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Berlin - Die Stadt im Film

Berlin - Die Stadt im Film

Filme in unserer Stadt. Filme als Dokumente der Zeit. Was ist geblieben? Was hat sich verändert?

Bei diesem Projekt lernen die Jugendlichen die Geschichte Berlins anhand von Filmen wie "Berlin - Die Sinfonie der Großstadt", "Großstadtmelodie", "1,2,3" "Himmel über Berlin" oder "Herr Lehmann" kennen, die die chronologische Spanne des zurückliegenden Jahrhunderts abbilden. Diese analysieren wir mit ihnen hinsichtlich Ort, Zeit und gesellschaftlicher Gegebenheiten. Im Zuge ihrer Auseinandersetzung gewinnen sie Verständnis dafür, was die Geschichte Berlins mit ihnen selbst zu tun hat oder was SIE mit Berlin zu tun haben. Die Jugendlichen bewältigen eine Recherchephase, in der sie Besprechungen, Bilder und Filmauschnitte zum Kontext der Filme sammeln.
Wir leiten die Jugendlichen dabei an, ihr "Expertenwissen" mit den kreativen Möglichkeiten der App zu verarbeiten. Hierzu legen wir Missionen durch Berlin auf den Spuren der ausgewählten Filme an, die von den Teilnehmer/-innen gelöst werden, indem sie sich auf ihre eigenen Recherchen stützen. Durch die Auseinandersetzung mit den ausgesuchten Filmen vollziehen sie den epochalen Wandel des Stadtbildes durch beispielsweise kriegsbedingte Zerstörungen, die Teilung Deutschlands zur Zeit des kalten Krieges sowie die Zusammenführung von Ost- und Westberlin seit 1989 nach. Der Vergleich zwischen damals und heute interessiert uns auf fografischer Ebene genauso wie in den Bereichen Video, Audio und Text.

Adresse:Nijinski Arts Internacional e.V.
Schlessische Str. 6
10997 Berlin
Berlin
E-Mail:nijinski.arts(at)gmx.de
Telefon:030 - 61209099
Mobil:0162 9491029
Bündnisverantwortlicher:Adauto de Souza Santos
Das Projekt wurde am 2015-07-31 beendet.

Unsere Bündnispartner

BNW 24 Beratungsnetzwerk e.V.

Campus Bildung im Quadrat gGmbH

Unsere Missionen

Mission: City West

Im sogenannten Stadtensemble „City-West“ kann man die historischen Phasen des 20. Jahrhunderts nachvollziehen. Denn hier stehen noch Gebäude, die man bereits in Filmen der 30er Jahre sehen kann. Die Ereignisse im 20. Jahrhundert veränderten ihr Erscheinungsbild und somit auch ihre Bedeutung als Drehorte in Filmen der 80er Jahre. Auf den Spuren der Filme „Emil und die Detektive“ von 1931, „Christiane F.“ von 1981 und „Der Himmel über Berlin“ von 1987 cachen wir Besonderheiten aus der Vorkriegszeit, den Wiederaufbaujahren und aus der Zeit der geteilten Stadt.
Ergebnis / Fazit:
Altes bleibt teilweise erhalten, Neues entsteht und verändert das Bild. Trotzdem ist die Wiedererkennung gegeben. Orte aus dem Film "Emil und die Detektive" vor 80 Jahren sind genauso wiederzufinden, wie die aus "Christiane F." oder "Himmel über Berlin" aus den achtziger Jahren. Den Wandel einer Stadt anhand von Drehorten verschiedener Filme nachzuvollziehen, ist eine großartige Erfahrung!

Station: Europa Center

Das Europa Center, seit 1965 Vorreiter der modernen Einkaufszentren, prägte das Gesicht der City-West neu.
Im Center und auch auf dem Dach spielen Szenen aus Filmen, die wir gesehen haben: In "Christiane F." rast die Gang um Christiane durch die Einkaufspassagen und retten sich nach einer Verfolgungsjagd der Polizei aufs Dach. In „Himmel über Berlin“ kann der Engel nicht verhindern, dass sich ein Mensch von dort in den Tod stürzt.

Beide Filme wurden in den 80er Jahren des 20. Jh. gedreht und bilden auf ihre Weise die gesellschaftliche Stimmung der damaligen Zeit ab. Wir versuchen zu begreifen, was damals los war.

Aufgabe: Macht ein Video vom Europa Center und lest dazu folgende Zitate.

Ergebnis:

„Vor der Wende hatte ich eigentlich schon gar keinen Bock mehr, hier zu wohnen. Es gab so eine dumpfe, dümpelnde Stimmung ab Mitte der 80er. Alles, was vorher spannend war, hatte sich verfestigt, wirkte erstarrt und undurchlässig.“ Berliner-Zeitung, 24.11.2014
„Zwischen alliierten Patrouillen und der allgegenwärtigen Mauer geht es in Westberlin piefig und bürgerlich zu. Man hat sich in den 80er Jahren damit abgefunden, auf einer politischen Insel zu leben und macht das Beste daraus.“ (Quelle: rbb)
„West-Berlin war eine einzigartige Stadt, eine Halbstadt in einer historischen Zwangslage.“ Berliner-Zeitung, 21.3.2014
„Die Geschichte der Christiane F., die sie selbst erzählt, hat mich sehr beeindruckt und beschäftigt. Sehr genau beschreibt sie ihren Werdegang, den Umzug von Hessen nach Westberlin im Alter von 6 Jahren, die Träume, die sie und ihre Mutter hatten, als sie Kinder waren und die triste Realität von Gropiusstadt in Berlin und dem sozialen Umfeld. Wenn man den Beginn des Buches liest, dann wundert man sich nicht, warum in Deutschland die Geburtenraten so gesunken sind. So wurde in den 70er Jahren jedes Kind offensichtlich als Störenfried gesehen. Das Christiane F. anfängt zunächst leichte Drogen zu nehmen und dann doch zum Heroin übergeht, ist schockierend, überrascht aber angesichts des Umfeldes nicht.“ Buch-Rezension 17. 6.2012


Station: Die fließende Zeit

Das Europa-Center ist auch berühmt wegen der riesigen Wasseruhr. Bei diesem Gerät zur Zeitmessung wird als Hilfsmedium Wasser verwendet. Das Prinzip beruht darauf , dass Teile des Mediums von einem Behälter in einen anderen strömen und dabei konstante Zeiteinheiten definieren. Bernard Gitton hat die „Uhr der fließenden Zeit“ geschaffen. Sie beweist, dass man Zeit sehen kann.

Aufgabe: Macht ein Video von der fließenden Zeit!

Ergebnis:

http://youtu.be/1FYfkz71yyQ


Station: Bahnhof Zoo

Im Film "Emil und die Detektive" von 1931 nimmt Emil Tischbein am Bahnhof Zoo die Verfolgung des Diebes auf, der sein Geld gestohlen hat. 1981 ist er in "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" der Treffpunkt der drogensüchtigen Clique, mit der sich Christiane anfreundet. 1987 wird er auch in “Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders abgebildet.
Ein weiterer Kommentar beschreibt die 80er Jahre so. „Am Anfang der achtziger Jahre herrschte scheinbar Ruhe in Ost und West, am Ende gab es gewaltige Veränderungen: Berlin - die eingezäunte Frontstadt bzw. die Hauptstadt der DDR - wurde zur wiedervereinten Metropole inmitten eines sich wandelnden Europas.
Aber auch sonst gab es Ereignisse, die dieses Jahrzehnt und diese Stadt prägten: Tschernobyl, Aids, die Hausbesetzungen und rechter Terror, die Friedensbewegung und Ausreisewelle. Und es gab die Politiker dazu: Ronald Reagan, Michail Gorbatschow und Helmut Kohl..." (Phoenix, 1.4.2015)

Aufgabe: Macht Fotos vom Bahnhof heute!

