwestlich beginnt sie als Fortsetzung der Urbanstraße am Hermannplatz. Sie führt unter der Ringbahn hindurch und überquert den Neuköllner Schifffahrtskanal. An ihrem südöstlichen Ende mündet sie auf die Baumschulenstraße.
Mehrere Stadtplätze wie der Hermannplatz, der Hertzbergplatz und der Venusplatz tangieren die Straße. Ursprünglich besaß der Verkehrsweg auf voller Länge eine Mittelpromenade und beiderseitigen Baumbestand (Allee). Bis 1965 lagen darauf noch Straßenbahn-Gleise. In den 1980er Jahren wurde die Mittelpromenade an einigen Stellen durch weitere Fahrbahnen oder Parkstreifen ersetzt. Die Straße ist komplett sechsstreifig ausgebaut und eine wichtige Verkehrsader im Südosten Berlins.


Aufgabe: Lest euch den Text gegenseitig vor und macht ein Foto von der Sonnenallee, sodass auch das Straßenschild zu sehen ist!

Ergebnis:


Station: Grenzübergang Sonnenallee

Der Grenzübergang Sonnenallee ist durch die doppelte Pflastersteinreihe und durch eine Tafel der Geschichtsmeile Berliner Mauer markiert (Standort: nördlich der Sonnenallee, Höhe Heidekampgraben). Sie zeigt, welch Andrang an der Übergangsstelle herrschte, als zu Ostern 1972, noch vor Inkrafttreten des Viermächte-Abkommens über Berlin, für West-Berliner die Einreise nach Ost-Berlin

Aufgabe: Wann wurde die Mauer gebaut? Warum wurde sie gebaut? Und wann fiel sie?

Ergebnis:

1961 wurde die Mauer gebaut und 1989 vom Volk zerstört.
Deutschland wurde nach dem Krieg unter den vier Siegermächten England, Amerika, Frankreich (BRD) und Russland (DDR) aufgeteilt. Auch Berlin. Die Mauer wurde gebaut, damit die Menschen aus der DDR, wo es ihnen viel schlechter ging als im Westen, nicht in die BRD abwanderten. Die Regierung der DDR befürchtete einen großen Verlust an gut ausgebildeten Fachkräften und den Ausverkauf wertvoller Waren wie das Meißner Porzellan.


Station: „Übergang – Nähe und Distanz“, Heike Ponwitz

Was ist zu sehen? Die Fernrohre, die Heike Ponwitz am ehemaligen Grenzübergang Sonnenallee aufgestellt hat – als „Symbol für Überwachung in der Vergangenheit, für die Sehnsucht der Menschen nach Ferne und Weite“ – erscheinen am Rand einer unspektakulären Wohnanlage völlig deplatziert. So ziehen sie die Aufmerksamkeit auf sich und öffnen „Augentore für das Gegenwärtige“.

„Die Arbeit reagiert mit scheinbar normalen Gebrauchsgegenständen (zwei touristischen Fernrohren) auf eine banale stadträumliche Situation. Indem das im Gerät sichtbare Bild mit der Schrift Übergang überblendet wird, wird das reale Stadtraumpanorama gestört. Die kaum noch erinnerbare Grenzsituation wird so über eine begriffliche Irritation ins Bewusstsein zurückgerufen, wobei jeder Benutzer der Fernrohre seine eigenen Kenntnisse, Meinungen und Assoziationen in das Gedankenspiel einbringen kann. Diese intelligente Einbeziehung des Betrachters zeichnet die Arbeit ebenso aus wie das konsequente Zulassen der heutigen Banalität dieser peripheren Stadtlandschaft, die einmal ein brisanter politischer Ort war. Der Begriff Übergang wird dadurch auch frei für Reflexionen, die jenseits seiner politischen Geschichte/Konnotation liegen.“ (Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichts, September 1996)

Aufgabe: Was wisst ihr über die DDR? Was symbolisieren die Fernrohre?

Ergebnis:

Die DDR steht für Deutsche Demokratische Republik. Sie existierte von 1949 bis 1990. Mit dem Bau der Mauer wurden viele Familien zerrissen und den dort lebenden Menschen die Freiheit jeglicher Art genommen.
Die Fernrohre symbolisieren die Sehnsucht nach Freiheit und das Fernweh der Menschen und erinnern gleichzeitig daran, dass die DDR ein Überwachungsstaat war.


Station: Gedenktafel zum Mauerfall 1989

Ein Bodenrelief der Künstler Rüdiger Roehl und Jan Skuin erinnert in der Sonnenallee, Höhe Heidekampgraben, an die Ereignisse des 9. November 1989. Die Bezirksämter der Nachbarbezirke Treptow-Köpenick und Neukölln ließen die Gedenktafel anfertigen und übergaben sie am 20. März 1993 der Öffentlichkeit zum Jahrestag der ersten freien Wahlen in der DDR.

