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Once upon today - Erinnerungsorte im Stadtteil Dornbusch/Eschersheim

Once upon today - Erinnerungsorte im Stadtteil Dornbusch/Eschersheim

Was bedeutet Geschichte in unserer Gegenwart?

Die Jugendlichen erforschen und erkunden ihren Stadtteil als historisch gewachsenen Ort. Anhand von Orten in ihrem Sozialraum werden sie die gegenwärtigen Dimensionen von Erinnerung an verschiedenen Stationen erarbeiten. Gerade durch den Bezug zum Stadtteil in dem auch Anne Frank lebte und die bis ins Heute hinein ein Symbol für Erinnerung, aber auch die Auseinandersetzung mit Menschenrechten und Humanität darstellt werden aktuelle Bezüge deutlich.

Adresse:Bildungsstätte Anne Frank
Hansaallee 150
60320 Frankfurt
Hessen
E-Mail:dkrieg(at)bs-anne-frank.de
Telefon:069 - 56 000 232
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Deborah Krieg
Das Projekt wurde am 24.07.2015 beendet.

Unsere Bündnispartner

Jugendbildungswerk Frankfurt

Jugendbüro Eschersheim

Unsere Missionen

Mission: Anne Frank im Stadtteil

Anne Frank wurde in Frankfurt geboren und verbrachte die ersten vier Lebensjahre in Frankfurt, in diesem Viertel. In diesem Cache sollt ihr verschiedene Orte aufspüren die euch mehr über Anne Frank und ihr Leben in Frankfurt erzählen sollen.
Ergebnis / Fazit:
Es wurde viel darüber diskutiert, dass einige schon lange wussten, dass Anne Frank etwas mit dem Stadtteil Dornbusch zu tun hat, allerdings keine genaue Idee davon, was eigentlich. Die Mission hat den Jugendlichen gezeigt welches die Orte sind die in einem konkreten Zusammenhang mit Anne Frank stehen und wie unterschiedlich der Umgang damit ist.

Station: Was erinnert an Anne Frank im Stadtteil?

In den letzten Jahren interessiert sich immer mehr Menschen für Anne Frank und ihre Geschichte. Das sieht man auch im Straßenbild. Lauft in die Unterführung und schaut euch mal um.

Aufgabe: Findet ihr Hinweise auf Anne Frank und ihre Familie?
Zählt die Orte und Hinweise im Einzelnen auf die ihr findet!

Ergebnis:

Ganghofer Straße 24
Anne Frank Schule
marbachweg 307
jugendbegegnungsstätte


Station: Häuser

Es gibt verschiedene Häuser, in denen Anne Frank in Frankfurt gelebt und ihre Zeit verbracht hat.

Aufgabe: Macht ein Foto vom Haus in dem Anne Frank gelebt hat.

Ergebnis:


Station: Erinnerung an Anne Frank

Auch ohne die genaue Hausnummer kann man erkennen in welchem Haus Anne Frank gelebt hat.

Aufgabe: Wodurch kann man erkennen in welchem Haus Anne Frank gelebt hat? Wo steht der Hinweis? Aus welchem Jahr stammt er? Wie sieht er aus? Welche Informationen enthält er? Und erklärt sich der Hinweis von selbst?

Ergebnis:

eine Infotafel aus dem Jahr 2009
Geburtstag
Dauer des Wohnorts
ja der Hinweis ist sehr deutlich


Station: Überraschungsschatz

Es ist kalt und bunt

Aufgabe: Welches mögt ihr am liebsten??

Ergebnis:


Mission: Helfen und Widerstand im Nationalsozialismus

Trotz der engmaschigen Überwachung, gab es Menschen die sich entschieden haben anderen Menschen zu helfen und diese zu schützen. Mit diesen Personen werden wir uns jetzt genauer beschäftigen.
Ergebnis / Fazit:

Station: Polizei Meister Kaspar

Neben den bekannten Widerstandskämpfern gibt es Menschen die kaum bekannt sind und dennoch geholfen haben. Hier in Frankfurt ist ein Beispiel dafür Polizeimeister Otto Kaspar.

Aufgabe: Welche Informationen findet ihr über ihn an eurem Cache. Schreibt Sie auf.

Ergebnis:

Die Straße ist nach ihm benannt.
Otto Kaspar
geb. 1893 - gest. 1964
Der Polizeimeister rettete Menschenleben vor der Vernichtung durch den NS und bei der Bombardierung der Stadt.