Ergebnis:


Station: Bahnhof Zoo

Christiane F. trifft ihre Clique im Bahnhofsinnern. Begebt euch auf die Suche nach diesen Orten und bildet die Atmosphäre in Bild und Ton ab.

Aufgabe: Macht Videos von den Orten!

Ergebnis:

http://youtu.be/dNt3MlBxiQg


Station: Jebenstraße

Auf der nordwestlichen Seite des Bahnhofgebäudes verläuft die Jebenstraße. Bei "Christiane F." prostituieren sich hier vor allem junge Männer, deshalb sucht Christiane dort oft nach ihrem Freund.
Heute zieht das Museum für Fotografie, eröffnet 2004, Fotografiebegeisterte aus aller Welt an. Über eine Million Besucher sahen in den letzten Jahren die Ausstellungen.

Aufgabe: Fotografiert Stellen an denen Christiane F. spielt!

Ergebnis:


Station: Kurfürstendamm - Blick auf Gedächtniskirche

In „Emil und die Detektive“ von 1931 sieht man die noch wohlerhaltene Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Sie wurde von Franz Schwechten, Baurat im kaiserlichen Berlin, als neoromanischer Bau mit gotischen Elementen entworfen. Namhafte Künstler schufen die Mosaiken, Reliefs und Skulpturen. Der Berliner Westen war damals neu entstanden und das herausragende Bauwerk wurde dort zum Kristallisationspunkt. Seit der Zerstörung im November 1943 bei einem Bombenangriff steht die Turmruine als Mahnmal und ist ein Wahrzeichen für den westlichen Teil Berlins.

Aufgabe: Fotografiert die Kirche aus der Kameraposition des Films!

Ergebnis:


Station: Gedächtniskirche

In „Der Himmel über Berlin“ können nur Kinder die Anwesenheit der Engel wahrnehmen. So wird ein kleines Mädchen mitten auf dem Tauenzien gezeigt, das zum Engel auf der Turmruine hochschaut.
Egon Eiermann, der Architekt der neuen Kirche, wollte die im Krieg zerstörte Turmruine zunächst nicht erhalten, doch die Berlinerinnen und Berliner protestierten massiv und massenhaft gegen einen Abriß. Daraufhin schuf Eiermann die spannungsvolle Einheit von Turmruine, Kirche, Kapelle und Foyer, in der das Alte und das Neue bewahrt wird. Filmt die Kirche und die Turmruine aus Sicht des Mädchens.

Aufgabe: Filmt die Kirche und die Turmruine aus Sicht des Mädchens!

Ergebnis:

http://youtu.be/IQSqaar1a28


Station: Bikini-Haus

Das denkmalgeschützte ehemalige Industrie-, Geschäfts- und Bürogebäude an der Budapester Straße zählt zu einem Bauensemble namens "Zentrum am Zoo". Auch das Hochhaus am Hardenbergplatz (auch Huthmacher-Haus oder DOB-Haus), der Zoo-Palast, das Kleine Hochhaus und die Parkgarage am Zoo gehören dazu. Gebaut wurde mit finanzieller Unterstützung der USA, die damit die Berliner Bekleidungsindustrie förderte. In den Wiederaufbaujahren zählte Damen-Oberbekleidung zu den führenden Industriezweigen West-Berlins. Ca. 700 Nähmaschinen produzierten hier Konfektionsmode. Der Spitzname wird auch vom Luftgeschoss abgeleitet, das die Verkaufsetagen (EG bis 1. OG) von den Produktionsstätten (3. bis 5. OG) trennte und dem Gebäude so, einem Bikini ähnlich, eine zweiteilige Struktur gab.
Bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg standen an Stelle des Bikini-Hauses die Capitol-Lichtspiele am Zoo – Architekt Hans Poelzig, Vertreter der Neuen Sachlichkeit, 1920er Jahre. (Wikipedia)

Aufgabe: Macht ein Video vom Bikinihaus und sprecht den Reader dazu!

Ergebnis:

http://youtu.be/7UYvTnw645o

Das Bikini-Haus beherbergt heute vor allem ein umfangreiches Einkaufszentrum und diverse gastronomische Angebote. Auf der Rückseite des Gebäudes mit begehbarer Terrasse befindet sich der Zoologische Garten. Gegenüber dem Bikini-Haus liegt der Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Hochhaus Zoofenster. (Wikipedia)


Mission: Die verschwundenen Kinos

In unserer letzten Mission begeben wir uns auf die Suche nach den verschwundenen Kinos unserer Stadt und nehmen uns dafür im Prinzip nur eine einzige Straße vor: den Kurfürsten Damm. In den 10er- und 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden in Berlin annähernd 400 Lichtspieltheatern gebaut, die bedeutsamsten und prunkvollsten davon am Kurfürstendamm. Walter Benjamin, ein Philosoph, nannte sie die "Traumhäusern des Kollektivs", und sein Zeitgenosse Siegfried Kracauer "optische Feenlokale". Die Architektur orientierte sich oftmals an Theaterbauten, andere nahmen die Zeit der Moderne vorweg, wie bespielsweise das Universum Kino am Lehniner Platz mit seinen horizontalen wie ein riesiger Filmstreifen wirkenden Fenstern, das von E. A. Mendelsohn 1928 erbaut wurde. Wir suchen den Gloria Palast, in dem 1930 "Der Blaue Engel" mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle Weltpremiere hatte, die Filmbühne Wien, das Astoria, den UFA-Filmpalast, die Lupe, das Marmorhaus und viele andere. Was aber werden wir finden, wenn es keine Kinos mehr sind?
Ergebnis / Fazit:
Wir waren ziemlich überrascht, dass die meisten Kinos von damals heute Läden oder Restaurants sind. Heute gibt es viele Multiplexkinos, die zurselben Zeit viele verschiedene Filme anbieten. Kinos mit wenigen Sälen gibt es kaum noch. Dafür sind die Mieten zu hoch. Aber wenn man sich überlegt, welch Glamour in manchen Häusern herrschte, in denen man heute Klamotten kaufen kann, hat man schon das Gefühl, dass sich die Zeit sehr verändert hat.

Station: Universum

Das Universum, auch Luxor-Palast und Halensee-Palast genannt wurde 1927/28 von Erich Mendelsohn mit 1791 Plätzen gebaut. Längsrecheckiger Kinosaal mit umlaufendem Rang; Mahagoniverkleidung des Parketts, indirekte Beleuchtung. 1931 Umwandlung durch die Ufa in ein Reprisentheater. 1948 Umbau der ehemaligen Kassen- und Treppenhalle zur ‘Studio Uraufführungsbühne’ mit 382 Plätzen; existierte bis 1973. 1950 Umbau des bestehenden Kinosaales durch Hermann Fehling mit 899 Plätzen zum Capitol. Mit Glaswolle hinterlegte, rautenförmig abgesteppte Wandbespannung (unterhalb des Ranges plisseeartig), schwarze Decke mit eingelassenen unregelmäßig verteilten, unterschiedlich großen Lichtpunkten, ovale Wandvitrinen. Inkunabel der frühen 50er-Jahre-Architektur. Abriss. Rekonstruktion der Mendelsohnschen Fassade, im Inneren Neubau für die Schaubühne durch Jürgen Sawade ab 1975.