Aufgabe: Was bedeutet dieses Relief? Was die ersten freien Wahlen?

Ergebnis:

Das Relief liegt am Rand der Straße und ist nicht besonders originell. Es soll an den Tag des Mauerfalls, 9. Oktober 1989 erinnern, als viele Menschen auch zum Grenzübergang Sonnenallee kamen und sich schließlich die Grenze öffnete.
Die DDR wurde von einer großen Partei regiert, der SED, und war eine Diktatur. Erst nach dem Fall der Mauer kam es am 18.3.1990 zu den ersten freien Wahlen seit der Entstehung der DDR. Das Ergebnis von 93% Wahlbeteiligung wurde danach niemals wieder erreicht.


Station: Gedenkort Chris Gueffroy

Am Britzer Zweigkanal wollte der 20-jährige Chris Gueffroy mit einem Freund in der Nacht vom 5. zum 6. Februar 1989 aus Ost-Berlin nach West-Berlin fliehen. Die beiden gingen davon aus, dass an der Grenze nicht mehr geschossen würde.

Nachdem sie „Hinterlandmauer“ und Signalzaun überwunden hatten, wurden die jungen Männer von DDR-Grenzsoldaten entdeckt. Von links und rechts liefen zwei Doppelstreifen auf die Flüchtenden zu. Nach Anruf und Warnschüssen eröffneten die Posten das Feuer. Durch einen Herzschuss tödlich getroffen, brach Chris Gueffroy am vordersten Grenzzaun zusammen.

Er war der letzte Flüchtling, den Grenzsoldaten der DDR – wenige Monate vor dem Fall der Mauer – an der Grenze zu West-Berlin erschossen.
Sein Freund wurde verletzt. Wegen „versuchten ungesetzlichen Grenzübertritts in schwerem Fall“ verurteilte ihn das Stadtbezirksgerichts Berlin-Pankow zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Im Oktober 1989 wurde er nach West-Berlin abgeschoben. Der Grenzposten, der den tödlichen Schuss auf Chris Gueffroy abgegeben hatte, erhielt in letzter Instanz eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Seit dem 21.6.2003, dem Tag, an dem er 35 Jahre alt geworden wäre, erinnert an Chris Gueffroy eine Stele am historischen Ort. Karl Biedermann hat das Denkzeichen entworfen. Es trägt die Inschrift: „Von 1961 bis 1989 verlief an diesem Ufer die Berliner Mauer. Hier wurde am 5. Februar 1989 der zwanzigjährige Chris Gueffroy, geb. am 21.6.1968, getötet. Er war der letzte Flüchtling, der erschossen wurde, als er versuchte, die DDR-Grenzanlagen zu überwinden.“

Aufgabe: Was wisst ihr über die DDR? Redet miteinander und versucht euch in die Situation Chris Gueffroys zu versetzen. Was könnte ihn dazu getrieben haben, sein Leben aufs Spiel zu setzen und es schließlich zu verlieren?

Ergebnis:

Die DDR war ein Staat, der seine Menschen einsperrte. Viele konnten das nicht ertragen und wagten die Flucht. Das Schicksal des 20jährigen Chris Gueffroy ist deshalb so traurig, weil er nur wenige Monate vor dem Mauerfall bei seinem Fluchversuch von den Grenzsoldaten erschossen wurde.


Mission: Was hat der Hermannplatz mit der Eiszeit zu tun?

Der Hermannplatz in Neukölln hat eine lange Geschichte. Dass wir aber hier auf Einflüsse der Eiszeit stoßen würden, ist eine große Überraschung. Wir beginnen im heutigen Neukölln und starten eine Zeitreise über mehrere hundert Jahre in die Vergangenheit eines Platzes, der einst nichts als eine hübsche Landschaft war.
Ergebnis / Fazit:
Die Rollberge sind, erdgeschichtlich betrachtet, tatsächlich nichts weiter als Geröll, vor Jahrtausenden von einer bergdicken Gletscherzunge an den Rand des Teltows geschoben, einer älteren Grundmoräne, die weit in die heutige Stadt hineinlappt. Wo heute die Werbellinstraße den Verkehr von der Hermann- in die Karl-Marx-Straße hinunterspült, sind die 30 Meter Moränenkante zu spüren. Dort, am Fuße dieser Rollberge, enstand der Platz am Rollberg, später Hermannplatz genannt.

