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Kaum zu glauben - Religionen im Gespräch

Kaum zu glauben - Religionen im Gespräch

Was bedeutet Relgionen in meinem Alltag und in meiner Stadt?

Die Jugendlichen erforschen und erkunden ihren Stadtteil als vielfältigen Ort. Anhand von Orten in ihrem Sozialraum werden sie die Bedeutung von Religion im Alltag auf verschiedenen Ebenen erarbeiten. Gerade durch den Bezug zu ihrem eigenen Stadtteil werden eben diese Dimensionen näher gebracht. So werden religiöse Gebäude erkundet und erforscht, aber auch mit Menschen der Religionsgemeinden über diese Orte gesprochen um die verschiedenen Religionen im Stadtteil zu sensibilisieren.

Adresse:Bildungsstätte Anne Frank
Hansaallee 150
60320 Frankfurt
Hessen
E-Mail:scheema(at)bs-anne-frank.de
Telefon:069 - 56 000 233
Mobil:
Bündnisverantwortlicher:Saba Nur Cheema
Das Projekt wurde am 24.07.2015 beendet.

Unsere Bündnispartner

Jugendbildungswerk Frankfurt

Jugendbüro Eschersheim

Unsere Missionen

Mission: Medien im Alltag

Wenn wir auf der Straße langlaufen, begegnen uns sehr häufig Zeitungsläden. Oft gehen wir einfach dran vorbei, manchmal gehen wir auch rein und schauen uns die Zeitungen oder Magazine genauer an. Egal ob bewusst oder unbewusst prägen sich die Titelseiten mit ihren Schlagzeilen in unseren Köpfen ein und hinterlassen ein Bild.
Ergebnis / Fazit:
In den Kleingruppen kam bei der Mission Medien im Alltag der meiste Diskussionsstoff auf. In der Mission ging es vor allem darum den kritischen Blick auf Medien zu schärfen ohne dabei in ein Medien-Bashing zu verfallen. Es wurde deutlich, dass Medien eben nicht objektive Berichterstatter sind, dies aber auch nicht sein müssen. Daher war in den Diskussionen immer wichtig, dass man gerade auch die Zusammensetzung von Bild und Schlagzeile genauer betrachten muss.

Station: Zeitungsschau

Wir haben uns gerade in unserer Übung damit beschäftigt inwiefern wir durch das Magazine und Zeitungen und ihre Abbildungen geprägt und beeinflusst werden. Ein besonderes Augenmerk haben wir darauf gelegt, wie Religion in Medien oft dargestellt wird und welche Bilder uns hier vermittelt werden. Jetzt wollen wir mal schauen wie es denn heute in einem Kiosk aussieht.

Aufgabe: Ihr steht nun in einem Kiosk der eine große Auswahl an Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen hat. Schaut euch die Cover der Zeitungen an und macht ein Foto von einem Cover dass ein Bild von Religion vermittelt. Kauft die dazugehörige Zeitung!

Ergebnis:


Station: Bild und Wort

Ihr habt euch aufgrund des Covers für eine Zeitung entschieden die das Thema Religion behandelt. Setzt euch zusammen und lest den zum Titelbild gehörenden Artikel. Schaut inwiefern das Coverbild etwas mit dem Artikel zu tun hat. Diskutiert in der Gruppe über das Bild und den Artikel. Beachtet dabei die Gesichtspunkte anhand derer wir am Morgen die Medienanalyse durchgeführt haben.

Aufgabe: Schreibt euch ein paar gemeinsame Statements auf, die für euch zusammenfassend für den Artikel und das Coverbild steht. Sprecht diese als Sprachnotiz in das Tablet ein. Ihr könnt nur eine Sprachnotiz machen!

Ergebnis:

allgemein: Medien zeigen das was sie wollen
cover: zeigen gute und schlechte seiten
Diskriminierung
Meinungsfreiheit hat keine große Rolle


Mission: Name, Geschlecht, Religion?

Menschen sind Individuen mit eigener Meinung, eigenen Ideen und eigenen Vorstellungen. Das ist eine Feststellung die eigentlich durch die Menschenrechte und auch durch die deutsche Gesetzgebung geschützt ist. Bei den nächsten Stationen geht es darum zu erfahren inwiefern Religion unseren Alltag prägt, in welchen Bereichen Religion eine Rolle spielt und wie sich dies im Alltag zeigt.
Ergebnis / Fazit:
Die Gruppen waren überrascht, dass Religion von Geburt an ein Thema ist. Die Mission hat Ihnen sehr gut gefallen, weil es die weiteste Erkundungsfahrt in der Stadt war. Auch wenn nicht vom ersten Moment an die Verknüpfung von dem Ort mit Religion sichtbar ist, wird bei genauerer Betrachtung die Verbindung zu Religion deutlich. So kam der Punkt zur Sprache, dass Religion in vielen Bereichen des Lebens, wenn auch nicht offensichtlich, eine Rolle spielt und uns im Alltag begleitet.

Station: Ein repräsentativer Bau

Ihr steht nun vor einem der bekanntesten Gebäude Frankfurts. Was fällt euch zum Römer ein? Wisst ihr für welche Anlässe er genutzt wird?