Aufgabe: Was ist das Kino von damals heute?

Ergebnis:

Heute ist das Kino das Theater "Schaubühne am Lehniner Platz".


Station: Die Kurbel

1934 eröffnete ein jüdischer Betreiber das Kino 'die Kurbel' im vierstöckigen Wohn- und Geschäftshaus, trotz Anfeindungen seitens des Inhabers des benachbarten Kinos 'Minerva Lichtspiele'. Das Kino 'die Kurbel' war eines der ersten Kinos, dass sofort nach dem zweiten Weltkrieg 1945 wiedereröffnete. In den 50er Jahren wurde die Außenfront des Foyer verglast und die seitlich gelegenen Türen eingebaut, so wie man es bis zur Schließung noch vorfand. Bis Anfang der 90er gab es in dem Kino nur den großen Saal 1 mit damals 576 Plätzen. Die 'UFA GmbH' erweiterte das Kino durch die beiden kleineren Säle im Keller bzw. Erdgeschoss. Nach der Insolvenz der 'UFA GmbH', wurde das Kino im Juni 2003 geschlossen.

Aufgabe: Fotografiere bitte den Ort! Ist noch etwas vom alten Kino zu erkennen?

Ergebnis:


Station: Lupe

"Emil Ascher eröffnete zur Blütezeit der Kinomatographie das 'Kino am Olivaer Platz' in einem ehemaligen Ladenlokal. Ca. 280 Plätze fanden in dem schmalen Saal Platz, welcher von dem zur Längseite angrenzenden langen, schmalen und verschachtelten Foyer zu betreten war. Kleine 'Logen' trennten die gutsituierten Besucher von dem restlichen Parkett.
Schon am 27. Juli 1945 konnten die 'Olivaer Lichtspiele' kurzfristig und -zeitig Ihren Betrieb aufnehmen. Aber erst 1962 wurde nach einer kompletten Renovierung unter dem Namen 'Filmkunst am Olivaer Platz' dauerhaft das Kino bespielt. Hier wurden Filme mit künstlerischem Anspruch gezeigt und bei einer Vorführung von dem Film 'Der Brief' kam es sogar zwischen politischen Gegnern zu Saalschlachten. 1969 übernahm Walter Kirchner das Kino. Er hatte Deutschland mit einer Kette von Filmkunsttheatern überzogen, die er alle 'Lupe' nannte. Sein erstes Kino besteht noch immer im Hollywood Media Hotel. Dieses Kino wurde folgerichtig 'Lupe 2' genannt und erhielt auch ein neues Design. Das rotgehaltene Kino wurde komplett in Schwarz und Weiß eingerichtet. Doch Mitte der 70er Jahre zerfiel Walter Kirchners Imperium und die 'Lupe 2' wurde veräussert und wechselte bis zuletzt unzählige Male seinen Besitzer. 1981 wurde in dem Saal ein neue Tonanlage und Leinwand installiert, blieb danach aber weitgehend unverändert. Auch der letzte Betreiber, die 'Delta-Filmtheaterbetriebe', mußten nach kurzer Zeit kapitulieren (meldeten selber Konkurs an) und die 'Lupe 2' wurde Ende 1998 nach 79 Jahren geschlossen." (KInokompendium)

Aufgabe: Mache bitte ein Foto und findest du Hinweise auf das Kino?

Ergebnis:


Station: Astor

Das 1934 entstandene 'Astor' war nach der Schließung der Traditionskinos Gloria Palast (1998), Olympia am Zoo (1999), UFA Film-Bühne Wien (2000) und UFA Marmorhaus (2001) eines der letzten Kinos mit großer Vergangenheit im traditionellen Berliner Kinodistrikt um den Kurfürstendamm. Sehr gern hat man das Kino noch als Spielort der 'Retrospektive' innerhalb der 'Internationalen Filmfestspiele von Berlin' in Erinnerung.

Der Kinoname 'Astor' lebte im Jahr 2008 mit der Astor Film Lounge am Kurfürstendamm 225 wieder auf. Die Kinos haben aber, außer dass beide mal zum Kinokonzern von Hans Joachim Flebbe gehörten, nichts miteinander zu tun.

Aufgabe: Macht bitte ein Foto!

Ergebnis:


Station: Film-Bühne Wien

Als eines der ersten Kinos Berlins eröffnete die 'Film-Bühne Wien', damals unter dem Namen 'Union Palast', 1913 ihre Pforten. Das sogenannte 'Haus Wien', das in Formen des Wilhelminischen Klassizismus errichtet war, beherbergte hinter der tempelähnlichen Giebelfront ein Café, Bierkeller und ein Kinosaal mit 850 Plätzen. Ende der 70er Jahre, als sich das Kinosterben in Deutschland auf dem Höhepunkt befand, opferte die UFA das großzügige Foyer und Teile des großen Zuschauerraums zugunsten fünf weiterer Säle. Anfang der 80er Jahre wurde die Struktur durch den Einbau zwei weiterer Säle nochmals verändert. Diese zusätzlichen Säle erreichte der Zuschauer über verschlungene Gänge und einem abgelegenen Treppenhaus. Wie in allen Orten Deutschlands wurde der Versuch unternommen dem Zuschauerschwund durch ein breitgefächertetes Angebot entgegen zutreten. Dabei ging es selbverständlich um reine Quantität und nicht um Qualität der einzelnen Säle. Erst Anfang der 90er hat sich dieses Denken vieler Kinobetreiber durch einen neuen Besucherboom geändert(...) (Kinokompendium)
Am 26. April 2000 wurde die Film- Bühne Wien geschlossen.

Aufgabe: Mache bitte ein Foto vom Ort! Was ist von der Film-Bühne Wien geblieben?

Ergebnis:

ein Apple store


Station: Filmpalast

"1895 begann die Grundsteinlegung für das Haus am Kurfürstendamm Nr. 225 - im gleichen Jahr, in dem die Gebrüder Lumiere in Paris erstaunten Zuschauern ihren ersten Filmstreifen präsentierten und Max Skladanowski in Berlin seine Lichtbildprojektionen vorstellte. Die Chance, das von den bekannten Architekten Paul Lewy und Richard Selig entworfene Gebäude zu Deutschlands erstem Kino zu machen, wurde jedoch nicht genutzt. Für den Betrieb eines Kinos wurden damals hohe ("Lustbarkeits"-)Steuersätze veranschlagt und so entschloss man sich gegen ein Filmtheater und für die Eröffnung einer Gaststätte der Berliner Kindl Brauerei. Wenige Jahre später wurden mit einem neuen Besitzer neue Pläne für ein Kino geschmiedet, aber die Konkurrenz hatte mit dem Marmorhaus (1913), dem Union Palast (1913) und dem Gloria Palast (1926) in Nachbarschaft inzwischen einige gut laufende Säle zu bieten. So dauerte es bis 1948 bis das Kinoprojekt endlich umgesetzt wurde. In der Nachkriegszeit hungerten die Berliner förmlich nach Zerstreuung und so war die Zahl der Kinos in Berlin innerhalb von drei Jahren von vier (noch intakten nach Kriegsende) inzwischen auf über 200 Leinwände angewachsen. Der im Hof gelegene "Slevogt"-Saal des Gaststättenbetriebs wurde mit Hilfe des Architekten E.J. Kuhnert umgestaltet und bildete ab sofort das Zentrum des künftigen 318 Plätze fassenden Kinosaals. Dessen Name - 'Kiki' (Kino im Kindl) - erinnerte noch an den gastronomischen Ursprung. Das Kino wirkte zuerst sehr zurückhaltend, eher an die Tradition eines Ladenkinos angelehnt.
Durch einen Umbau des berühmten Kinoarchitekten Gerhard Fritsche im Jahr 1952 wurde der im Hinterhof gelegene Saal auf 668 Plätze erweitert und bekam seine noch heute vorhandene geschwungene Deckenkonstruktion mit Muschelcharakter. Jetzt gab es nur noch zwei elegante Säulen und nicht mehr die sichtbehindernden Stützen im 6,5m-Abstand.
Zusätzlich wurde dem Kino auch das charakteristische hufeisenförmige Vordach mit beleuchteter Glasdecke hinzugefügt. Dadurch entstand auch ein Durchgang mit Schaukästen an den Wänden und die Zuschauer konnten nun vom Kurfürstendamm über einen eleganten roten Teppich zum Saal schreiten. Wirtschaftlich wurde das 'Kiki' zu einem Erfolg, unter anderem durch eine Berliner Sonderregelung: Um die im Ostsektor der Stadt lebenden Menschen kulturell "zu versorgen" wurden in Sondervorführungen Kinokarten zum halben Westmarktpreis angeboten. Als Entgegenkommen verzichtete die Stadt bei den Kinos auf die Erhebung der Vergnügungssteuer, was zu unglaublichen Umsatzsteigerungen führte. Durch den Besucheransturm lief z.B. der Filmklassiker "Vom Winde verweht" über vier Jahre hintereinander (....)" (Kinokompendium)
Seit 2008 heißt das Kino Astor Film Lounge.