Station: Das tanzende Paar

Auf dem Hermannplatz steht die Skulptur "Tanzendes Paar" des Bildhauers Johannes Schmettau von 1980. Sie ist eine Hommage an das vergnügte Rixdorf des 18. und 19. Jahrhunderts. Damals zog es viele Menschen vom Land in die Stadt, um hier Arbeit zu finden. Mit den Arbeitern zog auch ein Nachtleben in diese Gegend, Brauereien, und Destillen (Schnapsbrennereien) sorgten für den Stoff für eine ausgelassene Stimmung in den Lokalen und Bars dieses Bezirkes. "In Rixdorf ist Musike drin", diese Zeile eines Liedes ist auch heute noch vielen bekannt. Oder etwa nicht?

Aufgabe: Das sollst du herausfinden! Was hat ein tanzendes Paar mit Neukölln heute zu tun? Wie lässt es sich mit der Vergangenheit inhaltlich verbinden? Und wie mit der Gegenwart?

Ergebnis:

Die Jugendlichen haben über Interviews herausgefunden, dass "Das tanzende Paar" auch wunderbar ins heutige Neukölln passt und für ein fröhliches buntes Leben in diesem Bezirk steht. Heute wie damals gibt es viel Musik und Tanz in diesem Stadtbezirk. Erstaunlicherweise gehen allerdings auch manche Menschen achtlos an dem Paar vorbei und haben erstmals durch die Fragen der Teilnehmer einen Blick auf diese Skulptur geworfen. Ein großartiger side effect des Geocachings.


Station: Karstadt

Das Gebäude wurde von dem Architekten Philipp Schaefer für den Karstadt-Konzern entworfen und von 1927 bis 1929 erbaut. Der Bau galt seinerzeit als das modernste Kaufhaus Europas und erinnerte aufgrund seiner vertikalen Strukturen und der ungewöhnlichen Höhe (32m Grundkörper, weitere 24m zwei Türme) an die Hochhausarchitektur aus New York. Die Nutzfläche betrug 72000 m². 24 Rolltreppen verbanden die Etagen. Es gab 24 Personen-, 13 Speise- und acht Lasten-Aufzüge, von denen einer komplett beladene Lastwagen in die fünfte Etage zur Lebensmittelabteilung befördern konnte. Karstadt am Hermannplatz entwickelte sich schnell zu einer stadtbekannten Attraktion. Neben dem reichhaltigen Warenangebot begeisterte das Publikum vor allem der 4000 m² große Dachgarten, auf dem 500 Personen Platz finden konnten. Die jeden Nachmittag spielenden Musikkapellen und der Blick aus 32 Metern Höhe über Kreuzberg und Neukölln hinweg sorgten zudem für ein einzigartige Ambiente. Schon damals gab es den Zugang von U-Bahn zum Warenhaus.
Im Zweiten Weltkrieg wurde beim Kampf um Berlin das Karstadthaus erstaunlicherweise von Fliegerbomben verschont. Trotzdem wurde es kurz vor dem Kriegsende, am 25. April 1945, zerstört. Es ist bis heute nicht endgültig belegt, ob der Bau durch Sprengung oder Brandstiftung vernichtet wurde. Sicher scheint nur, dass das Gebäude (und wahrscheinlich darin lagernde Lebensmittel) nicht in die Hände der heranrückenden Roten Armee fallen sollte und es deshalb von der Waffen-SS zerstört wurde.
Ein kleiner Gebäudeteil an der Straße Hasenheide blieb als einziger erhalten. In ihm begann Ende Juli 1945 wieder der Verkauf. 1950 begann der Wiederaufbau. Der Architekt Alfred Busse entwarf einen viergeschossigen Bau, der an den erhaltenen Gebäudeteil anschloss und bis 1951 an der Hasenheide Ecke Hermannplatz errichtet wurde. Von diesem Bau ausgehend wurde in den folgenden Jahrzehnten das Gebäude immer weiter vergrößert. Die bis jetzt letzte Vergrößerung erfolgte im Jahr 2000 und ging mit einer umfangreichen Überarbeitung des gesamten Erscheinungsbildes einher. Mit den Erweiterungen beauftragte Architekten waren Helmut Kriegbaum, Jürgen Sawade und Udo Landgraf.

Aufgabe: In Karstadt gibt es ein Modell des ursprünglichen Gebäudes. Finde es und versuche mit älteren Menschen ins Gespräch zu kommen, um etwas über ihre eigenen Erlebnisse mit Karstadt zu erfahren.