Station: Polizeimeister Kaspar

Wer geholfen hat und wieso eine Straße nach ihm benannt wurde, wissen wir jetzt. Auch dass er der Familie Senger geholfen hat, stand im letzten Artikel. Hier ein paar Aussagen von Valentin Senger, dem Sohn der Familie über Otto Kaspar.

„Irgendwann im Sommer 1933 kam Polizeimeister Kaspar vom 4.Polizeirevier in unsere Wohnung. Das war nichts Ungewöhnliches, denn wir wohnten schon viele Jahre in der Kaiserhofstraße und kannten den Polizeimeister gut. Er kam öfters, wie das früher üblich war, in dienstlicher Eigenschaft in die Wohnungen seines Reviers, wenn ein Bescheid zugestellt, ein Formular ausgefüllt oder etwas unterschrieben werden musste. In der Regel blieb er dabei auf dem Treppenflur stehen, doch diesmal ging er mit Mama in das vordere Zimmer (…). Sie schlossen die Tür hinter sich und flüsterten so leise miteinander, daß ich nichts verstehen konnte. Als Kaspar dann ging, war Mama sehr aufgeregt. Erst viel später erfuhr ich, was er meiner Mutter so geheimnisvolles mitgeteilt hatte. Die Staatspolizei hatte alle Einwohnermeldeämter, das waren die Polizeireviere, angewiesen, eine Liste der Personen zusammenzustellen, deren Religion in der Einwohnerkartei mit „mosaisch“ angegeben sei. Damit wollte man auch noch die letzten Juden erfassen, die in Frankfurt lebten und nicht der Israelitischen Gemeinde angehörten. (…)
Einige Tage nach seinem ersten Besuch kam Polizeimeister Kaspar wieder in unsere Wohnung und es gab noch einmal ein Gespräch mit Mama hinter verschlossener Tür. Er sagte, er habe sich erkundigt und glaube zu wissen, daß es uns bald sehr schlecht ergehe, wenn wir in die Judenliste der Staatspolizei aufgenommen würden. (…) Wir brauchten uns aber keine Sorgen zu machen, fuhr er fort, für uns gelte das nicht, denn er habe nach langem Überlegen unsere Familie nicht in die Judenliste aufgenommen. Auf Mamas Frage, wie das möglich sei, ohne daß ihm daraus größere Schwierigkeiten entstünden, erklärte Kaspar, er habe einfach unsere Karte in der Meldekartei abgeändert und aus „mosaisch“ „Dissident“ gemacht.
Er beschwor Mama, von nun an dürfe sie sich nirgendwo mehr als jüdischen bezeichnen. Wann immer sie ein behördliches Formular auszufüllen habe – er wußte ja, daß das in unserer Familie alleine Mama machte – müsse sie künftig, wenn nach der Religionszugehörigkeit gefragt werde, „Dissident“ oder „religionslos“ schreiben. (…)
Aber Polizeimeister Kaspar ging noch einen Schritt weiter. Als 1935 die sogenannten Nürnberger Gesetze, das „Reichsbürgergesetz“ und das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ mit einemgewaltigen Agitationsaufwand verabschiedet wurden und die Pogromstimmung einem gefährlichen Höhepunkt entgegentrieb, war ihm die Korrektur der Meldekartei nicht mehr sicher genug. Möglicherweise befürchtete er, ein übereifriger Kollege könne, durch die Korrektur mißtrauisch gemacht, Nachforschungen über unsere Familie anstellen. So vernichtete er kurzerhand die alte Meldekarte und stellte eine neue aus.“
Valentin Senger (1978); Kaiserhofstraße 12. Frankfurt S. 69ff

Weiter sagt er zu den Beweggründen von Otto Kaspar:
"Er tat es einfach. Er hatte keine näheren oder gar freundschaftlichen Beziehungen zu uns, kannte unsere Familie nur durch seine dienstlichen Aufgaben und war außerhalb seiner Dienstzeit nie mit uns zusammengekommen."

Aufgabe: Schaut ob ihr Fußgänger seht, die ihr befragen könnt. Frage diese ob sie Otto Kaspar kennen und ob sie wissen warum eine Straße nach ihm benannt ist. Tipp: Um die Ecke ist ein DM !

Ergebnis:


Station: Ausstellung

Nicht nur die Familie Senger hatte einen Helfer. Auch die Familie Frank und die anderen Versteckten, konnten die zwei Jahre im Hinterhaus nur bestreiten, weil Ihnen Menschen halfen.

Aufgabe: Sucht in der Ausstellung nach Ordnern, die euch Hinweise auf die Personen, die der Familie Frank geholfen haben, geben. Schreibt die Namen auf und schaut, welche Beweggründe sie hatten der Familie zu helfen und schaut auch welche Konsequenzen ihr Helfen für sie hatte.