Aufgabe: Mache bitte ein Foto!

Ergebnis:


Station: Olympia am Zoo

Das Kino (ursprünglich 'Palette am Zoo') hatte schon seit 1911 seinen versteckten Sitz im ersten Obergeschoß des Wohn- und Geschäftshauses. Das Foyer, das man über eine steile Treppe erreichte, diente früher als Restaurant mit Garderobe.
"Ach ja stimmt, da ist ja ein Kino" hörte man häufig, wenn man bei der Verabredung zum 'Olympia' die Wegbeschreibung nochmals durchging. Der Aufgang hinter zwei verglasten Holzschwingtüren, über dem abends hell der Schriftzug 'Olympia' und vertikale Neonstreifen leuchtete, erinnerte mehr an ein Stundenhotel(...) Kinokompendium

Aufgabe: Was gibt es dort heute? Macht bitte ein Foto vom ehemaligen Standort!

Ergebnis:


Station: Marmorhaus

"Das 'Marmorhaus' wurde 1912/13 erbaut und drei Jahre nach der letzten kompletten Renovierung von der UFA Theater AG und Volker Riech - Eigentümer des Grundstücks, Betreiber des Kinos und ehemaliger Chef der UFA-Filmtheater GmbH - im Eilverfahren geschlossen. Eine Woche nach der Bekanntgabe wurde der Betrieb eingestellt und zum Monatsende das Haus leergeräumt. Den Mitarbeitern wurde gekündigt.
Obwohl das 'Marmorhaus' mit der Renovierung sein heruntergekommenes und schmuddeliges Aussehen abgeworfen hatte, lief das Kino nach Aussagen des Betreibers nicht rentabel. Die Beschäftigten machten die schlechte Programmierung verantwortlich, und waren laut Presse der Meinung, daß dieses von der UFA-Theater AG unterstützt wurde, um das Haus mit guten Grund abstossen zu können. Vielleicht hatte ja auch das Kino noch nicht den 'legendären' Ruf, den es sich Mitte der 80er Jahre erworben hatte, abgeworfen: Damals fanden im Stammhaus lange Filmnächte statt, bei denen man sich eine Karte zog und zwischen den einzelnen Sälen und Filmen so oft und beliebig wechseln konnte. Nach so manch einer Nacht soll das Kino einem Schlachtfeld gleichgekommen sein (ich muss gestehen, dass ich keine dieser Nächte selbst miterlebt habe). Zusätzlich konnte man sich vor 1998 immer darauf verlassen, dass sich die von der Kritik meist gehassten Filme einer langen Laufzeit im 'Marmorhaus' erfreuten (...)" Am 24. Januar 2001 wurde das Kino geschlossen. (Kinokompendium)

Aufgabe: Was befindet sich heute in diesem Gebäude?

Ergebnis:

eine H&M Filiale


Station: Gloria Palast

"Am 26. Januar 1926 öffnete der 'Gloria Palast' am Kurfürstendamm 10 - 10a seine Pforten mit dem Film 'Tartuffe' (mit Unterstützung eines 40 Personen Orchesters) und blieb mit seinen ca. 1200 Plätzen bis Ende 1943 der Renomierpalast der 'UFA'. Kurz nach der Öffnung sicherte sich der 'Gloria Palast' mit der Uraufführung des ersten deutschsprachigen Tonfilms einen Eintrag in das 'Guiness Buch der Rekorde' und 1930 wurde hier 'Der blaue Engel' uraufgeführt. Aus dem durch ein Bombeneinschlag brennenden Kino konnte 1943 nur ein Foyerstuhl gerettet werden, den heute die Sammlung der Deutschen Kinemathek bewahrt. Am 2. Januar 1953 eröffnete der 'Gloria Palast' mit 900 Plätzen in einem Neubau, nur wenige Meter vom alten Spielort entfernt, und beherbergte auch für ein paar Jahre die 'Berlinale'. 1971 wird der Saal umgebaut und ein Jahr später durch den kleineren Saal 'Gloriette' im Untergeschoß ergänzt. Vor seiner Schließung wurde beide Säle 1986 mit dem Neubau der 'Gloria Passage' komplett neugebaut. 1998 wurde von dem letzten Betreiber Hans-Joachim Flebbe ('CinemaxX AG') und dem Besitzer des Hauses 'überraschend und kurzfristig' das Ende des 'Gloria Palast' bekanntgegeben. Laut Presse bedauerte Flebbe diesen Schritt sehr. Leider blieb für andere Interessenten keine Möglichkeit mehr das Kino zu retten und so fiel am 15. August 1998 bei einem der größten Traditionshäuser der letzte Vorhang." (Kinokompendium)

Aufgabe: Mache bitte ein Foto vom Ort heute!

Ergebnis:


Station: Royal Palast

"Der 'Royal Palast' wurde 1965 mit zwei Sälen eröffnet, zeitgleich mit der Fertigstellung des 'Europa Centers'. 1983 wurde mit dem Einbau der kleinen Säle 3 bis 5 das Kino zur letzten Form umstrukturiert. Blickfang von außen war die vor dem zweiten und dritten Obergeschoss an der Gebäudefassade angebrachte Werbewand für die gemalten Bilder der Programmanzeige und die Neonbuchstaben des Kinos.
Jahrelang wurde Saal 1 für die Berlinale genutzt und war 1967/68 sogar Hauptaustragungsort des 'Berlinale'-Wettbewerbs, und vor dem Jahr 2001 Spielort des Fantasy Filmfest.
Schon im Jahr 2000 kursierten die ersten Gerüchte in der Presse bezüglich der Schließung des 'Royal Palast', die damals natürlich vehement dementiert wurden. Doch mit dem Niedergang der UFA-Kinokette (der 'Royal Palast' war eines der wenigen Kinos an dem die CineStar Gruppe bei der Übernahme der UFA-Kette kein Interesse hatte) lag das Ende leider in der Luft. Die letzten Tage wurde somit das Kino nicht mehr unter dem UFA Firmenname bespielt. Am 28. April 2004 schloss das einstige Flagschiff der West-Berliner Kinolandschaft und legendärer Konkurrent des Zoo Palast, obwohl es den zweitgrößte Saal Berlins mit einer der weltweit größten gekrümmten Breitleinwand besaß! Knapp zwei Jahren Jahre später, im Frühling 2006, wurde das Kino abgerissen (...) Kinokompendium

Aufgabe: Macht bitte ein Foto!