Aufgabe: Zählt ein paar Events oder Anlässe auf, die euch einfallen, die im Römer stattfinden.

Ergebnis:

weinachtsmarkt
schulausflüg
Könige und Kaiser wurden gekrönt
Der Queenbesuch
Repräsentative Anlässe


Station: Von Anfang an...

Vielleicht war die Hochzeit ja unter den von euch aufgezählten Anlässen. Im Römer befindet sich auch ein Standesamt in dem geheiratet werden kann. Dieses gehört zu den beliebtesten Standesämtern in Frankfurt, vor allem wegen der schönen Kulissen. Ein Dokument, dass Menschen zur Eheschließung mitbringen müssen ist die Geburtsurkunde. Als Datei hängen wir euch ein Bild einer nicht ausgefüllten Geburtsurkunde an.

Aufgabe: Was fällt euch an der Geburtsurkunde auf? Notiert eure ersten Gedanken zu diesem Formular.

Ergebnis:

das die Angaben der Eltern mit rein müssen
das dort der Adler abgebildet ist
schon bei der Geburt muss Religion angegeben werden
Wird die Religionszugehörigkeit in der Geburtsurkunde geändert wenn man konvertiert?


Station: Befragung

Ihr habt eure eigenen Gedanken zur Verbindung von Römer, Geburt und Hochzeit mit Religion bereits notiert. Aber was denken eigentlich andere Menschen?

Aufgabe: Fragt Passanten auf dem Römerberg ob und wenn ja welche Verbindung sie zwischen Religion und dem Gebäude des Römers sehen! (Ihr könnt nur eine Sprachnotiz aufnehmen!!)

Ergebnis:

nein es hat nichts mit der Religion zu tun sondern was mit einem handelskaufman


Mission: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!?

Mit Religion werden zumeist die drei großen monotheistischen Religionen Islam, Judentum und Christentum verknüpft. Manchmal werden auch noch die zwei weiteren Weltreligionen der Buddhismus und der Hinduismus hinzugezählt. Faktisch gibt es weltweit tausende verschiedene Religionen oder Glaubensrichtungen. Alle haben ihre eigenen Wege ihre Religiösität oder ihren Glauben auszuleben. Heute schauen wir uns einen Ort an der versucht als (religiöser) Rückzugsraum zu dienen.
Ergebnis / Fazit:
DIe Wahrnehmung vom Haus der Stille auf dem Campus Westend waren in den Gruppen sehr unterschiedlich. Während viele die schlichte Aufmachung des Hauses sehr gut und ansprechend fanden, war es für andere sehr langweilig. Die Idee eines Hauses, wie dem Haus der Stille, fanden alle aber erstmal auch gut. Einige hatten doch eher mit religiösen Symbolen gerechnet bzw. diese auch erwartet.
Rückzugsräume für religiöse Praxen oder auch zum ausruhen fanden alle aber sehr schön. Bei den Befragungen waren die Gruppen überrascht, dass garnicht alle wissen, was es mit dem Haus auf sich hat.

Station: Warum sind wir hier?

Ihr müsstet nun vor dem Haus stehen, dass ihr auch auf dem einen Foto gesehen habt. Schaut euch an dem Haus um.

Aufgabe: Welche Informationen über das Haus findet ihr von außen ohne das Haus zu betreten und jemanden zu fragen?
Außerdem, findet ihr religiöse Symbol am Haus oder religiöse Hinweise in der Nähe des Hauses? Schreibt sie auf!

Ergebnis:

1.frage. interkulturelles Begegnungszentrum
Holz
evangelische Theologie
2.Frage. jeder kann drin beten egal welche religion
3.Frage. Frauen und Männer beten getrennt


Station: Haus der Stille

Ihr befindet euch also am Haus der Stille der Uni Frankfurt.
Verantwortlich für das Haus der Stille ist der "Verein zur Förderung des interreligiösen Dialoges an der Goethe-Universität Frankfurt am Main".
Das Haus ist an den Wochentagen von 09.00 - 18.00 Uhr zugänglich.

"Das Haus der Stille dient als Besinnungs- und Meditationsort. Es steht allen offen, die ihre Beziehung zu Gott überdenken möchten oder nur eine ruhige Minute für sich alleine suchen."

Die Grundidee des Hauses ist also, dass Menschen dort beten, sich einen Moment Ruhe gönnen oder aber ihre Beziehung zu Gott überdenken können.

Aufgabe: Fragt eine Person die sich in der Nähe des Hauses aufhält was sie von der Idee des Haus der Stille weiß und was sie davon hält.

Ergebnis:

Ist ein guter Rückzugsort, ein leeres Gebäude, unauffällig.


Station: Eigene Erfahrung

Jetzt könnt ihr das Haus der Stille betreten. Wichtig ist hier auf jeden Fall, dass ihr leise seid in dem Haus. Das sind die Regeln des Hauses und wir möchten nicht, dass ihr dagegen verstoßt und Ärger bekommt.