Ergebnis:

Johannes Kleinmann:

Verhaftet weil er der Familie Frank half.
War ein Freund der Familie.
b
Beb Voskujil:

Sie half aus Menschlichkeit...

sie unterrichtete Anne Frank

keine Konsequenzen ...sie starb natürlichen Todes

Willem Johan Cornelius Arondéus:

wird widerstand aktiv und verteilt flyer...

wird zu Tode verurteilt

Victor Kugler:

Hilft untergetauchten

wird verhaftet stirbt aber natürlichen Todes

Gruppe




Mission: Spuren jüdischen Lebens

In den Stadtteilen gibt es verschiedene Spuren jüdischen Lebens. In dieser Mission begebt ihr euch auf die Suche nach Geschichten hinter Gebäuden und erforscht die Vergangenheit
Ergebnis / Fazit:

Station: Flersheim-Sichel-Stiftung

Es gibt Orte, deren Geschichte aufgrund von Gedenktafeln oder ähnlichen Hinweisen sichtbar ist. Genauso gibt es aber auch Orte, an denen wir vorbeilaufen ohne eine Idee zu haben, was früher in ihnen passiert ist.

Aufgabe: Macht ein Foto des Hauses.

Ergebnis:


Station: Flersheim-Sichel-Stiftung

Wie ihr seht, ist an diesem Haus nichts zu sehen, was erzählt was in dem Haus früher war.

Aufgabe: Sammelt 5 Ideen was ihr glaubt was früher in diesem Haus gewesen ist und schreibt sie auf.

Ergebnis:

jüdisches Wohnhaus
jüdischer Arzt
Versteck
Versammlungshaus
synagog.e


Station: Flersheim-Sichel-Stiftung

Nun könnt ihr in dem angefügten Text nachlesen, was wir über das Haus und seine Geschichte herausgefunden haben.


Am 6.April 1930 wurde das damals sehr moderne Kinderheim in der Ebersheimstraße in dem neu entstehenden Stadtteil Dornbusch „weitab vom Getriebe der Großstadt“ eingeweiht. Das Kinderheim war eine Einrichtung der jüdisch-liberalen Flersheim-Sichelstiftung. Den Schülern des Heimes, Jungen aus bedürftigen, jüdischen Familien, sollte der Besuch des Philanthropin (jüdische Schule) und ein anschließendes Studium ermöglicht werden. Die Leitung des Heimes sollte nur einem verheirateten Lehrer des Philanthropin anvertraut werden, dessen Frau für den Wirtschaftsbetrieb des Heimes und mit für die Betreuung der Schüler zuständig sein, die nach reformpädagogischen Vorstellungen (Förderung von Identität und Individualität, Anleitung statt Leitung, Vertrauen und Einsicht statt Gehorsam und Disziplin) erzogen wurden. Ziel war es, ihnen einen Ort zu schaffen, der „zur Heimat wird, zur Familie“. Jeder neu ankommende Junge pflanzte in seiner ersten Woche einen Baum. Tatsächlich lässt das Alter einiger Bäume, die noch heute auf dem Gelände wachsen, die Vermutung zu, dass sie von ehemaligen Schülern der Stiftung gepflanzt wurden.

Veränderungen seit 1933
Mit der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 veränderte sich auch die Situation im Kinderheim. Besorgte Eltern aus dem weiteren Umland schickten ihre Kinder nach Frankfurt an das Philanthropin, in der Hoffnung, dass sie dort zum einen sicherer untergebracht wären und zum anderen ihre Ausbildung fortsetzen könnten. Einige dieser Kinder wurden im Kinderheim untergebracht. Die Zahl der Zöglinge stieg von 14 (1927) auf 32 (1938) und mit ihnen auch die finanziellen Sorgen.