Ergebnis:


Station: Broadway

"Bei der Eröffnung 1973 hieß das Kino 'Princess' (der heutige Saal A) und war das kleinste Todd-AO-Kino (Breitwandformat) der Welt. Damals war auch die Wand zwischen Foyer und Projektorraum verglast, so dass die Besucher dem Filmvorführer bei der Arbeit zugucken konnten.
1976 wurde es nach nur drei Jahren Spielbetrieb in 'Barbarelle' umgetauft und musste nach einem kurzen Zwischenspiel als Sexfilmtheater 1977 die Pforten wieder schließen. 1979 öffnete die 'Yorck Kino-Gruppe' das Kino als 'Broadway' und es wurde der Versuch gestartet, das sogenannte Off-Kinoprogramm am Ku-Damm zu etablieren. Mit Filmen wie 'Außer Atem' und einem ausgewählten Kinderprogramm gelang Ihnen dies und so wurde 1980, nach dem Konkurs der angrenzenden Diskothek, das Kino ausgebaut und ab 1983 mit drei weiteren Sälen betrieben. Im Zuge des Umbaus wurde der Kartenverkauf in das Erdgeschoss verlegt, um vor den Eingängen der Kinos im ersten Stock ein Café einzurichten. In dieser Zeit konnte die 'Yorck-Kino-Gruppe' die Position ihrer Off-Kinos und den Kontakt zu den Verleihern stärken. Vielgefragte Filme abseits vom Mainstream wurden Ihnen zuerst angeboten und auch Filmpremieren waren nun nicht mehr auschließlich den Nachbarn am Ku-Damm, der 'UFA' oder Max Knapp (u.a. Zoo Palast), vorbehalten.
Die Ausweitung des Kinderprogramms, und hier vor allem die Institution 'Kino für Schulen' war für viele (West) Berliner Kinder seit 1985 die erste Begegnung mit dem Broadway. Hier pflegte vor allem Kinoleiter Günther Hohl sein Publikum. Zu unserem Fototermin hatte eine Klasse Probleme die englische Fassung von 'Freedom Writers' zu verstehen. Kurzerhand brach Herr Hohl die Vorführung ab, wechselte die Rolle und begann mit dem Satz "Für meine Schüler tue ich alles!" die deutsche Version von vorne zu spielen. Das Kino neben dem Europacenter musste schließen, da das Gebäude komplett entkernt und umgestaltet wurde. Ein Kinobetrieb war nach dem Umbau nicht mehr eingeplant. Glücklicherweise wird die Institution 'Kino für Schulen' im Yorck weitergeführt. Am 23. Juni 2011 gab es im 'Broadway' ein Abschiedsprogramm mit Woody Allens 'Manhattan', der auch im Gründungsjahr des Kinos gespielt wurde (...)" Kinokompendium

Aufgabe: Mache bitte auch hier ein Foto!

Ergebnis:


Mission: Drehort Potsdamer Platz

"Diese Autos! Sie drängten sich hastig an der Straßenbahn vorbei; hupten, quiekten, streckten rote Zeiger links und rechts heraus, bogen um die Ecke; andere Autos schoben sich nach (...) Das war also Berlin!" (Kästner, Erich: Emil und die Detektive, 1929)

Der Potsdamer Platz spielte anfangs des 20. Jahrhunderts und in der Zeit der Weimarer Republik eine große Rolle. Seine Dynamik und Modernität faszinierte die Bevölkerung Berlins, darunter auch viele Künstler und kulturschaffende Menschen.
Die Bombadierung im 2. Weltkrieg setzte seiner Glorie ein jähes Ende. In den ersten Jahren nach Kriegsende verlief die Demarkationslinie zwischen britischem und sowjetischem Sektor über den ehemals verkehrsreichsten Platz Berlins. Blickt man heute auf das extrem belebte städtische Zentrum, erscheint die Vorstellung gigantisch, dass es zwischenzeitlich mal nichts als Sandboden war. Was finden wir heraus, wenn wir versuchen, den Wandel dieses Platzes filmgeschichtlich nachzuvollziehen?
Ergebnis / Fazit:
Dieser Platz ist einzigartig. Er ist noch immer so belebt, wie man ihn in "Berlin - Die Sinfonie der Großstadt" von Walther Ruttmann (1927) sehen kann und hat überhaupt nichts mit dem Drehort in "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders (1987) zu tun. Unglaubliches ist dort seit dem Mauerfall passiert. Vom neuen Café Josty kann man nicht gerade behaupten, dass sich dort die Szene der Künstler und Kulturschaffenden der Stadt trifft, sondern eher ein Publikum aus aller Welt, das auf ihren touristischen Streifzügen vermutlich unwissend der Geschichte des Namens Josty dort einkehren. Da sind wir schlauer! Und Billy Wilder´s? Eine Bar am Filmhaus! Mit vielen Filmbildern an den Wänden. Wer Billy Wilder war, wissen wir jetzt auch! Auch der Kaisersaal hat uns fasziniert. Eine so alte Fassade hinter Glas. Es ist toll, dass es all diese alten Filme gibt, die uns ein so wandelndes Bild dieser Stadt zeigen.

Station: Potsdamer Platz

Aus heutiger Sicht fällt die Rolle der historischen Großstadt ins Auge. Der Potsdamer Platz bietet den Eindruck eines faszinierenden Berlins. In seinem Erfolgsroman "Emil und die Detektive", bildet Erich Kästner Berlin in einer ganz besonderen Zeit ab. Zur Zeit seiner Veröffentlichung, 1929, genoss die Berliner Bürgerschaft noch die sogenannten "Goldenen Zwanziger". Die Hauptstadt galt als kulturelles Zentrum, zog Künstler/-innen, Maler/-innen, Schriftsteller/-innen, Musiker/-innen und Wissenschaftler/-innen in ihren Bann. Hier verkehrten unter anderem Heinrich Heine, Adolph Menzel und Theodor Fontane. Gerhard Lamprechts Emil-Verfilmung von 1931 zeigt noch die unversehrte Welt am Potsdamer Platz. „Deutschland Stunde Null“, 1947, von Roberto Rossellini, im zerbombten Berlin gedreht, zeigt ihn als Ruine und in "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders ist er brachliegendes Ödland. Wir erleben ihn aus heutiger Sicht modern bebaut, belebt und attraktiv.

Aufgabe: Macht ein 360 Grad Video vom Platz!