Aufgabe: Wie erging es euch im Haus der Stille? Was sind eure Eindrücke? Macht eine kurze Sprachnotiz

Ergebnis:

Es ist sehr still, es gibt nichts besonderes außer ein Bänke. Es gibt nur einen großen, ovalförmigen Raum mit einem Notausgang, die Wände sind aus Gips. Außerdem gibt es einen ersten Stock wo man alles von oben betrachten kann. Jeder hat dort Zutritt, es gibt auch Decke und Kissen, man kann also schlafen wenn es gerade keine Veranstaltungen gibt.


Mission: Schulalltag

Feiertage spielen in allen Religionen eine sehr wichtige Rolle. In Deutschland sind allerdings nur die christlichen Feiertage gesetzlich, das heißt nur an christlichen Feiertagen fällt der Unterricht aus. Meistens wird dies als vollkommen selbstverständlich wahrgenommen. Das dies für nicht christliche Menschen von Nachteil ist, wird oft nicht mitgedacht. Diesem Thema wollen wir uns nun nähern.
Ergebnis / Fazit:
Die Gruppen diskutierten anhand der Beispielsituation viel darüber wo Ihnen religiöse Diskriminierung im Alltag (vor allem in der Schule) begegnet und wie ungerecht sie das finden. Die Diskussion drehte sich aber auch viel darum, dass die das Gefühl hatten, dass Menschen mit einer anderen Religion immer eher ausgegrenzt werden und mit Vorwürfen belastet werden anstatt dass gesehen wird, dass sie diskriminiert werden.

Station: Sportprüfungen vor den Ferien

Lest euch die folgende Situation durch:

Sportnoten kurz vor den Ferien.
Die 10.Klasse der IGS Frankfurt steht kurz vor den Sommerferien und somit auch kurz vor den Abschlussnoten. Aufgrund einer Klassenfahrt konnten nicht alle die Sportprüfungen früh genug ablegen. Von den insgesamt 20 Schülern und Schülerinnen müssen noch 9 die Prüfung mitmachen. Der Termin an einem Mittwoch ist genau am dritten Tage des Fastenmonats Ramadan. Für Maike und Sascha wird ist das ganz blöd. Die beiden begehen seit mehreren Jahren Ramadan und fasten. Die Prüfung ist am Nachmittag und es ist Sommer, so dass es ohne Essen und Trinken für die beiden unmöglich ist die Laufprüfung von 1000m zurückzulegen. Sie versuchen nochmals mit ihrem Lehrer Herr Löber zu sprechen ob er eine andere Möglichkeit sieht, wie sie zu einer Note kommen könnten. Herr Löber reagiert irritiert und lehnt die Bitte der Beiden ab und beharrt darauf, dass sie an diesem Mittag die 1000m laufen müssen. Maike und Sascha sind verzweifelt und wissen nicht was sie tun sollen. Die Sportnote ist zwar nicht so relevant für den Notendurchschnitt, aber dennoch möchten die beiden, denen ansonsten der Sportunterricht sehr viel Freude bereitet die Schule nicht mit einem schlechten Ergebnis verlassen.

Aufgabe: Macht euch Gedanken zu folgenden Personen und Fragen.
1. Maike und Sascha stehen nun in einem sehr großen Konflikt. Macht euch ein paar Gedanken dazu, wieso die Situation für die beiden sehr schwierig ist?
Habt Ideen was man tun könnte um die Situation für die beiden zu verbessern?

Ergebnis:

Weil sie vom Fasten erschöpft und durstig sind und bei heißem Wetter kein Sport machen können.Was man tun könnte um ihre Situation zu verbessern,wäre die 1000m einzuteilen je nach dem sie in der Lage sind zu laufen.
Man müsste sich was anderes überlegen,als sie laufen zu lassen,wie zum Beispiel:springen oder Parcour laufen.Was man aber noch tun könnte,wäre ihre Religion in manchen Situationen zu berücksichtigen,sodass sie nicht in die Situation kommt,dass man keine Wahl mehr hat.
Die beiden könnten eine schriftliche Prüfung ablegen.
Die Prüfung könnte auf früh morgens oder spät abends verlegt werden.


Station: Eure Erfahrungen

Die Situation zuvor war ein Beispiel aus unseren Erfahrungen. Nun würde es darum gehen, dass ihr selbst überlegt, ob euch ähnliche Situationen einfallen.

Aufgabe: Habt ihr schon Mal solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder kennt ihr Freunde und Freundinnen denen so etwas schon Mal passiert ist? Schreibt auf welche Situationen euch einfallen, oder aber auch welche die ihr euch vorstellen könntet, ohne dass sie euch selbst mal passiert sind.

Ergebnis:

Bei der Abschlussfeier müssen paar Leute,die fasten etwas länger bleiben,um etwas zu essen. Andere Essen schon früher weil sie nicht so spät Essen möchten.
In manchen Ländern,werden in manchen Berufen religiöse Symbole,wie das Tragen von Kopftüchern eingeschränkt.
In der Schulmensa gibt es eigentlich nie Halal oder koscher zertifiziertes Essen.

Ja haben wir mit den Bundesjugendspiele (genau wie im Beispiel)
Terrorismus wird auf den Islam bezogen
schwimmen Badeanzug im Schulunterricht