Ergebnis:

Der türkische Gesprächspartner (ca. 70) betrachtet in seinen Ausführungen Karstadt von seiner Entstehung bis heute. Er liebt und schätzt das Warenhaus für seine Ausdauer und sein Angebot und ist der festen Überzeugung, dass es trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage noch lange bestehen bleibt.


Station: U-Bahnhof Hermannplatz

Die größte Veränderung im öffentlichen Nahverkehr brachten dem Hermannplatz die 1920er Jahre. Am 11. April 1926 ging die Untergrundbahn in Betrieb. Es wurde der Abschnitt Hasenheide – Bergstraße (heute: Südstern – Karl-Marx-Straße) der Nordsüdbahn eröffnet. Der zweite Bahnsteig des Hermannplatzes erlebte am 17. Juli 1927 seinen ersten Betriebstag. Der U-Bahnhof Hermannplatz wurde als Turmbahnhof angelegt, wobei sich der Bahnsteig der U8 unmittelbar unter der Straße befindet und der Nordsüd-Bahnsteig diesen in neun Metern Tiefe kreuzt. Zu einer weiteren Besonderheit gehört der Zugang zum Karstadtgebäude. Zur Eröffnung des Bahnhofs waren die Rolltreppen zwischen den beiden Bahnsteigen noch eine Besonderheit: Sie waren die ersten im gesamten Bereich der Berliner U-Bahn. Architekten des Bahnhofs waren Alfred Grenander und Alfred Fehse. Grenander entwickelte das Prinzip der Kennfarbe, bei dem sich jede Station durch eine andere Farbe deutlich voneinander unterscheidet.


Aufgabe: Schaue dir dieses Bild von 1930 genau an und finde den Punkt des damaligen Fotografen, um ein Bild von heute zu machen.

Ergebnis:

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Station: Öffentlicher Verkehr

Seit 1885 gab es eine Pferdeeisenbahn-Linie vom Rollkrug zur Hermannstraße Ecke Knesebeckstraße (heute Silbersteinstraße). Seit 1899 fuhr die erste elektrische Straßenbahn über den Hermannplatz. Diese war eine Ringlinie und führte über Rixdorf, Britz, Tempelhof, Schöneberg und Kreuzberg. Weil der Ring im südlichen Bereich durch unbewohntes Gebiet fuhr, verlieh ihm der Volksmund den Namen "Wüstenbahn". 1905 wurde eine Schwebebahn geplant, die vom Bahnhof Gesundbrunnen über den Hermannplatz zum Bahnhof Rixdorf (Südring) führen sollte. Die Planung wurde aber nicht umgesetzt.
Bis 1930 verfügten alle am Hermannplatz mündenden Straßen über Straßenbahngleise und die Züge von 15 Linien hielten auf dem Platz. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gehen zahlreiche Omnibuslinien in Betrieb und der Hermannplatz entwickelt sich zu einem Busknoten, von dem aus mehrere Linien lange Strecken quer durch die Stadt fuhren. So wurde beispielsweise 1921 die Linie A 29 von Pankow, Breite Straße zum Hermannplatz mit einer Länge von 14,4 km in Betrieb genommen.
1964 wurde die letzte Straßenbahnlinie, die über den Hermannplatz fuhr, eingestellt.

Aufgabe: Betrachtet euch dieses Bild und versucht miteinander über die Veränderung des Platzes zu sprechen. Findet die Position des Fotografen und macht genau dort ein Foto.

Ergebnis:

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Station: Namensgebung

Der Hermannplatz trägt diesen Namen seit dem dem 9.9.1885. Sein Name bezieht sich auf Hermann den Cherusker.
In der "Varusschlacht" fordert er die Weltmacht Rom heraus und gewinnt eine Schlacht gegen einen schier übermächtigen Gegner.
Die Heldentaten von "Arminius" machten einen Fürstensohn der Cherusker, die zurzeit von Christi Geburt das heutige Ostwestfalen und niedersächsische Regionen besiedelten, als "Befreier Germaniens" zum Liebling der deutschen Nationalgeschichte. Im Zuge der Entwicklung eines Heldenmythos erhielt er den unhistorischen Namen Hermann und wird im Teutoburger Wald mit einem Denkmal verehrt. Dieses wurde 1875 bei Detmold eingeweiht, passend zum nationalen Einheitsgefühl des 1871 gegründeten Kaiserreiches. (Hinweis: Nationalsozialisten machten sich Arminius zu eigen.)
Die Vorstellung, dass der Rixdorfer Gemeindevorsteher Hermann Boddin gemeint sei, ist unter den Berlinern weitverbreitet.

Aufgabe: Versucht herauszufinden, welche Meinung zur Namensgebung unter der Bevölkerung am weitesten verbreitet ist.