Ergebnis:

https://youtu.be/jcCKmkeJq88


Station: Café Josty

Wir schauen aus südlicher Richtung auf den Potsdamer Platz und denken an das Café Josty. Aus zwei Filmen „Emil und die Detektive“ von Gerhard Lamprecht und „Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders haben wir erfahren, dass es in Berlin eine legendäre Rolle spielt. „Die Gebrüder Josty waren Ende des 18. Jahrhunderts aus der Schweiz nach Berlin ausgewandert, wo sie 1796 die Zuckerbäckerei Johann Josty & Co. gründeten. Aus diesem Unternehmen heraus entwickelte sich 1812 das Café Josty, das ab 1880 am Potsdamer Platz bestand.“ (Berliner Morgenpost) Café Josty wurde zum Szenentreff für Kulturschaffende.
Es gab eine Filiale in Wilmersdorf (eh. Kaiseralle, heute Bundesallee). Dort schrieb Erich Kästner die Romanvorlage für "Emil und die Detektive". Die Szenen im Film von Gerhard Lamprecht wurden auf der Terasse des Cafés in der Kaiserallee gedreht.
Das Café Josty am Potsdamer Platz residierte bis 1931 in der Potsdamerstraße 1. Genauso wie die umliegenden Gebäude wurde es im 2. Weltkrieg in Ruinen gelegt. Dies ist der Hintergrund dafür, dass der greise Erzähler (Curt Bois) in "Himmel über Berlin" 60 Jahre später das berühmte Cafe vermisst. Er sagt: "Hier stand einmal das Café Josty. Ich werde solange nach ihm suchen, bis ich es wieder finde."

Aufgabe: Macht ein Foto aus der Perspektive des historischen Fotos!

Ergebnis:


Station: Erste Ampel Europas

Die erste 3-Farben-Ampel in Europa wurde 1924 in der über die Grenzen hinaus bekannten Weltstadt Berlin am Potsdamer Platz errichtet. Weil kein Mensch es einsah, von einem Lichtsignal Anweisungen entgegennehmen zu müssen, war sie ein umstrittenes Objekt. Eine Nachbildung dieser Ampel steht heute wieder an der historischen Stelle.
Die Ampel taucht als Kennzeichen in Filmen auf. In „Emil und die Detektive“ von 1931 ist sie Schauplatz der Traumsequenz des jungen Helden, Emil Tischbein, auf der Zugfahrt nach Berlin. In der 1927 gedrehten „Symphonie der Großstadt“ ist sie zentrales Motiv der großstädtischen Verkehrsszenen. Um die Ampel herum gab es einen Kreisverkehr, von dem sternförmig fünf Straßen abgingen.

Aufgabe: Lest den vorbereiteten Reader laut und macht eine Tonaufnahme!

Ergebnis:

Der Potsdamer Platz war in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit S- und U-Bahn, 26 Straßenbahn- und 5 Buslinien der verkehrsreichste Platz in Europa. Täglich überquerten 20.000 Autos den Platz und es wurden 83.000 Reisende am Potsdamer Bahnhof gezählt.
Der 1924 auf dem Potsdamer Platz errichtete fünfeckige Verkehrsturm, die erste Ampel in Europa, wurde zu einem Wahrzeichen der fortschrittlichen Metropole Berlin. Das architektonische Bild des Potsdamer Platzes war ständig in Bewegung. Altes wurde abgerissen, um Raum für veränderte Bedürfnisse zu schaffen. An die Stelle des Klassizismus trat die Neue Sachlichkeit. Die Torhäuser, von Karl Friedrich Schinkel 1824 entworfen, standen in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem modernen, 1931/32 von Erich Mendelsohn errichteten Columbushaus*. Neben den großen Hotels und dem gesellschaftlichen Leben auf Bällen und Empfängen entwickelte sich der Potsdamer Platz zu einem Zentrum des bürgerlichen Amüsements.
Legendär geworden sind das "Haus Vaterland" mit Tanz-Café und Restaurants, der "Ufa-Filmpalast", der "Europa-Tanz-Pavillon", das "Meisel-Pschorr"-Bräuhaus, "Café Josty" und "Weinhaus Huth". In den "Rheinterrassen", einem der Restaurants im "Vaterland", ließ man mehrmals am Abend Gewitter mit elektrischen Lichtblitzen und Regen aus Wasserleitungen stattfinden. All diese Etablissements prägen bis heute die Vorstellung von den Goldenen Zwanzigern.

Eine geografische Angabe zur besseren Orientierung: Am alten Standort des Columbushauses stehen heute die Hotels Mariott und Ritz-Carlton.


Station: Kaisersaal

Geschützt durch eine Glasfassade ist hier ein Bestandteil des historischen Hotels Esplanade erhalten, das um 1900 entstanden ist. Man geht davon aus, dass der Kaiser darin eine eigene Suite hatte. Vor der Neubebauung des Potsdamer Platzes war das Hotel Esplanade das einzige historische Gebäude am Platz, jedoch als Ruine mit ein paar intakten inneren Räumen. In den 80er Jahren drehte Wim Wenders hier die Barszene für seinen Film „Der Himmel über Berlin“. Die Umgebung könnte man sich so vorstellen: abgeblätterte Fassade des Hotels, dahinter verwilderter Garten bishin zur Mauer. Zu DDR-Zeiten war das Hotel Esplanade das letzte Gebäude vor der Mauer und daher eine touristische Atraktion. Hier gab es eine Aussichtsplattform, von der aus die Besucher über die Mauer hinweg in den Ostteil der Stadt sehen konnten.
Als Sony mit der Bebauung beganne, hatte der Konzern diverse Denkmalschutzbestimmungen einzuhalten.

Aufgabe: Macht ein Foto des Gebäudes!

Ergebnis:


Station: Café Josty heute

Das völlig veränderte aber dem Namen nach identische Café Josty wurde in die Bebauung des Sony-Centers einbezogen. Es hat heute nichts mehr mit dem damaligen Flair zu tun, auch ist es kein Magnet für Künstler und Kulturschaffende, sondern eine touristisch orientierte gastronomische Einrichtung. Aufgrund der besonderen Dachkonstruktion des Sony-Centers können die Gäste bei fast jedem Wetter draußen sitzen.

Aufgabe: Zeigt die architektonischen Besonderheiten des Platzes in einem Video!

Ergebnis:

http://youtu.be/V2Ycji-D64w


Station: Billy Wilder's - Eine Bar im Filmhaus

Billy Wilder wurde am 22. Juni 1906 in Sucha, Galizien (damals Österreich-Ungarn, heute Sucha Beskidzka in Polen) geboren und ist am 27.März 2002 In Los Angeles gestorben. Er war ein berühmter Drehbuchautor, Regisseur und Filmproduzent und hat zeitlose Werke hinterlassen. Für seinen Film "Das Appartement" bekam er 1961 gleich drei Oskars - als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur dieses Films!
Ende 20er Jahre kam Billy Wilder als Journalist nach Berlin, arbeitete hier als Drehbuchautor und Regisseur, emigriert 1933 nach Amerika und baut seine Karriere in Hollywood auf. 1959 kam er abermals nach Berlin und realisierte den Film „Eins, zwei, drei“, in dem das Brandenburger Tor ein prominenter Drehort ist.

Aufgabe: Billy Wilder arbeitete 1931 auch an „Emil und die Detektive“ von Gerhard Lamprecht mit. Welche Tätigkeit übte er da aus?

Ergebnis:

Drehbuchautor


Station: Filmhaus heute

Das im Jahre 2000 gegründete Filmhaus beherbergt einen Bibliothek, das Filmmuseum, die deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, das Programmkino Arsenal und die deutsche Kinemathek, die das Filmmuseum und das Archiv über den deutschen Film verwaltet.

Aufgabe: Macht Audioaufnahmen mit Menschen im Filmhaus. Was machen sie an diesem Ort?

Ergebnis:

Im Filmhaus gehen viele Menschen ein und aus: Studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie, Angestellte des Filmmuseums und der Kinemathek, Touristen und Filminteressierte, Leute, die in der Filmbuchhandlung einkaufen, Junge und Alte aller Nationen und es herrscht eine wunderbare Atmosphäre!