Angesichts der immer bedrohlicher werdenden Lage wurden Pläne zur Auswanderung gemacht. Die 10 und 14 Jahre alten Kinder des Heimleiterehepaares Steinhardt schrieben unter anderem mit der Bitte um Hilfe an Lord Rothschild in England, dessen Cousin James Armand de Rothschild sich um die Überführung des Heimes auf seinen Besitz in Waddesdon Manor in England bemühte. Julian Layton (Julius David Löwenstein), 1904 in Frankfurt geboren, nach England ausgewandert und seit 1933 für Emigranten zuständig, kam im Auftrag der Familie Rothschild nach Frankfurt und nahm Kontakt und Verhandlungen mit Kindern, Eltern und Behörden auf. Die Eltern zu überzeugen ihr Einverständnis zur Auswanderung ihrer Kinder zu geben war nicht einfach. Am 15. März 1939 brachen die Jungen und die Heimleiterfamilie nach England auf und wurden dort auf dem Landgut der Rothschild im Haus „The Ceddars“ (die Zedern) untergebracht. Nach Vorlage der
Auswanderungspapiere hatte man Hugo Steinhardt
aus Buchenwald entlassen. Er konnte sich jedoch gesundheitlich nicht wieder von dem Aufenthalt im KZ erholen und starb im Oktober 1949.
in der Ebersheimstraße angegriffen. Hugo Steinhardt (1888-1949), der damalige Leiter des Heimes, wurde von der Gestapo verhaftet und in das KZ Buchenwald gebracht. Im Zuge des Pogroms wurde das Heimgebäude mehrfach und regelmäßig in den frühen Morgenstunden von SS-Truppen nach jüdischen Männern und Kommunisten durchsucht. Die Gauleitung hatte inzwischen ein Auge auf Grundstück und Haus geworfen und bedrängte die Stiftung, sich
mit dem orthodoxen Israelitischen Waisenhaus zu vereinigen.
1938 und 1939 Pogromnacht und Auswanderung
Ende der 30er Jahre spitzte sich die Lage bedrohlich zu. Der Schulweg vom Heim zum Philanthropin war weit, es kam wiederholt zu Grobheiten und Angriffen, denen besonders die jüngeren Schüler hilflos ausgesetzt waren. Auch im Heim selbst kam es zu Repressalien. So erschien eines Tages die Polizei und durchsuchte das Heim nach Waffen. Schon der Besitz von Taschenmessern konnte für einen jüdischen Jungen gefährlich werden. Als am 28.Oktober 1938 alle Juden polnischer Staatsangehörigkeit abgeschoben werden sollten, wurden auch einige polnische Schüler des Heimes, die in Deutschland geboren und weder Land noch Sprache Polens kannte, von Gestapo und Polizei abgeholt. Nur diejenigen, die noch keine 16 Jahre alt waren, konnten später zurückkehren. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde auch das Heim


Krieg und Deportationen aus Frankfurt
Nach der Abreise der Kinder übernahmen Jenny und Julius Floersheim die Heimleitung. Das Heim stand inzwischen unter Aufsicht der Nationalsozialisten. 48 neue Kinder zogen ein. Nach Kriegsausbruch wurden die Lebensmittel knapp. Die Schüler waren immer noch und verstärkt Pöbeleien und Angriffen, ausgesetzt, besonders auf dem Schulweg. Die Floersheimers fürchteten, dass das Heim aufgelöst werden sollte. Auch sie planten, das Heim ins Ausland, nach Ecuador, zu überführen. Die Vorbereitungen zogen sich in die Länge und durch das Auswanderungsverbot am 23. Oktober 1941 wurden schließlich alle Hoffnungen zunichte gemacht. Bereits vier Tage zuvor, am 19. Oktober, wurden Julious und Jenny Floersheim mit dem allerersten Transport aus Frankfurt nach Lodz deportiert, wo sie verschollen sind. Die Kinder des Heimes, überwiegend unter 14 Jahre alt, wurden zu ihren Angehörigen zurück geschickt. Die meisten von ihnen wurden wahrscheinlich in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern umgebracht.

Aufgabe: Was sind eure ersten Gedanken nachdem ihr gelesen habt was früher in dem Haus war?
Macht eine Sprachaufnahme mit euren ersten Gedanken.

Ergebnis:


Station: Kurt Neumann

Kurt Neumann wurde im Jahr 1875 geboren. Er war mehr als 42 Jahre für die Viktoria Versicherungs-AG Berlin tätig, zuletzt als Subdirektor in Frankfurt. 1929 baute er ein Einfamilienhaus in der Bertramstraße.
Nach nationalsozialistischer Definition lebte er in einer „Mischehe“. Er war 1893 aus der jüdischen Glaubensgemeinschaft ausgetreten, heiratete 1903 eine evangelische Direktrice in Berlin. 1904 kamen ihre beiden Zwillingssöhne in Bad Homburg zur Welt, sie wurden evangelisch getauft.
Am 1. Januar 1938 wurde er zwangsweise in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, im Januar 1943 von der Gestapo (Geheime Staatspolizei der Nationalsozialisten) vorgeladen und verhaftet. Ende März/Anfang April 1943 wurde er im Alter von 67 Jahren nach Auschwitz deportiert (Häftlingsnummer 113.342), wo er laut Sterbeurkunde am 22. April 1943 um 12.50 Uhr starb. Die Todesursache ist unbekannt.
Kurt Neumann gehört zu den Opfern der „inoffiziellen“ Deportationen, die im Frühjahr 1943 in Frankfurt stattfanden. Opfer waren meist Männer, die noch in „Mischehe“ lebten, unter falschen Anschuldigungen verhaftet und in Schutzhaft genommen und später nach Auschwitz deportiert wurden. In der Regel erhielten die in Frankfurt gebliebenen Angehörigen kurze Zeit später die Todesnachricht. Die Zahl der Opfer dieser Einzeltransporte ist nicht genau bekannt, es handelt sich wahrscheinlich um etwa 200 Personen.