Ergebnis:

Hier fanden die Teilnehmerinnen heraus, dass kaum jemand wusste, warum der Hermannplatz Hermannplatz heißt. Nur ein einziger junger Mann unter allen Befragten kannte die richtige Antwort. Ein anderer Unwissender gab den Jugendlichen den Hinweis, doch einfach bei Wikipedia nachzuschauen.


Station: Der Rollkrug

An der Südseite des heutigen Hermannplatzes existierte seit langer Zeit ein Wirtshaus. Bekannt ist, dass bereits 1543, als Richardsdorf (später Rixdorf) in den Besitz der Stadt Cölln überging, hier zum Beispiel Pferde gewechselt wurden. Um 1737, zurzeit als die böhmischen Exulanten in Richardsdorf angesiedelt wurden, trägt das Wirtshaus bereits den Namen Rollkrug. Dieser leitete sich von den südlich beginnenden Rollbergen ab. Seinen ersten Namen erhielt der heutige Hermannplatz Mitte des 18. Jahrhunderts als Platze am Rollkrug. Lange Zeit stand der Rollkrug alleine am Platz. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt der Berliner Bezirk Rixdorf als Vergnügungsviertel und auch der Rollkrug genoß einen zweifelhaften Ruf.
Mit der Gründerzeit nahm das Ambiente innerhalb wenige Jahrzehnte großstädtischen Charakter an und der Rollkrug wirkte fehl am Platz. Er wurde 1907 abgerissen und machte Platz für ein Geschäftshaus, das bis heute dort steht.
(Hinweis: Als Gründerzeit wird eine Phase der Wirtschaftsgeschichte bezeichnet, die in Mitteleuropa mit der breiten Industrialisierung (19. Jh.) einsetzte, also zeitgleich zur Gründung des deutschen Kaiserreichs.)
Macht ein Foto des ehemaligen Rollkrugs.

Aufgabe: Mache ein Foto von dem Standort des ehemaligen Wirtshauses.

Ergebnis:

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Station: Rollberge und Auflösung der Mission

Die Rollberge sind Ablagerungen, die die letzte Eiszeit zurückgelassen hat. Bis Mitte des 18. Jhs. waren die wenig ergiebigen Böden dieser kleinen Berge von Rixdorfer Bauern landwirtschaftlich genutzt worden. Im Zuge der Industrialisierung jedoch konnten die Grundbesitzer sie an Bergbaubetriebe verkaufen, die hier Kies und Sand abbauten. So wurden die Rollberge innerhalb von nur zwei Jahrzehnten merklich abgetragen und später bebaut, z.B. mit der sog. Rollbergsiedlung für Arbeiterfamilien. Die Rollberge sind, erdgeschichtlich betrachtet, tatsächlich nichts weiter als Geröll, vor Jahrtausenden von einer bergdicken Gletscherzunge an den Rand des Teltows geschoben, einer älteren Grundmoräne, die weit in die heutige Stadt hineinlappt. Wo heute die Werbellinstraße den Verkehr von der Hermann- in die Karl-Marx-Straße hinunterspült, sind die 30 Meter Moränenkante zu spüren.
Bis ins 19. Jahrhundert profitierte die einstige Hügelgruppe vis-à-vis des alten Rixdorf insbesondere vom Wind. Sicher, Landwirtschaft wurde auch betrieben, zu gewissem Ruf brachte es der Rixdorfer Kohl. Lukrativer war jedoch der Bau von Windmühlen. Vierzehn Stück mahlten zuletzt auf den luftigen Kuppen.
Dann begann die wahre Erfolgsgeschichte der Rollberge: die ihres Verschwindens. Als nach 1850 die Berliner Industrie im Boom massenhaft Menschen ansaugte, entdeckte man den eigentlichen Wert des mäßig fruchtbaren Bodens: Dicke Sand- und Kiesschichten lagerten unter der lehmigen Oberfläche, Rohstoffe für den rasanten Ausbau der benachbarten Metropole. Eine jahrelange Maulwurfsarbeit begann, zurück blieb eine Kraterlandschaft. Wenn man so will, sind die Rollberge nicht wirklich verschwunden - sie haben sich nur über die gesamte Stadt verteilt.

Aufgabe: Was hat der Hermannplatz nun mit der Eiszeit zu tun?

Ergebnis:

Das Wirtshaus Rollkrug am unteren Rand der Moräne ist der Ursprung des Hermannplatzes.
Aus dem Geröll ließ sich Sand und Kies zum Hausbau gewinnen, was schließlich auch den Hermannplatz geschaffen hat.
Die letzte Eiszeit liegt 20000 Jahre zurück.