Station: Staatsbibliothek

Wim Wenders gibt der Staatsbibliothek II in „Der Himmel über Berlin“ (1987) eine Art Hauptrolle. „Eine Bibliothek ist ein ungewöhnlicher Treffpunkt für Engel." Wenders erklärt die Wahl damit, dass die Bibliothek im Inneren „einfach schön und engelhaft“ sei. Die Kamerafahrten im Film lassen gut nachvollziehen, was den Regisseur dort fasziniert haben mag: großzügig angelegte Räume, von Licht durchflutete, leicht wirkende Lesesäle, balkonartige Geschosse, an deren Geländer Arbeitsplätze wie Ausgucke platziert sind, unregelmäßig verteilte Flächen, auf denen inselartig angelegte Bücherregale stehen, werden durch frei geführte Treppenaufgänge verbunden. Die meisten Kamerafahrten lassen sich gut nachvollziehen: Vorbei an den Tischen derjenigen, die über dicken Wälzern schwitzen. Ihre Gedanken wird man natürlich nicht hören können, doch ein Tisch auf die Blicke verrät vieles davon, was auch die Engel sehen und hören konnten. Jemand mag über Literaturrecherchen eingeschlafen sein, andere flüstern leise über ihre Aufzeichnungen, der Blick geht durch die Lesehalle, über einzelne Bücherregale, durch die großen Fensterfronten hinaus ...“ (sinngemäß nach: Drehort Berlin, Markus Münch, 2007)

Aufgabe: Gib die Atmosphäre des Ortes mit Audioaufnahmen wieder!

Ergebnis:

Hier hat uns leider die Technik verlassen! Die Stimmung in diesem erstaunlichen Gebäude ist sehr ruhig. Die meisten Menschen kommen natürlich zum Arbeiten hierher, aber auch Leute, die sich die Bibliothek einfach nur ansehen wollen. Wenn man den Film "Der Himmel über Berlin" kennt, sieht man überall die Engel.


Station: Berlinale Palast

Der Marlene-Dietrich-Platz ehrt ein großes Idol des deutschen Films. Vor diesem Hintergrund ist der Platz ideal, um Stars des internationalen Filmgeschäftes hier über einen roten Teppich den Filmpalast betreten zu lassen. Alljährlich im Februar ist dies bei den Wettbewerbspremieren der Berliner Filmfestspiele „Berlinale“ der Fall.
Die Berlinale wurde in den 50er Jahren zum ersten Mal im Westen Berlins u.a. im Titania-Palast ausgerichtet. 1957 kam sie dann in den Zoopalast, der extra für die Berlinale erbaut wurde. Erst im Jahr 2000 ist die Berlinale an den Potsdamer Platz gezogen.

Aufgabe: Findet Menschen vorort, die schon mal bei der Berlinale waren und fragt nach, welche Erlebnisse sie damit verbinden?

Ergebnis:

http://youtu.be/-CoosbtO5Xk


Mission: Plätze - Engel - Tore

Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten zieren das historische Zentrum genauso wie es Engel vermögen. Als Denkmäler auf Brücken, Toren, Gebäuden und auf Sockeln in luftigen Höhen schauen sie zu uns und berühren so manche Regisseur/-innen und Drehbuchautor/-innen als tiefen Musenkuss. Tolle und geschichtsträchtige Orte machen Lust darauf, Geschichten um sie herum zu erfinden. Und dir vielleicht Lust, sich mit ihnen zu beschäftigen?
Ergebnis / Fazit:
Und es hat Lust gemacht. Wir liefen durchs Brandenburger Tor wie einst Host Buchholz und Billy Wilder. Wir schauten auf das Gebäude, in dem Lola vergeblich versuchte, von ihrem Vater 100000 DM zu bekommen, um ihren Freund zu retten. Von weitem sahen wir auf die Siegessäule, wo Bruno Ganz den Engel spielte. Berlin ist voller Drehorte, Denkmäler und Geschichten. Man muss sich nur drauf einlassen.

Station: Reichstag

„Trotz seiner Narben ist das Gesicht der Stadt reizvoll und fotogen“ (Abendpost, 16.12.1952)
Tom Cruise folgte 2004 dem Reiz Berlins und wollte Szenen für den dritten Teil der Action-Reihe „Mission: Impossible“ im Reichstag drehen. Doch der damalige Bundestagspräsident, Wolfgang Thierse, entschied: „Das Bundestagsgebäude soll nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden.“
1952 wurde unter Lebensgefahr „Die Spur führt nach Berlin“, ein Actionfilm mit wilden Schießereien von Franz Cap, im heutigen Bundestag gedreht. Der Film dürfte für das damalige Publikum bestimmt interessant gewesen sein, denn er zeigte Innenansichten des Gebäudes, das eine Ruine war. Bombardements und der Kampf um Berlin hatten den Hochrenaissance-Bau schwer beschädigt. Die Öffentlichkeit durfte ihn nicht betreten. „Filmschauspieler in Lebensgefahr“ schrie eine Schlagzeile im Presseheft des Films. Es wird erzählt, dass wenige Stunden nachdem das Filmteam und die Journalisten das Gebäude verlassen hatten, die Decke des Treppenhauses eingestürzt und gewaltige Steinblöcke Tische und Bänke der Kantine in tausend Trümmer zerschlagen haben sollen.

Aufgabe: Befragt bitte Leute vorort: Was wissen sie über den Reichstag? Wer weiß etwas über den Reichstag als Drehort?

Ergebnis:

http://youtu.be/7QNtHixHC8w


Station: Blick auf die Siegessäule

In „Der Himmel über Berlin“ spielt die Viktoria auf der Siegessäule in wenigen Bildern eine surreale Hauptrolle. Ein häufig veröffentlichtes Motiv des Films ist der Engel auf dem Flügel der Viktoria. Doch ausgerechnet dieses wurde mit einem Modell realisiert. Als realer Ort, den man umfahren kann, spielt die Siegessäule in vielen Filmen eine Rolle, wie z.B. in „Eins, zwei, drei“, wo man eine Motorradfahrt des jungen Kommunisten (Jörg Buchholz) über den Großen Stern zum Brandenburger Tor mitverfolgt. In der Nazizeit filmten Filmteams der Wochenschau die großen Aufmärsche zwischen 17. Juni und Ernst-Reuter-Platz aus der Sicht von der Spitze der Siegessäule - Viktoria, Borussia oder einfach Goldelse

Aufgabe: Macht bitte eine Videoaufnahme zur Geschichte der Siegessäule und lest hierfür den folgenden Text!