Es gibt kein Bild von Kurt Neumann.

Aufgabe: Macht ein Foto von dem Erinnerungsstück das an Kurt Neumann erinnert.

Ergebnis:


Mission: Volksgemeinschaft im Nationalsozialismus

Bisher haben wir uns mit den Verfolgten des NS-Regimes beschäftigt. Allerdings gab es auch in einem kleinen Gebiet wie diesem Stadtteil mehrere NS-Organisationen. Ihre Aufgaben waren unter anderem die Überwachung, Kontrolle und Bespitzelung, Erfassung der jüdischen Bevölkerung, sozialer Druck in der Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung und viele mehr.
Ergebnis / Fazit:

Station: NSDAP-Ortsgruppe

Die NSDAP-Ortsgruppe war eine der kleinsten Einheiten der NSDAP um die Überwachung bestmöglich auszuweiten. Geführt wurden die Ortsgruppen dabei von einfachen Parteimitgliedern aus der Nachbarschaft.

Aufgabe: Macht ein Foto des Hauses.

Ergebnis:

Haus 24.


Station: NSDAP-Ortsgruppe

Hier könnt ihr euch ein paar Dokumente der Ortsgruppe durchlesen:

1. Ortsgruppe an Zellenleiter, 22.8.1939
Die spanische Weinstube "Alegria" Frankfurt/M, Domstr.12 ist mit sofortiger Wirkung für alle Parteigliederungen verboten.
Der Besitzer, der Spanier G. ist mit einer Jüdin verheiratet. Der Kreisleiter erwartet die schärfste Durchführung des Lokalverbots...

2.
a) Aus dem monatlichen Stimmungsbericht der Zelle 08/ Ortsgruppe Dornbusch für Mai 1940, 3.6.1940
"Es ist aufgefallen, daß den Juden Geflügel zu höheren Preisen in größerer Menge unter der Hand geliefert wird. Eine Überwachung der Geflügelhandlungen erscheint daher am Platze.
b)Der Ortsgruppenleiter / Ortsgruppe Dornbusch an den Leiter der Zelle 08, 25.7.1940
"Die Kreisleitung verlangt nähere Bezeichnung der Geflügelhandlungen, die an Juden Geflügel zu höheren Preisen in größeren Mengen unter Hand verkaufen. Ich bitte, mir die Angaben schnellstens zu machen."
c)Der Leiter der Zelle 08 an die Ortsgruppe Dornbusch, 28.7.1940
"Nähere Bezeichung von Geflügelhandlungen, die zu höheren Preisen und in größerer Menge an Juden Geflügel verkaufen, vermag ich aus dem Grunde nicht zu machen, weil die Kenntnis darüber aus einem aufgefangenen Gespräch in der Trambahn stammt, von dem mir Mitteilung gemacht wurde. Deshalb habe ich in meinejm Stimmungsbericht auch vorgeschlagen, die Geflügelhandlungen in geeigneter Weise überwachen zu lassen, etwa durch den SD [Sicherheitsdienst]."

Aufgabe: Was sind eure ersten Gedanken wenn ihr die Dokumente der Ortsgruppe lest? Macht eine Audioaufnahme mit eueren Gedanken.

Ergebnis:


Station: Bildungsstätte Anne Frank

Auch das Haus, in dem die Bildungsstätte Anne Frank nun untergebracht ist, gab es schon zur Zeit des Nationalsozialismus und wurde von Nazi-Organisationen genutzt.

Aufgabe: Geht in den Hausflur der Bildungsstätte und schaut euch die Tafeln an. Welche Informationen findet ihr über die Nutzung des Gebäudes in der NS-Zeit. Macht ein Foto von der für euch interessantesten Information.

Ergebnis:

- Alles interessant!!! Dass das Haus schon so alt ist!