Ergebnis:

Die Siegessäule ist eins der bekanntesten Wahrzeichen von Berlin, die im Berliner Volksmund auch „Goldelse“ genannt wird. 1864 bis 1873 nach Plänen von Heinrich Stracks erbaut, stand sie ursprünglich auf dem Königsplatz (dem heutigen Platz der Republik / Reichstag).
Anlass zur Erbauung war der Sieg Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg 1864. Innerhalb weniger Jahre kamen zwei weitere siegreiche Kriege hinzu, der Deutsche Krieg 1866 gegen Österreich sowie der Deutsch-Französische Krieg 1870/1871. 1938/39 wurde die „Reichshauptstadt Germania“ umgestaltet. In diesem Prozesss versetzte man das Denkmal auf den Großen Stern inmitten des Tiergartens. Nachdem sie den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden hatte, wurde die Siegessäule Mitte der achtziger Jahre restauriert und steht heute unter Denkmalschutz.
Die 8,3 Meter hohe und 35 Tonnen schwere Bronzeskulptur stellt Viktoria mit Lorbeerkranz, adlergeschmücktem Helm und Feldzeichen mit Eisernem Kreuz dar. Sie ist das berühmteste Werk des Bildhauers Friedrich Drake. Viktoria ist die Siegesgöttin aus der römischen Mythologie und analog zur griechischen Nike. Ihr Adlerhelm lässt die Viktoria auch als Borussia, die Personifikation Preußens, erscheinen.
Eine 285 Stufen zählende Wendeltreppe in der Siegessäule führt auf die Aussichtsplattform auf der man die Höhe mit allen Sinnen erlebt: Der Wind lässt Haare – und manche Herzen – flattern.
Am Fuße der Siegessäule hielt übrigens auch einmal Barack Obama eine Rede – 2008, bevor er zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde.
(Q: http://www.visitberlin.de/de/ort/siegessaeule)


Station: Brandenburger Tor

"Der Kinosaal verdunkelt sich, der Vorhang fällt und das erste Bild, das über die Leinwand flimmert, ist das Brandenburger Tor." Das Eröffnungsbild von Walther Ruttmann Stummfilmklassiker macht die Nennung des Ortsnamens im Titel überflüssig. Das Stadttor gilt als Wahrzeichen der Stadt, ist die Sehenswürdigkeit Nr. 1 und wurde unzählig oft gefilmt.
Ursprünglich wollte Wim Wenders in „Der Himmel über Berlin“ dieses Tor zum Wohnort der Engel machen, doch die Drehgenehmigung wurde ihm verweigert. Eine Erlaubnis hätte geheißen, zu „akzeptieren, dass die Engel Casiel und Daniel einfach so durch den „antifachistischen Schutzwall“ spazieren konnten.“ Zu diesem Zugeständnis war die DDR 1987 nicht bereit. (Q.: Drehort Berlin, Markus Münch, 2007)
Filmgeschichtlich interessant ist die Produktion von „Eins, zwei, drei“. Das Filmteam um Billy Wilder wurde Zeitzeuge der Sperrung der Sektorengrenze am 13. August 1961. Bei den Dreharbeiten am Vortag konnte man das Brandenburger Tor nämlich noch durchfahren. Die Mauer wurde dem Film zum tragischen Verhängnis. Er floppte an den Kinokassen. Berlin war nun von der Mauer geteilt und die Bevölkerung wollte keine Komödie über die Eigenheiten der Deutschen und ihrer ehemaligen Kriegsgegner (Russland) sehen. Erst die Wiederentdeckung in den 80er Jahren bescherte „Eins, zwei, drei“ verspäteten Kultstatus.

Aufgabe: Aufgabe: Geht bitte durchs Brandenburger Tor Richtung Osten und filmt dabei!

Ergebnis:

http://youtu.be/Gy8ChM5BowE


Station: Quadriga

1793 fertigte Johann Gottfried Schadow die Quadriga auf dem Brandenburger Tor an. Nach der überwiegend vertretenen Auffassung stellte die Göttin der Quadriga eine geflügelte Friedensbringerin dar. Das Brandenburger Tor erhielt den Namen Friedenstor. Die Friedensgöttin Eirene steht auf der äußersten Kante eines Triumphwagens. Mit der Rechten stützt sie sich auf den mit einer Lorbeergirlande geschmückten Rand des Wagens. In der einen Hand hält sie einen Palmenzweig, in der anderen einen Lorbeerkranz. Ihr Wagen wird von vier Eroten gezogen.

Aufgabe: Macht bitte ein Foto von der Quadriga und der geflügelten Göttin!

Ergebnis:


Station: Bebel Platz

Am Bebelplatz kann man einen Drehort aus "Lola rennt" wieder erkennen: das Gebäude, das im Film die "Deutsche Transfer Bank" darstellt, deren Direktor Lolas Vater ist. Die Szenen im Inneren der Bank wurden jedoch im Rathaus Schöneberg gedreht. Hier klaut Lola 100 000 DM, um ihren Freund Manni zu retten. In der Realität ist das Gebäude heute das «Hotel de Rome», eines der teuersten Hotels der Stadt.

Aufgabe: Macht bitte ein Foto aus der Perspektive der Kamera im Film!

Ergebnis:


Station: Schlossbrücke

Die Schloßbrücke in Berlin liegt am östlichen Ende der Prachtstraße „Unter den Linden“ im historischen Zentrum der deutschen Hauptstadt. Sie verbindet den Friedrichswerder mit der Spreeinsel. Die steinerne Schloßbrücke über die Spree wurde zwischen 1821 und 1824 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel erbaut. Zwischen 1951 und 1991 trug diese Brücke den Namen Marx-Engels-Brücke. Sie steht unter Denkmalschutz.
Auch hier begegnet man Engeln in der Stadt, der geflügelten Siegesgöttin Nike und der Göttin Pallas Athene. Diese ist flügellos, weil man befürchtete, acht Flügelpaare würden ein zu unruhiges Gesamtbild verursachen. (Q: Wikipedia)

Aufgabe: Fotografiere bitte einen der Engel auf der Brücke!

Ergebnis:


Station: Alexanderplatz

„„Rechts und links sind Straßen. In den Straßen steht Haus bei Haus. Die sind vom Keller bis zum Boden mit Menschen voll. Unten sind die Läden, Destillen, Restaurationen, Obst- und Gemüsehandel, Kolonialwaren und Feinkost, Fuhrgeschäft, Dekorationsmalerei, Anfertigung von Damenkonfektion, Mehl und Mühlenfabrikate, Autogarage, Feuersozietät.“ (ehem. Fassadeninschrift an der Alexanderstraße 3)
1931 dreht Phil Jutzi „Berlin - Alexanderplatz“ nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Döblin.
Seit der Stadtgründung 1237 herrschte hier Trubel. Der Platz befand sich damals noch in der Vorstadt. An Stelle des heutigen „Cubix“ stand im Mittelalter das Oderberger Tor, später Georgentor. Alle Straßen und Wege ins nördliche Umland liefen hier zusammen. Auf dem Platz vor dem Stadttor etablierte sich reger Handel – vor allem mit Vieh. Deswegen wurde er auch „Ochensmarkt genannt. Erst als 1805 der russische Zar Alexander zu Besuch kam, veranlasste König Friedrich Wilhelm III. ihm zu Ehren die Umbenennung.
Der Alexanderplatz war schon zu Döblins Zeiten einer der verkehrsreichsten Orte der Stadt und ein Schmelztiegel in dem sich die einfachen Bevölkerungsschichten mischten. 1928 eröffnet er seinen Roman mit der Kopie der Fassadeninschrift. Der Roman spielt in einem Milieu, das die soziale Verdrängung am Ende der Weimarer Republik erkennen lässt: Kleinkriminalität, Prostitution, Suff, Hehlerei und Arbeitslosigkeit.
Wo heute die Weltzeituhr steht, verlief einst ein großer Kreisverkehr und seit 1913 besteht U-Bahn-Anschluss. In Mitten der Verkehrsführung stand auch eine langjährige Symbolfigur der Stadt: die Berolina. Nach ihr benannt ist nun eine Straße, an der ein riesiger Plattenbau an die platzschaffende Bauweise der DDR erinnert. Dort stößt man übrigens auf einen Drehort des bekannten Berlin-Films „Good Bye Lenin“, 2003, von Wolfgang Becker. Familie Kerner, (Protagonisten), hat eine Wohnung in eben diesem Plattenbau an der Berolinastraße.
Auch für Lola rennt wurde hier eine Szene gedreht.

Aufgabe: Fotografiere bitte die Weltzeituhr!

Ergebnis: